Astrid Leutert vor ihrem ersten EM-Einsatz

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Astrid Leutert
Astrid Leutert

Am Donnerstag, 28. Juni schlägt die grosse Stunde für Astrid Leutert an den Leichtathletik Europameisterschaften in Helsinki. Die 25-jährige Bernerin, die die letzten 5 Jahre in den USA verbrachte und dort mit starken Leistungen auf der Bahn und im Cross für die Florida State University für Furore sorgte, startet über 3000 Meter Steeple. Wir haben kurz vor dem Start mit der angehenden Pharmazie-Studentin gesprochen.

Du hast die Schweiz vor 5 Jahren Richtung USA verlassen. In welchen Bereichen konntest du am meisten profitieren?

Sicherlich von der sportlichen Seite her, das heisst vor allem vom gesamten Trainingsumfeld. Ich hatte das Privileg, jeden Tag mit einem Team bestehend aus 15 Girls zu trainieren, wodurch man einerseits voneinander im läuferischen Bereich profitieren konnte, andererseits auch der Spass mit einer solch dynamischen Trainingsgruppe nicht zu kurz kam. Zudem konnte ich von einer hervorragenden Infrastruktur vor Ort profitieren, welche  unter anderem eine Laufbahn, unzählige Laufwege, Kraftraum, Physiotherapeuten, Masseuren, Chiropraktiker und “Ice bath tubs” beinhaltete und den Athleten frei zur Verfügung stand. Zuletzt erhielt ich auch die Gelegenheit, Studium und Sport optimal zu kombinieren und unter einen Hut zu bringen.
Was müsste sich hier ändern, damit Talente wie du in der Schweiz ähnlich erfolgreich sein können und nicht in die USA ausreisen müssen?
Der Teamaspekt und gemeinsam geführte Trainings für die Athletinnen und Athleten müssten noch verstärkt und öfters in den Mittelpunkt treten. Der Gedanke mit einem Team zu trainieren, das bis zu 15 Girls mit ähnlichem Leistungsniveau beinhaltet, ist natürlich sehr verlockend und macht auch grundsätzlich mehr Spass als alle Trainingseinheiten alleine zu absolvieren. Deshalb denke ich, dass Athletinnen und Athleten hier in der Schweiz offener sein sollten, um Trainingsgemeinschaften zu bilden. Man wird nur schneller, wenn man sich gegenseitig puscht und schon im Training mit anderen Konkurrenten messen kann.
Sportlich hast du dich kontinuierlich trotz Rückschlägen verbessert. Über welche Distanz traust du dir in Zukunft die grösste Steigerung zu?
In Zukunft werde ich  mich weiterhin auf den Steeple konzentrieren. Um auch weiterhin dort erfolgreich zu sein, ist es aber notwendig, dass ich mich auch auf den Flachstrecken kontinuierlich verbessern werde. Ich traue mir jedoch im Steeple die grösste Steigerung zu, da ich technisch UND läuferisch noch Fortschritte machen kann.
Morgen startest du an den Europameisterschaften. Was ist dein Ziel für dieses Rennen?
Die EM in Helsinki wird mein erster Grossanlass bei den Aktiven sein und das Leistungsniveau wird dementsprechend höher sein als ich mir das aus der Vergangenheit gewohnt bin. Grundsätzlich ist es mein Ziel, mich so teuer wie möglich zu verkaufen. Das heisst, ich möchte ein couragiertes Rennen laufen, obwohl ich natürlich von den Meldezeiten her alles andere als zu den Favoritinnen gehöre. Ich habe aber überhaupt keinen Druck und kann nur “gewinnen”! Schön wäre es natürlich, wenn ich von der Mitkonkurrenz so profitieren kann, dass ich in deren “Sog” zu einer guten Endzeit gezogen werde. Bei optimalem Rennverlauf traue ich mir durchaus eine Zeit um die 9:50 zu! Einen Finalplatz zu erobern wird schwierig, ist aber nie ein Ding der Unmöglichkeit.
Wir wünschen Astrid viel Erfolg bei ihrem Debut auf der grossen Leichtathletik-Bühne. Schätze auf unserer Facebook-Seite oder mit einem Kommentar unter dem Blog ihre Endzeit und gewinne einen SportXX-Gutschein im Wert von CHF 60.-.

