Läufer, aufgepasst mit der Achillessehne!

Schmerzen in der Achillessehne treten oft bei einer plötzlichen Erhöhung der Trainingsintensität ein und dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Für Abhilfe sorgen Ruhe und spezielle Übungen.

Die Achillessehne als Verlängerung der Beinmuskeln hat die Aufgabe, die im Bein aufgebaute Kraft an den Fuss weiterzuleiten, damit er sich bewegen kann. Die Achillessehne dient auch zur Stabilisierung des Körpers beim Laufen und verhindert, dass man vornüber fällt.

Rhythmuswechsel

Schmerzen in der Achillessehne können beim Laufen auftreten, wenn die Trainingseinheiten plötzlich länger werden. Wie alle Körperteile benötigt auch die Achillessehne Zeit, um sich an ungewohnte körperliche Anstrengungen anzupassen. Um Schmerzen vorzubeugen, empfiehlt es sich daher, die Trainingsbelastung nach und nach zu erhöhen. Die Laufunterlage sowie ihre Neigung können in gewissen Fällen ebenfalls zu Schmerzen in der Sehne führen, obwohl man mit guten Schuhen heute auch auf Asphalt laufen kann.

Ruhe und Stretching

Ein Problem in der Achillessehne erkennt man nicht immer sofort. Meistens verspürt man bei Laufbeginn einen leichten Schmerz, der verschwindet, wenn die Muskeln warm werden, nach der Anstrengung aber wieder zurückkehrt. So ist es manchmal schwierig, im richtigen Zeitpunkt eine Diagnose zu stellen. Wer ein Problem in der Achillessehne vermutet, sollte sich unbedingt schonen und längere Ruhepausen einschalten, damit sich die Sehne von der körperlichen Anstrengung erholen kann. Wenn Sie weiter trainieren wollen, wählen Sie eine Sportart, die ihre Gelenke weniger belastet, zum Beispiel Velofahren oder Schwimmen. Dehnungs- und Lockerungsübungen (exzentrisches Training) wie zum Beispiel Treppensteigen auf den Zehenspitzen können ebenfalls zur Stabilisierung und Stärkung der Sehne beitragen. Nehmen Sie den Schmerz auf keinen Fall auf die leichte Schulter und gehen Sie zum Arzt, wenn er nicht abklingt.

Autor:
Dr. med. Alexandra Kronenberg, Medbase Thun, Fachärztin für Allg. Innere Medizin FMH, Sportmedizin SGSM

One Comment

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  • Moin,

    nach meinem 1. IM in Hamburg 2017 hatte ich leichte Achillessehenprobleme an der rechten Sehne, die sich das ganze Restjahr und auch in der Saison 2018 bei meinem Training für u.a. zwei Triathlon MD bemerkbar machten. Nach einer harten Trainingswoche, hatte ich morgens nach dem Aufstehen das Gefühl, als ich könnte gar nicht mehr schmerzfrei laufen. Nach dem „Einlaufen“ ging es dann meist wieder recht gut.

    Vor meinem zweiten MD Triathlon Anfang September 2018 habe ich ca. zwei Wochen vorher mit der Einnahme des homöopathischen Mittels Ruta Graveolens D6 begonnen. Den Tipp hatte ich aus einer Apo Zeitung für Naturheilmittel. Was soll ich sagen ? Bei mir hat das geholfen, neben regelmäßigem stretchen und dem Sehnen-/Wadentraining auf Treppenstufen. Bin jetzt seit längerem schmerzfrei und habe noch das LCW auf Mallorca im Visier. Dort jeweils die Mitteldistanzen. Schonung hatte bei mir übrigens nichts gebracht. Vielleicht ist der Tipp ja auch für andere brauchbar, denn Nebenwirkungen hat das Mittel nicht.

    Viele Grüße und keep on training !
    Marco

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