Smarte Planung mit Hilfe aussagekräftiger Leistungstests – Teil 2

In Teil 1 habe ich über die smarte Zielformulierung berichtet. In Teil 2 soll näher auf Leistungstests eingehen: Dem Sportler stehen nämlich verschiedene Formen der Leistungsüberprüfung zur Verfügung. Welche Methode angepasst ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen und der Absicht der einzelnen Personen ab. Die Formen der Leistungsüberprüfung reichen von jährlich wiederkehrenden Wettkampfresultaten oder einer persönlichen Testrunde über Testverfahren für grössere Sportgruppen wie den 4x1000m- oder Conconi-Lauftest. Laboruntersuchungen mit stufenweiser Ansteigung der Laufbelastung unter gleichzeitiger Aufzeichnung der Herzfrequenz, Laktatwerte oder sogar Atemgasparameter liefern weitere zusätzliche Informationen. In untenstehender Grafik sind einzelne gängige Testformen mit  Vor- und Nachteilen aufgeführt.

 

Vergleich der gängigsten Leistungstests

Vergleich der gängigsten Leistungstests

 

Der Laktatstufentest liefert einem Läufer oder einer Läuferin, neben einer Standortbestimmung der aktuellen maximalen Leistungsfähigkeit, bei einer regelmässigen Wiederholung aufschlussreiche Informationen zur Entwicklung der Leistungsfähigkeit und deckt vorhandenes Potential und Stärken des Athleten auf. Aus der gleichzeitigen Aufzeichnung der Leistung, der Laktatbildung und der Herzfrequenzkurve können Sportwissenschaftler alle wichtigen Erkenntnisse für die Trainingssteuerung ableiten und Trainingsempfehlungen für die jeweiligen Intensitätsbereiche individuell abgeben. Durch die Bestimmung der aktuellen individuellen anaeroben Schwellengeschwindigkeit (maximale Laufgeschwindigkeit ohne eine übermässige Übersäuerung einzugehen) können Aussagen gemacht werden über die Leistungsfähigkeit von Laufsportlern im Langstreckenlaufbereich. Dadurch sind Wettkampfprognosen und renntaktische Ratschläge möglich.

 

Schematische Auswertung eines Laktatstufentests

Schematische Auswertung eines Laktatstufentests

 

Dieser Blog wurde von Beat Zimmermann, Sportlehrer und Sportwissenschaftlicher Mitarbeiter des Sportmedizinischen Zentrums Bern-Ittigen verfasst.

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