Vegane Ernährung im Sport – geht das überhaupt?

Wer Sport treibt, braucht Energie und diese müssen wir unserem Körper zur Verfügung stellen, damit er seine vollumfängliche Leistung abrufen kann. Was heisst es für Sportler und Läufer, wenn sie auf jegliche Tierprodukte verzichten? Sport- und Ernährungswissenschaftlerin Dr. sc. nat. Joëlle Flück zeigt uns, welche Konsequenzen eine vegane Ernährung im Sport hat. 

Eine vegane Ernährungsweise wird definiert durch den Verzicht auf alle tierischen Lebensmittel. Man verzichtet nicht nur auf Fleisch und Fisch, sondern auch auf alle Milchprodukte sowie auf Eier oder Honig. Die Unterschiede zu einer vegetarischen Ernährungsweise sind also sehr markant und schlussendlich kann dies unsere Leistung stark beeinflussen. Dieser Beitrag stellt kurz die wesentlichen Unterschiede zu einer ausgewogenen Ernährung dar und geht darauf ein, welcher Problematik Sportler mit veganer Ernährungsweise möglicherweise ausgesetzt sind.

Kohlenhydrate

Ein Sportler hat keinen Grund zur Sorge bei der Kohlenhydratzufuhr, wenn er sich vegan ernährt. Kohlenhydrate kommen vor allem in pflanzlichen Produkten vor und sind deshalb sehr gut verfügbar. Aus diesem Grund sollte der erhöhte Kohlenhydratbedarf im Ausdauersport oder bei Sportlern mit grossem Trainingspensum/Energieverbrauch kein Problem darstellen und gut durch Reis, Kartoffeln oder Getreide abgedeckt werden können. Anders sieht es jedoch bei der Protein- und Fettzufuhr aus.

Fette

Eine vegane Ernährungsweise enthält häufig eine geringere Zufuhr an Fetten insgesamt sowie auch an gesättigten Fettsäuren. Sie zeichnet sich jedoch durch eine grössere Zufuhr an Omega-6-Fettsäuren aus. Diese Komponenten wirken sich positiv auf die Gesundheit im Allgemeinen aus, da zum Beispiel ein tieferes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen beobachtet werden konnte. Wie sich jedoch die totale Fettzufuhr auf hormonelle Faktoren und die sportliche Leistung bei Athleten mit veganer Ernährung auswirkt, muss Gegenstand weiterer Untersuchungen sein. Aufgrund der fehlenden Meeresprodukte kommt es bei der veganen Ernährung häufig zu einer geringeren bis fehlenden Einnahme von Omega-3-Fettsäuren. Diese Fettsäuren sind wichtig für das Wachstum und die Entwicklung und scheinen zudem auch eine wichtige Rolle in der kardiovaskulären Gesundheit zu spielen. Um eine gezielte Supplementation im Bereich Omega-3-Fettsäuren im Sport vollumfänglich empfehlen zu können, braucht es auch hier weitere Forschungsgrundlage.

Proteine

Tierische Lebensmittel sind sehr gute Proteinlieferanten und können besser vom Körper verarbeitet werden als pflanzliche Proteinlieferanten. Dies geht soweit, dass angenommen wird, dass man mehr pflanzliche Proteine zuführen sollte, um die gleiche Proteinverfügbarkeit wie mit tierischen Proteinen zu erreichen. Zu den tierischen Proteinen zählen zum einen Fleisch- und Fischprodukte jedoch auch Milchprodukte oder Eier. Für einen Vegetarier gestaltet sich dabei die Situation etwas einfacher, da er anstelle von Fleisch und Fisch auf Milchprodukte oder auf Eier zurückgreifen kann. Für einen Veganer sieht es schon etwas schwieriger aus, da er sich nur von rein pflanzlichen Proteinlieferanten ernähren kann. Aus der Wissenschaft ist zudem bekannt, dass gerade tierische Proteinarten eine sehr vorteilhafte Zusammensetzung der essentiellen Aminosäuren aufweisen und somit eine bessere muskuläre Adaptation im Sport hervorrufen können als pflanzliche Lebensmittel. Diese zeigen meist ein schlechteres Aminosäurenprofil generell, wobei häufig auch ein geringerer Anteil der essentiellen Aminosäure Leucin vorkommt. Dies könnte dann wiederum zu einem geringeren Kraft- oder Muskelzuwachs führen. Auch in der Regeneration könnte dies möglicherweise zu einer verminderten Wirkung führen. Da momentan die wissenschaftliche Datenlage zur veganen Ernährung im Sport eher spärlich ausfällt, braucht es auch zu diesen Annahmen weitere Forschungsergebnisse.

