Stell dir vor… Du läufst durch das Ziel eines Marathons

Gänsehaut, Stolz, Erschöpfung, unendliche Freude und vielleicht sogar die eine oder andere Träne – die ganze Klaviatur der Gefühle in einem Moment kannst du erleben, wenn du durch das Ziel deines ersten Marathons rennst.

Der erste Marathon, welch ein großes Ziel! Und doch erreichbar, selbst wenn du ganz am Anfang deiner Läuferkarriere stehst. Eines solltest du aber in jedem Fall mitbringen – jede Menge Geduld und Ausdauer! Auch wenn das Ziel noch so lukrativ ist, lasse dir und deinem Körper mindestens 2-3 Jahre Zeit, ehe du zum ersten Marathon antrittst. Dein Körper wird es dir danken und du wirst sehr lange Spaß am wunderschönen Laufsport haben.

Mache aus einem Traum dein Ziel

Wenn Marathon dein Traum ist, dann mache ein Ziel daraus. Überlege dir einen Zeitpunkt in der Zukunft und suche dir ein attraktives Rennen. Der Marathonkalender bietet sehr viele spannende Events – seien es kleinere Landschaftsläufe oder riesige Stadtmarathons. Am besten visualisierst du dein Ziel. Bastle dir eine hübsche Grafik und verziere deine Pinnwand damit. So behältst du dein Ziel stets im Auge. Und natürlich gehört es auch in deinem Kalender eingetragen – DICK und FETT. Wie zukünftig alle deine Trainingseinheiten.

Nach einer optionalen, aber empfehlenswerten Untersuchung beim Sportarzt darfst du dein Umfeld von deinem Ziel begeistern. Hast du die volle Unterstützung deiner Familie und Freunde, so wirst du harte Zeiten im Training leichter überstehen. Externe Motivation ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Bei aller Euphorie für dein noch fernes Ziel solltest du dein Umfeld allerdings keinesfalls vernachlässigen. Es ist wichtiger als dein sportliches Ziel.

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© sportfotografin.com

Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch

Der französische Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry prägte den wertvollen Satz: „Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch.“ Denn sobald du das Ziel Marathon vor Augen hast, genügt es nicht mehr „nur“ Laufen zu gehen. Informiere dich über deine Voraussetzungen und lasse dir einen passenden Trainingsplan erstellen. Ein Trainingsplan ist ein gutes Fundament für ein effektives und zielführendes Training. Gerade wenn deine Zeit begrenzt ist, solltest du diese Möglichkeit zwingend nutzen.

Ein Plan ist jedoch kein Allheilmittel und ohne Fleiß und Disziplin wirst du nicht den Preis „Marathon“ ernten. Sei dir dessen immer bewusst. Vor allem, wenn die ersten Probleme auftauchen. Ob leichte Blessuren oder zeitliche Herausforderungen – gerade als Hobbysportler wirst du nie in der Lage sein, deinen Plan zu 100% zu erfüllen. Sei entsprechend flexibel und passe ihn an deine Bedürfnisse an. Räume so die Hindernisse aus dem Weg und lasse dich nicht von deinem Ziel abbringen. Du bist kein Sklave deines Trainingsplans! Variiere Strecken, Umgebung und Untergrund und bringe Abwechslung in dein Marathontraining.

Nicht der falsche Plan ist der häufigste Fehler von Hobbysportlern, sondern der zu große Ehrgeiz. Zu viel Training und zu wenig Regeneration sind dein größter Feind. Die Mischung aus genügend Ehrgeiz und dem Überwinden des inneren Schweinehundes ist eine der größten Herausforderungen. Denk auch immer daran, deine Rumpfmuskulatur nicht zu vernachlässigen. Gerade wenn deine Beine schwer werden, wird ein starker Rumpf dir helfen.

Geduld ist eine Tugend – Motivation auch…

Das Training für einen Marathon ist eine langwierige Angelegenheit. Behältst du die Geduld und die Motivation, schaffst du es bis zur Startlinie. Bei allen meinen Marathon-Läufen war stets die Trainingsphase die größere Herausforderung als das Rennen selbst. Vor allem, wenn man gut vorbereitet ist.

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© sportfotografin.com

Und auch wenn es schwerfällt, in der Rennwoche kannst du durch zu viel Training nur noch verlieren und nichts gewinnen. Lege die Füße hoch und trainiere nur noch locker und kurz, dann steht einem erfolgreichen Debüt nichts mehr im Wege. Viel Spaß und Erfolg dabei!

 

tp2_150pxTorsten Pretzsch ist 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von nur 15 Minuten ist er Jahre später am Ziel. Er lief Marathon und absolvierte einen Ironman. Als Teamleiter und Projektmanager war dieser Weg nur durch gutes Selbst-management möglich. Schaue in seinem ausdauerblog vorbei und lass dich dabei unterstützen, endlich mehr Sport zu machen.

3 Comments

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  • Hallo Torsten,

    sehr guter Ansatz für ein Marathon Training. Es ist wichtig den Körper langsam aufzubauen, so ist die von Dir genannte Zeitspanne sehr zu empfehlen. Was nicht zu unterschätzen ist, ist der hohe Trainingsaufwand. 4mal Laufen in der Woche plus Krafttraining, auch da sollte das Umfeld auf jedenfall informiert sein und unterstützen.

    Nach dem Rennen ist dann wieder mehr Zeit für Familie und Freunde 🙂

    Sportliche Grüße
    Oliver

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