Vitamin D und Sport

Verschiedenste Forschungsarbeiten zeigten ein hohes Auftreten von Vitamin D Mangel nicht nur bei Kindern und älteren Menschen, sondern auch bei jungen, gesunden Erwachsenen – auch bei Athleten. Ein Vitamin D Mangel wirkt sich nicht nur negativ auf die Knochengesundheit aus, sondern erhöht zudem das Risiko an Krebs, Osteoporose, Herz-Kreislauferkrankungen oder Multipler Sklerose zu erkranken. Weiter kann die Muskelfunktion vermindert sein und es besteht eine erhöhte Verletzungsgefahr. Somit ist der Vitamin D Status auch für Athleten von hoher Bedeutung.

Athleten sind häufig von Vitamin D Mangel betroffen

Auch bei Athleten scheint ein mangelhafter Vitamin D Status keine Seltenheit zu sein. So zeigte eine Studie, welche die Blutwerte von über 300 Schweizer Kaderathleten analysierte, dass mehr als 51 % der Athleten einen Vitamin D Mangel aufwiesen. Vor allem junge Athleten waren häufiger betroffen aber auch Athleten, die häufig drinnen trainieren (beispielsweise viele Hallensportarten). Zudem spielte auch der Zeitpunkt der Vitamin D Kontrolle eine grosse Rolle, da im Winter häufig sehr tiefe Werte beobachtet werden können und im Sommer, durch die vermehrte Sonnenexposition, eher höhere Vitamin D Werte auftreten. Eine Studie, welche die Vitamin D Werte der Schweizer Rollstuhlathleten ausgewertet hat, zeigte ein noch grösseres Vorkommen von Vitamin D Mangel. Bis zu 84 % dieser Athleten waren im Schweizer Winter von einem Mangel betroffen. Es wird deshalb empfohlen, den Vitamin D Status im Herbst oder Winter kontrollieren zu lassen und im Falle eines Vitamin D Mangels zu supplementieren.

Messung des Vitamin D Status im Herbst/Winter

Ob ein Mangel an Vitamin D die Leistung negativ beeinflusst, bleibt vorerst noch unklar. Durch die Supplementation mit Vitamin D konnte eine Reduktion von Stürzen, eine Verbesserung des Ganges und eine verbesserte Muskelkraft bei älteren Personen mit einem Vitamin D Mangel festgestellt werden. Bei Athleten wurden verbesserte Sprintzeiten, sowie ein positiver Einfluss auf die muskuläre Leistung und Sprungkraft beobachtet. Es gibt jedoch auch andere Studien, welche keinen Einfluss der Supplementation auf die Leistung zeigten. Aufgrund unterschiedlich gewählter Dosierungen konnte in einigen dieser Studien der optimale Vitamin D Status (über 75 nmol/L) nicht erreicht werden. Dies erschwert zusätzlich den Vergleich der vorliegenden Ergebnisse. Basierend auf der geringen Datenlage und der unterschiedlichen Resultaten sind zwingend weitere Studien erforderlich, um den Zusammenhang  eines Vitamin D Mangels mit der Leistungsfähigkeit abschliessend zu beurteilen.

Tipp

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Teste im Herbst/Winter deinen Vitamin D Status und supplementiere gegebenenfalls während dieser Jahreszeit. Da im Winter in unseren Breitengraden sehr wenig bis kein Vitamin D in der Haut gebildet wird, empfiehlt sich auch ein Aufenthalt in den südlichen Regionen (Äquatornähe) während dieser Zeit. Im Sommer reicht eine Viertelstunde zur Produktion der Tagesration an Vitamin D, danach unbedingt mit Sonnenschutz schützen.

In unserem Shop findest du Vitamin D Supplemente.

Joëlle FlückDieser Blogbeitrag wurde von Dr. sc. nat. Joëlle Flück verfasst. Sie arbeitet als Sportwissenschaftlerin in der Sportmedizin Nottwil. Sie testet nicht nur die Leistung der Athleten, sondern führt selbst auch Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Sporternährung auch. Als ehemalige Mittelstreckenläuferin läuft sie immer noch täglich und weist eine 10km Bestzeit von 36:07 min auf. 

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2 Comments

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  • Hallo

    Nur hochdosiert hilft Vitamin D3. Die Dosierungsvorschläge von den Medizinern sind nicht nachvollziehbar und reichen nicht aus! Natürlich muss die Hochdosierung unter Kontrolle des Wertes gemacht werden. Mein Wert ist bei 130 und ich fühle mich sehr wohl dabei. Kronische Schmerzen sind Vergangenheit und die sportlichen Leistungen sind gestiegen. Auch das Geistigewohlbefinden hat sich mit der Hochdosierung von Vitamin D3 stark ins positive verändert.
    Dazu sollte aber auch unbedingt Magnesium (braucht es um D3 aufzunehmen) und K2 (gegen die bekannten Nebenwirkungen) in ausreichender Menge ein genommen werden.

    Das sind die Erfahrungen eines Hobbysportlers (ca.10 h Sport/Woche)

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