Mikronährstoffe

Eine vegane Ernährungsweise kann generell einen starken Einfluss auf die Gesundheit haben. Durch eine solche Ernährungsweise entstehen häufig Mangelerscheinungen verschiedener Mikronährstoffe wie Vitamin B12, Eisen oder Vitamin D. Gerade im Sport ist eine gute Gesundheit von absolut zentraler Bedeutung, da nur so ein kontinuierlicher Trainingsfortschritt und somit eine Verbesserung der Leistung gewährleistet werden kann. Besonders die Eisenspeicher sind im Ausdauersport von zentraler Bedeutung, da das Eisen massgeblich zur Produktion bzw. Erneuerung der roten Blutkörperchen beiträgt. Der Eisenspeicher wiederum, bzw. die Aufnahme von neuem Eisen hängt vom Vitamin B12 Status ab. Zudem ist bekannt, dass pflanzliches Eisen im Vergleich zu tierischem Eisen weniger gut aufgenommen wird. Das heisst, dass nicht nur ein Eisenmangel sondern auch ein Vitamin B12 Mangel die Leistung beeinflussen kann. In diesem Fall wird eine medizinisch angeordnete Supplementation mit Zusatzpräparaten unausweichlich.

Ein weiterer Mikronährstoff, welcher häufig von Mangelerscheinungen betroffen ist, ist das Vitamin D (Vitamin D und Sport). Vitamin D ist eigentlich kein richtiges Vitamin sondern eher ein Prohormon und wird durch eine ausreichende Sonneneinstrahlung (v.a. im Sommer) direkt in unserem Körper produziert. Wir können jedoch auch einen begrenzten Anteil an Vitamin D aus der Nahrung aufnehmen. Nahrungsmittel mit einem guten Vitamin D Anteil sind jedoch vor allem tierischer Herkunft (z.B. Milchprodukte oder Fisch). Das heisst, durch eine vegane Ernährung kann ein allfälliger Vitamin D Mangel (ca. 70% der Schweizer Bevölkerung leidet an einem Vitamin D Mangel im Winter) noch verstärkt werden. Da der Vitamin D Status möglicherweise sehr stark mit der muskulären Funktion sowie der Immunfunktion zusammenhängt, ist auch der Athlet im Nachteil, welcher einen Vitamin D Mangel erleidet. Auch hier wird unter fachärztlicher Aufsicht bei einer Mangelerscheinung eine Vitamin D Supplementation empfohlen.

Auch weitere Mikronährstoffe, wie beispielsweise der Kalziumspiegel, können bei einer veganen Ernährungsweise von Mangelerscheinungen betroffen sein. Es gilt deshalb, sich gezielt mit der Thematik auseinanderzusetzen und sich von einer Fachperson beraten zu lassen. Wenige Studien zeigen zudem, dass eine vegane Ernährungsweise einen Einfluss auf die Kreatin-Speicher in der Muskulatur hat. Das heisst, die Kreatin-Speicher sind nicht ausreichend gefüllt und somit ist die Wirkung einer Trainingseinheit oder die Leistung in gewissen Situationen und in gewissen Sportarten (Bsp. 100m Sprint) möglicherweise eingeschränkt. Auch dies ist ein Punkt, welcher beachtet werden muss, wenn man als Athlet eine vegane Ernährung pflegt oder wenn man einen veganen Athleten im Bereich der Sporternährung berät.

Zusammenfassung und Fazit

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass eine vegane Ernährungsweise meist eine tiefere Kalorienaufnahme, einen geringeren Protein- und Fettanteil, weniger Vitamin B12, Kalzium und Iod enthält. Die Verdauung und Absorption von Nährstoffen wie Kalzium, Protein, Eisen und Zink kann zudem eine weitere Erschwerung darstellen. Unter Berücksichtigung all der genannten Punkte, ist es durchaus möglich, die Bedürfnisse des Athleten abdecken zu können. Es ist jedoch zwingend nötig, sich mit einer ausgewiesenen Fachperson in Verbindung zu setzen, um die Ernährung und eine mögliche Supplementation soweit zu planen, dass die Gesundheit bzw. die Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt wird. Wenn dies erreicht wurde, macht es wohl auch Sinn, sich mit einer Fachperson in Sporternährung zusammenzusetzen, um einen allfälligen Einsatz von gewissen Supplementen (Bsp. Proteine, Kreatin) zu besprechen. Für die allgemeine Gesundheit und Leistungsfähigkeit ist es auch für Hobbysportler sinnvoll, sich an eine Fachperson in Ernährung zu wenden, um Mangelerscheinungen zu vermeiden.