Sabine Fischer startet mit Ambitionen

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Sabine Fischer
Sabine Fischer

Sabine Fischer zählt zu den erfahrenen Läuferinnen der Schweizer Laufszene. Die 39-jährige startete bereits an verschiedenen Titelkämpfen wie zum Beispiel den Olympischen Spiele in Sydney (2000), der Universiade in Peking (2001) oder den Europameisterschaften in Barcelona (2010) und überzeugte als Strassenläuferin mit Siegen am Zürcher Silvesterlauf oder Basler Stadtlauf. Am Donnerstag, 28. Juni wird sie über 5000m versuchen, ihr starkes Resultat von Barcelona zu bestätigen. Dort lief sie mit 15:19.80 und persönlicher Bestzeit auf den ausgezeichneten 9. Rang. Vor ihrem Start stand sie uns Red und Antwort:
Du warst an diversen Titelkämpfen, hast Strassenläufe und den Post-Cup gewonnen. Welches ist für dich persönlich dein bisher grösster sportlicher Erfolg?
Mein grösster Erfolg ist sicher der 9. Rang an den Olympischen Spielen in Sydney. Fast genauso wichtig ist mir aber der 9. Rang an den Europameisterschaften in Barcelona (2010), weil ich nach einer langer Verletzungsgeschichte den Sprung auf die internationale Bühne wieder geschafft habe.
In Barcelona hast du ein grossartiges Rennen abgeliefert. Was ist dein Ziel für deinen Wettkampf vom Donnerstag?
Genauso mutig und engagiert wie in Barcelona zu laufen, dann kommt‘s gut.
2014 stehen Europameisterschaften im eigenen Land an. Über welche Distanz werden wir dich laufen sehen?
Im Moment liegt mein Fokus ganz bei der kommenden EM. Über alles weitere mache ich mir zur Zeit keine Gedanken.
Wir wünschen Sabine viel Erfolg bei ihrem Europameisterschaftsrennen. Schätze auf unserer Facebook-Seite oder mit einem Kommentar unter dem Blog ihre Endzeit und gewinne einen SportXX-Gutschein im Wert von CHF 60.-.

Philipp Bandi – in Tuchfühlung mit der europäischen Spitze

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Philipp Bandi
Philipp Bandi

Am kommenden Mittwoch starten die Leichtathletik-Europameisterschaften in Helsinki. Wir stellen drei Schweizer Langstreckenläufer vor und lassen dich deren Endzeit schätzen. Mit etwas Glück gewinnst du einen SportXX-Gutschein im Wert von CHF 60.-.
2008 ging der Stern von Philipp Bandi am Schweizer Leichtathletikhimmel endgültig auf: Quasi aus dem Nichts läuft der Berner über 5000m mit 13:25.83 die Limite für die Olympischen Spiele in Peking. Seither lief er konstant auf hohem Niveau, konnte sich für die Europameisterschaften in Barcelona (2010) qualifizieren, überzeugte mit dem Sieg im Post-Cup und holte sich an den CISM Cross-Europameisterschaften (2011) im Langcross die Goldmedaille. Im Hinblick auf die kontinentalen Titelkämpfe in Helsinki hat er sich viel vorgenommen. In unserem Interview verrät er vor seinem Start vom Mittwoch, 27. Juni mehr darüber.

Um dich läuferisch weiterzuentwickeln setzt du in diesem Jahr voll auf die Karte Sport. Wie ist dir diese Umstellung gelungen?
Ich erachte es als Privileg, in diesem Jahr voll auf die Karte Sport setzen zu können. Die Umstellung ist mir sehr gut gelungen. Ich habe das Jahr gleich mit einem Trainingslager gestartet. Wie dieses Lagerleben abläuft, weiss ich natürlich schon lange. Ich konnte also mit etwas Bekanntem starten. Anschliessend wurde es mir nie langweilig und mein Tagesablauf war stets strukturiert, zwei wichtige Voraussetzungen um den Alltag als Profisportler zu bewältigen
Während dem letzten halben Jahr warst du viel im Ausland unterwegs. Wie hat deine Vorbereitung auf das EM-Rennen ausgesehen? Wie viel Prozent deiner Laufkilometer musstest du dabei alleine abspulen, wie viele mit Begleitung?
Im Ausland war ich stets mit einer kleinen Gruppe unterwegs. So konnte ich zumindest während der Trainingslager immer von Trainingspartnern profitieren. Auch in Bern gibt es glücklicherweise zahlreiche Läufer. So muss ich bloss etwa 50% meiner Laufkilometer alleine abspulen.
In meinen Trainingslagern im Januar und März in Südafrika konnte ich jeweils drei Wochen mit Bjørnar Ustad Kristensen aus Norwegen (Anm: Steeplespezialist mit einer Bestzeit von 8:16.75) trainieren. Dabei legten wir 170 Wochenkilometer zurück und absolvierten bis zu fünf Belastungseinheiten. Zu Hause pendelte sich der Wochenumfang bei 150 Kilometern ein. Ab Mai wurden es dann um die 120 Kilometer, da die hochintensiven Bahntrainings und später auch die Wettkämpfe begannen.
Zum zweiten Mal startest du an den kontinentalen Titelkämpfen. Was ist dein Ziel für dieses Rennen?
Ein Blick auf die gemeldeten Läufer, respektive auf die europäische Bestenliste zeigt, dass ich relativ weit hinten klassiert bin. Eine Platzierung in der ersten Ranglistenhälfte wäre ein Erfolg. Die erste EM im Olympiajahr steht unter besonderen Vorzeichen. Über 5000m findet direkt ein Finale mit ungefähr 24 Läufern statt. Es dürfte also ein ziemliches Gedränge herrschen.
Wir wünschen Philipp viel Erfolg bei seinem Rennen über 5000m. Schätze auf unserer Facebook-Seite oder mit einem Kommentar unter dem Blog seine Endzeit und gewinne einen SportXX-Gutschein im Wert von CHF 60.-.

