Neue Wege gehen

der Weg

Ungern weichen wir vom Gewohnten ab, wagen uns auf neue Wege. Wir Läufer sind Gewohnheitstiere: Jedes Jahr starten wir an den gleichen Läufen, wählen in der Vorbereitung die gleichen Trainingsrunden, trainieren seit Jahren an den gleichen Wochentagen, ja sogar zu den gleichen Tageszeiten. Das einzige, was sich verändert, ist im Abstand von ein paar Jahren die Kategorie, in der wir klassiert werden. Wer damit glücklich ist, möge diesen Weg weitergehen. Doch wer nicht still stehen möchte, sollte neue Wege gehen und etwas wagen:

  • Suche dir eine neue Trainingsrunde: Lauf entweder eine ganz andere Strecke, deine Standardrunde in der umgekehrten Richtung oder aber starte in eine Richtung und wende kurz nach der Hälfte der Soll-Zeit. So kannst du auch gleich das schnellere Laufen auf der zweiten Streckenhälfte üben.
  • Suche bewusst die Hügel, statt ihnen immer auszuweichen: Das Laufen am Berg bringt dir Kraft, die dir beim Laufen in der Fläche wiederum zu Gute kommt. Egal, wenn du den vorgegebenen Schnitt nicht ganz einhalten kannst. Im Rennen wirst du dich genau an diese Trainingseinheiten erinnern.
  • Starte an anderen Laufveranstaltungen: Wie wäre es mit einem Berglauf oder einem Wettkampf in einer Gegend, in der du noch nie gelaufen bist? Sobald du eine Startnummer trägst, bist du bereit, mehr zu leisten. Diese Wettkampfbelastung wird dir an deinem Hauptwettkampf zu Gute kommen. Und die Eindrücke von der neuen Gegend öffnen deinen Horizont.
  • Löse dich regelmässig von deiner Uhr, deinem Pulsmesser und Geschwindigkeitssensor und vertraue deinem Gefühl. Mindestens ein Mal pro Woche sollst du einfach unbeschwert durch die Gegend laufen und den subjektiven Anstrengungsgrad als Massstab nehmen.
  • Plane deine Trainings mal ganz anders: Trainiere mal frühmorgens statt am Abend oder verändere die Trainingstage, sodass du zum Beispiel drei Mal hintereinander, statt immer mit einem Ruhetag unterwegs bist.

Der Artikel ist auch in EN verfügbar.

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