 

Joëlle FlückDieser Blogbeitrag wurde von der Sport- und Ernährungswissenschaftlerin Dr. sc. nat. Joëlle Flück verfasst. Sie arbeitet in der Sportmedizin in Nottwil und betreut dort sport- und ernährungswissenschaftlich Athleten aller Leistungsstufen bis hin zum Leistungssportler. Gleichzeitig führt sie auch selbst Studien im Sporternährungsbereich durch und ist Vizepräsidentin der Swiss Sports Nutrition Society. Als ehemalige Mittelstreckenläuferin hat sie unzählige Medaillen an Schweizermeisterschaften gewonnen und ist heute auf längeren Distanzen unterwegs.

Weitere Blogartikel von Dr. sc. nat. Joëlle Flück auf unserem Blog:

Wie erreiche ich mein Wettkampfgewicht? 

Regeneration fördern – ist ein Recovery-Drink wirklich nötig?

Kohlenhydratperiodisierung zur Leistungssteigerung

Vitamin D und Sport

Randensaft und Ausdauerleistung

Weiterführende wissenschaftliche Literatur zum Thema vegane Ernährung im Sport

Anmerkung: Diese Auflistung wurde im Nachhinein hinzugefügt. Diese Literatur diente als Basis für den Artikel.

Rogerson D., Vegan diets: practical advice for athletes and exercisers. J Int Soc Sports Nutr. 2017

Clarys P. et al. Comparison of nutritional quality of the vegan, vegetarian, semi-vegetarian, pesco-vegetarian and omnivorous diet. Nutrients. 2014

Kohlenhydrate

Burke L. et al. Carbohydrates for training and competition. J Sports Sci. 2011

Burke L. Re-examining high- fat diets for sports performance: did we call the ‘nail in the coffin’ too soon? Sports Med. 2015

Jeukendrup AE. Nutrition for endurance sports: Marathon, triathlon, and road cycling. J Sports Sci. 2011

Proteine

Van Vliet S, Burd NA, Van Loon LJ. The skeletal muscle anabolic response to: plant-versus animal-based protein consumption. J Nutr. 2015

Joy JM. et al. The effects of 8 weeks of whey or rice protein supplementation on body composition and exercise performance. Nutr J. 2013

Tang JE. et al. Ingestion of whey hydrolysate, casein, or soy protein isolate: effects on mixed muscle protein synthesis at rest and following resistance exercise in young men. J App Phys. 2009

Phillips SM. The impact of protein quality on the promotion of resistance exercise- induced changes in muscle mass. Nutr Metab. 2016

Leser S. The 2013 FAO report on dietary protein quality evaluation in human nutrition: recommendations and implications. Nutr Bull. 2013

Fett

Simopoulos AP. Omega-3 fatty acids and athletics. Cur Sports Med Rep.2007

Rosell MS. et al. Longchain n- 3 polyunsaturated fatty acids in plasma in British meat- eating, vegetarian, and vegan men. Am J Clin Nutr. 2005

Williams CM, Burdge G. Long-chain n− 3 PUFA: plant v. Marine sources. Pr Nutr Soc. 2006

Mikronährstoffe

Lightowler HJ, Davies GJ. Iodine intake and iodine deficiency in vegans as assessed by the duplicate- portion technique and urinary iodine excretion. Br J Nutr. 1998

Rauma AL, Törmälä ML, Nenonen M, Hänninen O. Iodine status in vegans consuming a living food diet. Nutr Res. 1994

Crowe FL, Steur M, Allen NE, Appleby PN, Travis RC, Key TJ. Plasma concentrations of 25-hydroxyvitamin D in meat eaters, fish eaters, vegetarians and vegans: results from the EPIC–Oxford study. Public Health Nutr. 2011;14(02):340–6.

Ceglia L. Vitamin D and skeletal muscle tissue and function. Mol Asp Med. 2008

Larson-Meyer DE, Willis KS. Vitamin D and athletes. Curr Sports Med Rep. 2010

Lönnerdal B. Dietary factors influencing zinc absorption. J Nutr. 2000

Ball MJ, Ackland ML. Zinc intake and status in Australian vegetarians. Br J Nutr. 2000

Hunt J. Moving toward a plant- based diet: are iron and zinc at risk? Nutr Rev. 2002

Pawlak R, Babatunde SELT. The prevalence of cobalamin deficiency among vegetarians assessed by serum vitamin B12: a review of literature. Eur J Clin Nutr. 2016

Kreatin

Burke LM. et al. Effect of creatine and weight training on muscle creatine and performance in vegetarians. Med Sci Sports Exerc. 2003

Harris RC. et al. Elevation of creatine in resting and exercised muscle of normal subjects by creatine supplementation. Clin Sci. 1992.