Viktor Röthlin auf dem Weg nach London

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Viktor Röthlin auf dem Weg nach London
Viktor Röthlin auf dem Weg nach London

Am 12. August findet der olympische Marathon in London statt. Viktor Röthlin wird dabei versuchen, erneut als bester weisser Läufer die Ziellinie zu überqueren. Dafür braucht es jedoch eine mindestens so gute Leistung wie vor 4 Jahren bei seinem 6. Rang in Peking. Die Vorbereitung auf das grosse Ziel läuft bis jetzt nach Wunsch. Der Marathon-Europameister absolviert drei Trainingsblöcke:

  1. Block an diversen Orten: „Die ersten vier Wochen meiner Marathonvorbereitung habe ich an diversen Orten verbracht. So unter anderem auch in Sardinien, wo ich begeisterte Läuferinnen und Läufer mit meiner Firma Vikmotion betreute. Der Einstieg in die 14 Wochen verlief verheissungsvoll. Ich fühle mich wieder wie auf einer Welle.“
  2. Block auf der Melchsee-Frutt: „Erstmals habe ich ein Höhentrainingslager auf dem Hochplateau durchgeführt, das quasi vor meiner Haustüre liegt. Meistens habe ich dabei die Trainings in der Fläche absolviert und die Nacht in der Höhe verbracht. Mindestens 12 Stunden musste ich täglich in der Höhenlage verbringen, damit ich vom Effekt profitieren kann.“
  3. Block auf Muottas Muragl: „Das Engadin ist seit vielen Jahren der sichere Wert in meinen Vorbereitungen für den Marathon der zweiten Saisonhälfte. Die vielen Laufmöglichkeiten, das meist stabile Wetter und die traumhafte Umgebung wirken auf mich äusserst leistungs- und motivationsfördernd. Ich freue mich bereits riesig darauf!“
  4. Vor dem 3. Block wird Viktor am kommenden Samstag im Rahmen des Hellebardenlaufs über 10 Meilen einen Testlauf absolvieren. Dieser gibt ihm wichtige Rückmeldungen für die Planung der nächsten Wochen. Vor dem London Marathon ist dann am 20. Juli mit dem Ägeriseelauf noch ein letzter Test geplant.

Wir wünschen Viktor am Samstag und in seiner Vorbereitung viel Erfolg! Übrigens: Nachmeldungen sind bis 1 Stunde vor dem Start möglich. Lass dir die Chance nicht nehmen, dich mit dem Marathon-Europameister auf der gleichen Strecke im gleichen Rennen zu messen!

Ignazio Provinzano – Ich trainiere mit dem running.COACH

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Ignazio Provinzano
Ignazio Provinzano

Mehr als zwei Jahre sind es her, seitdem Ignazio Provinzano das erste Mal auf running.COACH aufmerksam wurde. Von Valentin Belz wurde er zuerst bis die Online-Beta-Version verfügbar war, mit handgeschriebenen Plänen versorgt, ehe er in der Folge als Test-User wesentlichen Beitrag dazu leistete, dass der running.COACH zu dem wurde, was er jetzt ist. In der Zwischenzeit hat er viele Trainings- und Wettkampfkilometer mit dem System zurückgelegt und sich dabei mächtig verbessert. Wir haben mit ihm gesprochen:

Der running.COACH ist zu einem treuen Begleiter von dir geworden. Was schätzt du besonders an diesem Online-Trainingsplan?

