Schöne Laufrunden in der Schweiz: Teil eins

Laufen kann man überall. Manche mögen es steil, andere flach, manche Strassen, andere kleine Pfade. Wir haben fleissige Laufbegeisterte aus der ganzen Schweiz zu ihren Lieblings-Laufrunden befragt. In diesem Teil stellen dir Christin (Luzern), Michel (Basel), Anita (Uri) und Stefan (Winterthur) ihre liebsten Laufrouten vor. 

Alle hier vorgestellten Läuferinnen und Läufer sind aktive Instagram-Nutzer. Wir haben ihre Benutzernamen angegeben, für den Fall, dass du ihnen bei ihren Laufaktivitäten folgen möchtest.

LUZERN – Christin (@christinh89)

Diese Route ist für mich der perfekte Abschluss nach einem langen Arbeitstag oder ein super Start ins Wochenende, wenn ich nicht allzuviel Zeit für einen langen Lauf habe, aber auch nicht nur 5 km joggen möchte. Die Route startet in der Nähe vom Luzerner Stadion, führt Richtung Horw und anschliessend Richtung Kastanienbaum wieder zurück nach Luzern.

Während dem Lauf hat man super Ausssichten auf den Pilatus und die Rigi und kann während einer kurzen Pause das Panorama des Vierwaldstättersees auf sich wirken lassen. Wenn ich etwas länger laufen möchte, baue ich nach Belieben noch ein paar Runden auf der Laufbahn in der Siwsspor Arena ein. 🙂

 

BASEL – Michel (@kohmic79)

Meine Lieblingslaufrunde führt mich von der Bäumlihofstrasse durch das Hirzbrunnenquartier, direkt in die Langen Erlen – einem Erholungsgebiet mit Wald, Wiesen und Bächen. Von da aus geht es quer durch den Wald bis nach Riehen. Entlang der schönen “Wiese” – einem Fluss durch die Langen Erlen – führt mich meine Route bis kurz über die Deutsche Grenze bei Lörrach. Beim Kreisel kurz nach der Grenze quere ich rüber über die Dammstrasse bis wieder auf die Schweizer Seite in den Lettackerweg. Der Weg führt mich weiter durch die Quartiere in Riehen zum Eisenbahnweg und schlussendlich zum Grenzacherweg, auf welchem ich dann bis zum Hörnli wieder nach Basel zurück jogge. Der letzte Teil führt hinab auf dem Kohlistieg hinunter zur Habermatten und wieder zurück auf die Bäumlihofstrasse, auf welcher ich dann wieder bis nach Hause jogge. Vielleicht mit einem letzten Sprint bis vor die Haustüre.

Ich mag diese Strecke aus verschiedensten Gründen. Einerseits kann ich direkt von zu Hause los joggen und bin nach nur wenigen Metern (ca. 900m) im Wald. Ich kann abschalten, die Natur geniessen, den Vögeln und dem Rauschen der Bäche zuhören und dabei einfach mal gedanklich die Seele baumeln lassen. Andererseits habe ich dann ab Riehen wieder was mehr “Action” um mich rum. Nach dem Lauf durch den Wald und die Ruhe, geniesse ich es auch wieder dem Quartierleben zuzusehen, Einfamilienhäuschen beim Vorbeilaufen zu sehen, oder einfach auch dem Feierabendleben ein paar Blicke zu widmen. So habe ich auf der Strecke beides: Erholung und Natur, aber auch Quartierleben und ein wenig Action. Nicht zuletzt gefällt mir die Runde auch von der Distanz her. Ich bin Marathon-Läufer und zur Vorbereitung auf Halbmarathons oder Marathons ist diese Laufstrecke ein optimales Training. Ich kann die Strecke bis auf 20 Kilometer erweitern (indem ich nach der Grenze einfach weiter jogge) und dies alles von und bis zu Hause. Ich habe also keine langen Reisewege und kann nach einem regnerischen Lauf direkt unter die Dusche springen. Als ein weiterer wichtiger Effekt dient es mir sehr, dass ich fast überall auf meiner Strecke sehr schnellen Zugang zu den Öffentlichen Verkehrsmittel habe. So kann mir auch im Notfall nicht viel passieren und ich kann mit Tram oder Bus wieder bis fast vor die Haustüre fahren.

Aus all diesen Gründen liebe ich diese Runde. Und werde sie wahrscheinlich noch sehr viele Male geniessen. Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter.