Lukaszuk JM. et al. Effect of creatine supplementation and a lacto-ovo-vegetarian diet on muscle creatine concentration. Int J Sport Nutr Exerc Metab. 2002

Buford TW.et al. International Society of Sports Nutrition position stand: creatine supplementation and exercise. J Int Soc Sports Nutr. 2007

24 Comments

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  • Wen man von Swissmilk unterstützt wird, ist es klar, dass man versucht der veganen Ernährung Mängel anzuhängen.

    Namen wir Patrik Baboumian (Bodybuilder), Brendan Brazier (Triathlet), Dirk Nowitzki (Basketball) und viele mehr beweisen, dass auch im Leistungssport vegane Ernährung immer mehr Anklang findet.
    Ich finde es einfach traurig, wenn man solche Berichte liest, darunter dann aber immer steht, es gäbe eh noch nicht genug Erkenntnisse und dann aber den Leuten erzählen möchte, man müsste ohne Ende Zusatzstoffe supplementieren.

    Ich bin keine Leistungssportlerin, jedoch ambitionierte Hobbysportlerin, seit 22 Jahren vegetarisch, seit 4 Jahren vegan. Ich habe noch NIE Mangelerscheinungen gehabt (Eisen als übliches Problem der Frau klammere ich hier aus!), in meinem ganzen Leben nicht einmal, der Grossteil meiner omnivoren Familie jedoch regelmässig.

    Was der Veganer als erstes feststellt, ist die vermehrte Energie und Regenerationsfähigkeit des Körpers, entgegen dem, was uns im Artikel erzählt wird.

    Und zu guter Letzt, Nahrungsergänzungsmittel sind NICHT für Veganer erfunden worden, diese finden sich bereits in den Regalen der Supermärkte, lange bevor das Wort Vegan überhaupt aufgekommen ist.

    Aber eben, mit Swissmilk als Gönner erwarte ich keine Objektivität.

  • Was für ein Artikel… Es gibt wirklich genug Profi-Sportlerinnen und Sportler, die beweisen, dass eine vegane Ernährung überhaupt kein Problem ist. Aber ja, die Fleisch- und Milchindustrie ist mächtig und möchte mit allen Mitteln verhindern, dass immer mehr Menschen sich der Tiere, der Gesundheit und der Umwelt zuliebe vegan ernähren. Mit Swissmilk als Sponsor ist leider kein ausgewogener und neutraler Bericht möglich. Schade.

  • Der Artikel ist völlig unseriös, die Aussage meine ich damit nicht einmal, aber wenn zuhauf Formulierungen „könnte, „scheinen“, „möglicherweise“ und „es braucht noch weitere Forschungsergebnisse“ verwendet werden, was ist die Aussage dann überhaupt wert? Es gibt keine nachgewiesene Korrelation, nicht einmal kausale Zusammenhänge, die vorgebracht werden. Da könnte man genauso gut schreiben: als Veganer bekommt man zu wenig Eisen, das KÖNNTE zu Depressionen und kriminellen Handlungen führen.

    Gegenbeispiele wurde bereits genannt, ich führe noch mal Scott Jurek als einen der leistungsfähigsten Ultraläufer der Welt an.

    Liebes runningcoach-Team, ich habe zwar gerade kein Abo mehr bei euch, aber wenn ich es hätte, würde ich mir ernsthaft die Frage stellen, ob solch ein Artikel die Qualität eures Angebots repräsentiert. Ich mochte eure Trainingspläne früher sehr, aber ihr solltet diese nicht mit solchen Artikeln in Zweifel ziehen.

  • Dieser Berich ist absuluter blödsinn, allein vom lesen hätte ich mich fast übergeben.

    Ich kenne mich nicht 100% mit Nährwerte, Aminosäure und co. aus. Jedoch lebe ich seit 5 Jahren Vegan, und mach Kraft und Ausdauersport. Mir fehlt es an nichts! Es gibt genug Profisportler, die beweisen das man nichts zubefürchten hat.

  • Dieser Artikel strotzt von Fehlern, nicht belegten Behauptungen und Vermutungen und erweckt den Anschein, von der Milch- und Fleischlobby gesponsert zu sein.

    Schade dass Runnincoach sowas auf seinen Seiten veröffentlicht und sich damit wohl identifiziert. ich habe seither gerne mitgelesen und schon in Erwägung gezogen, das Heft zu abonnieren. Aber so einen Blödsinn möchte ich nicht auch noch unterstützen.

