Léonie von Tavel: Nach dem Bremgartenlauf…

Nach dem Bremgartenlauf…

Nach einer ziemlichen Trainingskrise im September, hinterfragte ich irgendwann meinen Trainingsplan nicht mehr, sondern befolgte ihn so gut es ging. Und das ging erstaunlicherweise von Woche zu Woche besser. Die anfänglichen unmöglich erscheinenden Intervall-Trainings am Berg wurden plötzlich machbar. Und machten sogar Spass, insbesondere, weil ich diese oft mit einer Kollegin absolvierte. Wir zogen und schoben uns gegenseitig den Berg hinauf, trieben unseren Puls in die Höhe, um danach gemütlich schwatzend wieder runter zu laufen.

Bald spürte ich, dass diese intensiveren Trainings Früchte tragen und ich merklich mehr Kraft bekam und damit wohl auch schneller wurde. Das konnte ich am Bremgartenlauf über 10.6 km mit einem Höhenunterschied von immerhin 170 m dann am 18. Oktober testen. Ich war sehr gespannt darauf, wie und ob sich diese Training nun ausbezahlten.

Wie immer war ich nervös vor dem Lauf. Das fasziniert mich doch jedes Mal wieder, da es doch eigentlich für mich um nichts geht… Offenbar aber eben schon. Und wenn man in der Garderobe und dann im Startblock in die Runde „spürt“, merkt man, dass andere genau so nervös sind. Diese Nervosität ist aber für mich keineswegs negativ, da sie die Spannung in mir erhöht.

lvt

Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf. Das gilt auch für Léonie von Tavel.

Ich konnte mich jedenfalls gut einlaufen und das Wetter war ideal: 10 °C und bewölkt. So startete ich im hintersten Block und versuchte, hier den Anschluss zu behalten. Es ist immer noch so, dass eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 6min/km für mich schnell ist und ich war sehr gespannt, ob ich diesen Pace über 10.6km halten konnte. Und zu meiner grossen Freude gelang mir das tatsächlich. Ich kam mit einer Zeit von 1h 4min und 37 sek ins Ziel und habe damit mein persönlich gestecktes Ziel um 23 Sekunden unterboten;-). Die Prognose des running.COACH schlug ich um 3.5 Minuten.

… ist vor dem GurtenClassic

Beim Aufstieg am Bremgartenlauf stellte ich mir vor, dass die Strecke am GurtenClassic dann 3x so viel ansteigen wird und versuchte, mir deswegen nicht schon Sorgen zu machen;-). Es fehlt trotz Training am Berg immer noch bald einmal die Kraft und Ausdauer bei höherem Tempo. Deshalb habe ich grossen Respekt vor diesem Lauf. Aber nach dem gelungenen Bremgartenlauf bin ich guten Mutes. Und weil meine Kollegin mitlaufen wird und wir uns gegenseitig den Berg hinauf ziehen und schieben wollen, freue ich mich vor allem darauf und werde den Berner Hausberg „Güsche“ von allen Richtungen und Seiten kennenlernen.

Und danach? Mache ich 4 Wochen Pause im RC und bin total gespannt, wie das nach 11 Monaten Training sein wird. Übrigens: in diesen 11 Monaten konnte ich wieder an mein Niveau anknüpfen, bei dem ich vor neun Jahren aufgehört hatte. Damit bin ich sehr zufrieden!

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