URI – Anita (@anita.uri)

Meine Lieblingslaufstrecke befindet sich in meinem Heimatkanton Uri. Wann immer ich zurück in meiner alten Heimat bin, dürfen Laufschuhe und -kleider im Gepäck nicht fehlen. Nicht selten geniesse ich dabei auf meiner Lieblingslaufstrecke die wunderschöne Natur entlang von See, Fluss und Wald. Die Strecke mit 10.8 km und 65 Höhenmetern eignet sich sowohl für einen Genusslauf wie auch für schnelle Einheiten. Coupierte, anspruchsvolle Elemente wechseln sich mit schnell belaufbaren Teilen ab. Egal welches Training gerade ansteht, die wunderschöne Aussicht auf den Vierwaldstättersee und die Urner Berge entschädigen für manche Strapaze

 

WINTERTHUR – Stefan (@renne_auf_und_ab)

Die Kyburg ist ein Schloss beim gleichnamigen Dorf (Kyburg ZH) in der Gemeinde Illnau-Effretikon in der Schweiz. Es liegt südlich von Winterthur hoch über der Töss und geht auf eine mittelalterliche Burg zurück. Die Kyburg ist als Kulturgut von nationaler Bedeutung eingestuft. Aber die ganze Kyburg-„Arena“ erstreckt sich von Kollbrunn über den Weiler Brünggen  bis weiter leicht ansteigend wo man AUF_ das Plateau der Kyburg gelangt (629 m ü. M.). Der Kyburglauf mit der Hauptdistannz 10km und der berüchtigten Kyburgtreppe von 159HM oder 450 Treppenstufen, startet hier jedes Jahr im November. Der Kyburglauf ist ein lokaler Laufanlass, der für alle Altersklassen und Läufer etwas bietet.

Das Spielparadies beginnt jetzt für mich. Jede Menge Trails die über diverse Bachtobel wieder AB_ zur Töss führen. Ob mit Bike oder rennend, jedes Teilstück hat seine eigenen kurzen knackigen Herausforderungen. Wieder an der Töss entlang besteht die Möglichkeit gleich wieder AUF_ zu steigen Richtung Eschenbergturm. Der aussichtsreiche Eschenberg mit seiner schönen Hofbeiz liegt am Wegrand. Etwas weiter erreicht man den 30 Meter hohen Eschenberger Aussichtsturm. Ab diesem Jahr mit neu errichteten gemütlichen Feuerstellen. Bei klarer Sicht reicht das Panorama vom Säntis über den Tödi bis weit in die Berner Alpen – oder halt eben über die ganze #kyburgtrainingsarena ☺. Weiter in den Wäldern Richtung Winterthur Töss / Breite besteht die Möglichkeit sich auf einem Viteparcour auszutoben und nach dem AB_ stieg beim Reitplatz einzukehren. Oder aber, man rennt entlang der Töss auf den schmalen wurzeligen Singletrails mit leichtem AUF_und_AB bis auch wieder der Reitplatz erreicht wird. Im Leisental, ist dann auch der Start vom 10km Lauf vom Winterthur Marathon. Ende Mai ist es wieder soweit – mein Homerun und Teilsaisonhöhepunkt. Gleich zwei attraktive Läufe in einer, auf kleinem Raum spektakuläre Landschaft. Kleine Bäche, hübsche Wassfällchen, auch steile Tobel, Treppen, weiche Waldwege, knackige kurze Singletrails, breite lange Wanderwege und zum Schluss: Kieswanderwege mit einer mässigen Ansteigung für Steigerungsläufe. (…)

Genau diese aufgezählte Vielfalt rund um die Kyburg macht die Szenerie so speziell. Und zum Schluss. Es liegt auf meinem Arbeitsweg. Wenn ich mit dem Auto zur Arbeit fahre kannst du an der Kyburgbrugg halten und nach dem Einlaufen mit Treppensprints beginnen. Oder mit dem Bike auf dem Heimweg von der Arbeit unterwegs einige Runden mitten durch fahren. Schon viele Kilometer habe ich da verbracht. Warum immer noch die Motivation? Es sind die kleinen Spielchen mit deiner Selbst. Wie viele Laufkilometer kommen zusammen bis ich 1000 HM auf und ab gerannt bin? Welche Wege und Tobel können verbunden werden dass nicht zweimal der gleiche Weg ab zu spulen ist? Wo ist das steilste Stuck? Wie lange ist die Umrundung der Kyburgtrainingsarena? – Und immer noch entdecke ich neue Wege. Ein Lieblingsfleck. Es ist die abwechslungsreiche Möglichkeit der Trainingsgestaltung die diese Region für mich so attraktiv macht.

 

Wir hoffen, dass dich die eine oder andere Runde angesprochen hat und du vielleicht auch bald eine davon ausprobierst. Falls in diesem Teil nichts aus deiner Region dabei war, hoffen wir, dass dies im zweiten Teil der Fall sein wird. Dort werden dir Monika aus Bern, Melina aus Graubünden, Patrick aus dem Wallis und Thomy aus Zürich ihre Lieblingsrouten vorstellen.

Keep on running!

 

Dieser Blogbeitrag wurde verfasst von: Marion Aebi

 

 

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