    Die Dame die das geschrieben hat möge doch bitte Quellen benennen und belegen was sie da in die Welt setzt.

  • Schade, wirklich schade dass die Lügen an die Konsumenten nicht aufhören wollen…. Leute glaubt bitte nicht jeden Scheiss!! Kein Mensch braucht Tiere zu essen oder deren Milch bzw Eier zu essen. Man lebt gesünder und besser ohne dass dafür Lebewesen leiden und sterben müssen…

  • Leider ein aus meiner Sicht sehr unseriöser Artikel.

    Vor allen Punkten die gegen eine vegane Ernährung sprechen steht ein könnte. Sowas führt nur zur Verunsicherung…

    Ich kann nur aus meiner persönlichen Erfahrung sprechen, aber ich bin deutlich fitter und leistungsfähiger als vor der Umstellung auf vegan.

  • Schade, dass solche fehlerhaften Artikel veröffentlicht werden…
    Zumal es x seriöse Studien gibt die belegen, dass Veganer viel gesünder sind und kaum an Herzkreislauferkrankungen leiden. Es gibt so viele Spitzensportler, die daher vegan leben (siehe „The Game Changers“).
    Wie sieht es denn mit dem zu hohen Konsum an Protein, Omega-6-Fettsäuren und Fett aus, die durch Konsumieren von tierischen Produkten aufgenommen werden? Und noch zum Schluss, Protein stammt immer von Pflanzen! Die Aussage, dass wir es durch Fleisch besser aufnehmen als über pflanzliche Lebensmittel ist totaler Schwachsinn!
    Ich hoffe, dass der nächste Artikel über Veganismus etwas besser recherchiert wurde.

  • Hallo FRau Flück
    Also ich finde den Beitrag im Gegensatz zu meinen Vorrednern äusserst interessant. Sie haben ja nur die Fakten auf den Tisch gelegt… ich habe selbst schon versucht vegan zu leben, aber gut, dass einem der Spiegel vor den Kopf gehalten wird. das ist manchmal schwierig zu aktzeptieren. ABer das wissen wir ja eigentlich alle

    • Fakten? ich lese da keine Fakten, sondern nur Vermutungen. Und was das mit Spiegel vorhalten zu tun hat, ist mir ein Rätsel. Wie gesagt, ich lebe vegan und bin sehr gesund – und mit mir noch viele andere Menschen auf dieser Welt.

      • Es ist spannend aber auch erschreckend die Kommentare zu lesen. Die fast ausschliesslichen negativen Kommentare zu diesem Artikel erinnern mich an eine Hexenjagd. Der Artikel ist seriös, fundiert und ich keiner Art und Weise wertend! Auch ist der Artikel unabhängig. Nirgends wird erwähnt, dass vegane Ernährung abzulehnen sei. Dass dieser Artikel von gewissen Stellen unterstützt wird (z.B. Swissmilk) ist reine Spekulation. Solche Spekulationen in die Welt zu setzen ist unseriös.

        • Nur weil gut informierte Menschen ihren Unmut und eine Gegenposition zur Autorin kundtun, hat das mit Hexenjagd nichts zu tun. Und seriös ist der Artikel schon gar nicht, wenn nur mit Spekulationen argumentiert wird. Und wertend ist der Artikel schon, der er trifft eine Aussage, dass Sport und vegan schwierig und kompliziert und nur mit externer Hilfe möglich sei.
          Und zum Thema Sponsoring bzw. Beeinflussung der Aussage: das nicht zu glauben ist ein bischen naiv, nehmen sie es mir nicht übel.

  • Die Frau ist nicht gut, bzw von Ihren Sponsoren geleitet. Warum es gibt genug Top Sportler, die sich vegan ernähren, und Top Leistungen abrufen, warum soll ich B12 über das Mit Antibiotika vollgestopfte Tier verwenden, und warum sind etwa 80% mit einem zu niedrigen Vitamin D Spiegel unterwegs, aber es gibt gerade mal 1% Veganer. Die meisten Veganer essen gesünder, und stopfen sich nicht mit soviel Zucker, oder Fertigprodukte voll. Fertigprodukte machen einen fertig. Über 70% der Allesesser sind zu Fett, bei den veganern ist das anders herum.

    Bitte verwendet doch einfach qualifiziertere Personen, für so ein Thema.

    https://youtu.be/yByg2iuoFt8

  • Unglaublich, soviel quatsch obwohl sie Wissenschaftlerin ist! Ich bin (eine Niederländische) 65+, Leistungssportlerin (Laufen), Vegetariër seit 1985, dann Vegan seit 2012. Ich kenne mich mit Ernährung besser aus als meine Freunde, Familie und Nachbarn. Von dem vernehme ich wie-viele Krankheiten wegen Mangelernährung die bekommen, trotz junge alter.

  • Es ist echt schade solche Steinzeitartikel in einem Sportmagazin zu lesen. Dabei wechseln doch immer mehr Leistungsprofisportler zu veganer Ernährung und beweisen damit das es sehr gut funktioniert. Ich bin im Sportteam Team Vegan.at und unsere Athleten sind immer vorn dabei und das ist kein Leistungsorientiertes Team, sondern basiert auf Spass am Sport. Z.B. die Österreichische Staatmeisterin im Ultralauf Sabrina Lederle gehört hum Team um nur 1 zu nennen. Wie oft wird den relevante B12 Wert bei Fleischessern getestet? So gut wie Nie, denn den Test dafür muss man aus eigener Tasche zahlen. Es ist aber so das jeder auf seine Vitaminzufuhr achten sollte, denn nicht jeder nimmt es gleich auf. Vitamin D ist kein Veganer Problem sondern ein Breitengradproblem. Vitamin D kann nicht über die Nahrung aufgenommen werden und JEDER sollte ab Herbst mit einer Supplementation beginnen und einem Mangel im Winter so vorbeugen. Ich lebe seit knapp 4 Jahren vegan und meine Werte sind top, KEINE Mängel, im Gegensatz zu meinem Blutbild vor der Umstellung. Aber wenn der Artikel jemanden als Rechfertigung dient, doch nicht vegan zu leben, dann hat man 1. Veganismus nicht verstanden, 2. Das falsche WARUM gehabt und 3. Sich nicht genug darauf vorbereitet und informiert.

  • Ich habe mich mehr als 20 Jahre lang vegan ernährt und bin heute der Überzeugung, dass das ein Fehler war. Die vegane Idee ist zweifellos sympathisch, aber vegan hat der Mensch sich niemals zum Menschen entwickelt. Und vegan, also mit dem Glucosestoffwechsel, mit der Kohlenhydrate-Mast, läuft und lebt man äußerst uneffektiv und meiner Meinung nach auch ungesund; denn es gibt keinen ineffektiveren Stoffwechsel als den Glucosestoffwechsel, der das ganze Organsystem überfordert und nach Diabetes geradezu schreit und der im Laufsport etwa ein schlechter, sehr schlechter Energielieferant ist. Man könnte als Veganer natürlich auch versuchen, sich vegan ketogen zu ernähren. Theoretisch wäre das sicher möglich. Man müsste eben auf die Zufuhr relativ großer Mengen guter Fette achten, hier vor allem Kokosfett und Omega-3-Fettsäuren. Kokosfett enthält die lange (und teilweise immer noch) verteufelten gesättigten Fettsäuren, die aber in Wahrheit die viel wichtigeren als die ungesättigten sind, und zweifellos auch die gesünderen. Jedenfalls sollte man sich vor den Omega-6-Fettsäuren in Acht nehmen, weil die nun wirklich nur in sehr, sehr geringen Mengen in den Körper sollten, was schwierig wird, wenn man vor allem Pflanzenöle konsumiert. Ich kenne viele Veganer, ältere Veganer, die mit Altersflecken durch die Gegend traben. Die haben sie sich von ihren Kohlenhydraten und Pflanzenölen eingefangen. Zudem ist die Eiweißversorgung bei Veganern äußerst schwierig. Die widerlichen, schwer verdaulichen Soja- und Weizeneiweiße, die angeboten werden, kann man kurz unter der Überschrift „Krankmacher“ in die Tonne klopfen. So etwas kann man weder essen noch davon gesund und fit bleiben. Wer sich das Ernährungsrepertoire eines Veganers ansieht, der findet darin kaum etwas natürlichen Ursprungs, jedenfalls was die Eiweißzufuhr angeht. Die aber und die Fettzufuhr bedeuten die wichigste Grundlage in der Ernährung. Kohlenhydrate kann man getrost vergessen und jene, die in konzentrierter Form als Zucker, Getreide und Produkte daraus daherkommen, würde ich als pures Gift bezeichnen. Selbst Obst in der heutigen, überzüchteten Qualiät, vor Fruchtzucker nur so strotzend, gab es in der Evolution niemals und findet kein Lebewesen irgendwo in einem Urwald etwa. Dort wachsen keine Obsplantagen deren Produkte sich aber bei uns in den Supermärkten geradezu stapeln. Das Zeug wird industriell hergestellt und diese Industrie hat MArketingkonzepte entwickelt, die uns seit Jahren erzählen, jede Menge Obst sei gesund. So ist es aber ganz und gar nicht, weil mindestens der menschliche Organismus nicht dafür geschaffen ist, kiloweise Fruchzucker zu verdauen. Das kann er nämlich noch schlechter also sich von Glucose tracktieren zu lassen.

    Ja, vegan ist sympathisch, aber weder gesund noch natürlich. Vegan ist eine Ideologie, ein romatisches, kultürliches Produkt , das den Menschen weg von der Gesundheit führt. Ich gehe jede Wette ein, dass ein Vergleich zwischen sich natürlich ernährenden Ketoganern, die diesem, eigentlich natürlichen SToffwechsell folgen und Veganern sehr deutlich erkennen ließe, wer hier natürlich und gesund lebt. Ich rede nicht von der Mehrheit, die sich nach wie vor mit sozusagen allem vollstopft, Kohlenhydrate genauso verschlingt wie tierische Produkte und so weiter, sondern von Leuten wie mir, die auf eine hohe Fettzufuhr, bei mir sind es zirka 70 Prozent der Gesamtkalorien, auf sehr viel Gemüse (sehr geringer, vernachlässigbarer Kohlenhydrateanteil) und auf die entsprechende Eiweißzufuhr, die bei mir bei etwa ein Gramm/Kilo Körpergewicht liegt, achten. Eiweiß beziehe ich aus den Quellen Fsch, Eier und Erbsen- wie Reiseiweißpulver. Hinzu kommen noch einige Nahrungsergänzungen wie spezielle Mineralstoff- und Vitamine-Mischungen, die ich seit mehr als dreißig Jahren nehme und eben gute Erfahrungen damit gemacht habe. Alles in allem esse ich, trotz ziemlich großer Aktivität, recht wenig an Masse, komme aber durch die hohe Fettzufuhr (Kokosfett, Leinöl, Olivenöl, Butterschmaltz oder Ghee und die Fette aus Fischen und Eiern) auf sehr gute Energiewerte, die mir beim Laufen sozusagen ohne Ende zur Verfügung stehen.

    Ich laufe täglich, wobei ich jeden zweiten Tag nur 20 bis 30 Minuten sehr langsam und entspannt trabe, leichte Wege ohne große Anstiege benutze. Die anderen Tage laufe ich im Schnitt 40 bis 75 Minuten und einmal, am Wochenende, entweder Sonnabend oder Sonntag, bis zu 150 Minuten. Hinzu kommen noch etwas leichter Kraftsport und viel Beweglichkeitsübungen, darunter Yoga- und Quigong-Elemente. Das hört sich viel an, ist aber alles nicht so umwerfend viel, wenn man die Glotze eingetreten und die Versicherung voll bezahlt hat…kleiner Scherz, aber die Glotze findet man tatsächlich nicht in meinem Haushalt.

    Vielen Dank und sorry für die Fehler, die sich vielleicht eingeschlichen haben!

    Michael

    • Das klingt ja interessant, könnten sie das näher erläutern und mit Quellen belegen?

      „Und vegan, also mit dem Glucosestoffwechsel, mit der Kohlenhydrate-Mast, läuft und lebt man äußerst uneffektiv und meiner Meinung nach auch ungesund; denn es gibt keinen ineffektiveren Stoffwechsel als den Glucosestoffwechsel,“

      Wieso ist vegan=Glucosestoffwechsel? Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Und warum sollen Kohlehydrate ein sehr schlechter Energielieferant sein? Die Energiemenge pro Gramm ist sicherlich nur halb so groß wie bei Fett, allerdings wird wesentlich schneller Energie geliefert und vor allem bei Sauerstoffschuld gibt es Energie aus KH und nicht aus Fett.
      Und nach welche Quelle sind die gesättigten Fettsäuren die gesünderen?
      Und wieso kommen Altersflecken bei Veganern von Kohlehydraten (bei nicht Veganern etwa nicht? Bzw. wieso??)

      Und wenn vegan schlecht weil unnatürlich ist, wieso liegt ihr Fettanteil dann bei 70%? Soll das natürlich sein? Und ihre Mineralstoff- und Viatminmischungen…hat die jemals ein Lebewesen in der Evolution im Urwald wachsen sehen?
      Und wieso hat Gemüse einen geringen Kohlehdrytanteil? Gemüse besteht zum Großteil aus Kohlehydraten.

      Und zu guter Letzt: was zur Hölle ist so äußerst schwierig an der Eiweißversorgung?? Kennen Sie nur Soja und Weizeneiweiß??? Es gibt da z.B. auch noch sowas wie Hülsenfrüchte, Linsen und Bohnen und so nen Krempel.

      Und zu:
      „Wer sich das Ernährungsrepertoire eines Veganers ansieht, der findet darin kaum etwas natürlichen Ursprungs“
      Das strotzt von blanker Unkenntnis des Durchschnittveganers.

      Und: dass Kohlenhdryte in der Ernährung getrost zu vergessen seien findet sich sicher in keiner seriösen Quelle.

  • bitte mal die Sponsoren dieses Berichts beachten, und dann selber überlegen, ob das vermeintliche ,Fachwissen’ wohl wirklich für diesen Artikel ausreicht.
    Mein Mann, vegan lebend, bestreitet regelmässig Sportwettkämpfe in den vorderen Rängen, ohne Mangelerscheinungen.

  • von welchen sponsoren redet ihr genau?? ich seh nirgends sponsoren die in irgend einer weise etwas mit essen zu tun haben?

    • Die Swiss Sports Nutrition Society, die dick unter dem Artikel aufgeführt ist und deren Vizepräsidentin die Autorin ist.

    • Besagte Swiss Sports Nutrition Society hat unter anderem Swissmilk als Gönner, dies ist auf der Homepage problemlos zu finden.
      Und damit ein solcher Gönner nicht abspringt oder die Unterstützung einstellt oder kürzt, wird man nie versuchen, einen sachlichen objektiven Artikel herauszubringen, welcher Swissmilk oder den anderen Gönnern in irgendeiner Art und Weise finanziellen Schaden zufügen könnte.
      Ist für mich simple Logik, denn so funktioniert die Welt heute leider.
      Geld Geld und nochmals Geld…

      Weiteres Beispiel ist der schweizerische Verband der Ernährungsberater, schaut man sich die Sponsoren und Förderer an, kann einem nur schlecht werden!
      http://www.svde-asdd.ch/verband/unsere-partner/foerderer-und-sponsoren/

      Wie soll man unter diesen Umständen objektive Beratungen erwarten dürfen?

  • Es steht am Ende „Für die allgemeine Gesundheit und Leistungsfähigkeit ist es auch für Hobbysportler sinnvoll, sich an eine Fachperson in Ernährung zu wenden, um Mangelerscheinungen zu vermeiden.“
    => als „Fachperson“ hat sich die Autorin total disqualifiziert! 🙂
    Natürlich kann man vegan sein, und Topathlet oder Hobbysportler sein!
    Ich laufe 4-5 Marathons oder Ultra pro Jahr, bald meinen 68. in Berlin, und ernähre mich vegan!

  • Zuerst möchte ich hier anbringen, dass es mich erstaunt wie viele Leute eine promovierte Ernährungswissenschaftlerin angreifen und deren Erfahrungen im eigenen Leben und eignen Körper als gegeben und auf alle anwendbar sehen. Zum anderen ist es erstaunlich, dass einige Leute über angebliche Studien berichten, die belegen sollen, dass Ihre Erfahrungen und ihr Lebensstil stützen. Wenn solche Aussagen gemacht werden, dann bitte sehr wie die Autorin die Referenz angeben.
    Weiter muss ich sagen, dass das wissenschaftliche Verständnis in dieser Diskussionsrunde wohl nicht gerade sehr Ausgeprägt ist. Eine wissenschaftliche Studie im Zusammenhang mit Ernährung und Medizin ergibt ein Trend und eine Eintreffenswahrscheinlichkeit. Der Artikel sagt in keiner Art und Weise, dass Vegan und Profisport nicht zusammen funktionieren kann oder wird. Es wird nahegelegt eine Fachperson bei zu ziehen, um einer Mangelerscheinung vorzubeugen. Ich nehme mal an, dass alle diejenigen, welche einen Kommentar in diese Diskussionsrunde gepostet haben, exakt ihre Blutwerte überwachen und ihren Stoffwechselzyklus kennen, dokumentiert haben und genau wissen welche Symptome eine Mangelerscheinung als Ursache haben. Genau aus diesem Grund führe ich für mich ein Ernährungstagebuch.
    Wenn es so viele Vegan lebende Amateur resp Profisportler gibt, könnten wir doch eine wissenschaftliche Studie anstreben, welche unter dem Gesichtspunkt der Biostatistik mit einer Kontrollgruppe durchgeführt wird. Ich bin nicht gegen Vegan -überhaupt nicht-, ich bin gegen polemische Diskussionen und Anfeindungen gegen eine Person, welche nach meiner Meinung seriös aufgezeigt hat welche Einflüsse möglich und wahrscheinlich sind.

    Berg – Marathonläufer.

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