Ich schätze die genauen Vorgaben, sowie die Beschreibungen und Erläuterungen zu jedem Training. Die Kombination zwischen Ausdauertraining und Krafttraining  finde ich sehr hilfreich. Bevor ich mit dem running.COACH trainiert habe, bestand mein Training ausschliesslich aus Laufeinheiten. Seit ich nun die Kraft und Ergänzungstrainings vom running.COACH vorgeschlagen bekomme, haben  diese Trainings einen festen Bestandteil in meinem Trainingsalltag. Vor allem  die Krafteinheiten (Rumpf, Becken etc.), die ich jeweils ohne grossen Aufwand erledigen kann (z.B. am Abend vor dem Fernseher), haben einen nicht zu unterschätzten Beitrag zur Verbesserung meiner persönlichen Bestzeiten beigetragen ( Marathon 2011 3:15 / 2012 2:58)

Du hast deine Bestzeiten über diverse Distanzen verbessert. Wo liegt für dich der Schlüssel zum Erfolg?

Für mich liegt der Erfolg in der erwähnten Kombination der verschiedenen Trainings. Diesen Frühling habe ich mein Training während der Vorbereitung zum Zürich Marathon auf 6 Einheiten gesteigert und mich strikte an die Angaben vom running.COACH gehalten. Ein besonderes Augenmerk habe ich jeweils auch auf die Regeneration gelegt, d.h. auch wenn ich mich super fühle,  halte ich die Angaben des running.COACH ein. Die Freude am Laufen darf nie fehlen und die Regeneration darf nicht unterschätzt werden.
Dank dem running.COACH weisst du immer, wann du wie lange und wie schnell laufen musst. Dies hat dich schneller gemacht. Wurdest du aber dadurch gleichzeitig zum Einzelgänger, weil du immer dein eigenes Tempo laufen „musstest“?
Nein. Da ich schon seit Jahren einmal pro Woche mit meinem Laufverein (Joggertraeff Pfäffikon SZ) trainiere, habe ich jeweils das intensive Training in der Gruppe auf der Laufbahn absolviert. Das hat den Vorteil, dass jeder sein Tempo laufen kann und trotzdem trainiert man in der Gruppe. Zusätzlich habe ich in meiner Marathonvorbereitung  die Dauerlauf 1-Einheiten, sowie die regenerativen Trainings teilweise auf dem Laufband absolviert. Dies hat den grossen Vorteil, dass ich die Trainings mit Freunden absolvieren konnte und jeder trotzdem seine Tempovorgaben laufen konnte.

Erfolgreich am 26. Schweizer Frauenlauf

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Bereits zum 26. Mal fand in diesem Jahr der Schweizer Frauenlauf statt. Dieser Lauf für die Frauen und das Fest für alle scheint voll im Trend zu liegen, wurde doch mit über 14‘800 Teilnehmerinnen ein neuer Rekord erzielt. An dieser Stelle möchten wir den Organisatorinnen einerseits und den vielen begeisterten Läuferinnen andererseits ein grosses Kränzchen winden. Viel Herzblut fliesst in diesen traditionsreichen Anlass, der aus der Hauptstadt und dem Laufkalender nicht mehr wegzudenken ist.

Start zum Frauenlauf 2012
Start zum Frauenlauf 2012

55 Läuferinnen haben sich mit dem running.COACH auf den Frauenlauf vorbereitet und sich dabei teilweise im Vergleich zum Vorjahr mächtig gesteigert. Wir haben die Resultate etwas genauer unter die Lupe genommen und stellen folgendes fest:

  • 39 Läuferinnen sind über 10‘000m gestartet, 14 Mutige über 5000m und 2 Unentwegte haben sich unter die Walkerinnen gemischt.
  • 32 Läuferinnen haben sich mit dem running.COACH so gut vorbereitet, dass sie die Prognose unterbieten konnten.
  • 11 Läuferinnen wiesen im Ziel eine kleinere Differenz als 1 Minute auf die vom running.COACH gestellte Prognose auf.
  • 2 Läuferinnen hat der running.COACH die Endzeit auf die Sekunde genau vorausgesagt.
  • Die durchschnittliche Abweichung lag bei 48 Sekunden oder 1.51%. In Anbetracht der Höhenmeter, die beim vermeintlich flachen Frauenlauf zu bewältigen sind, ein beachtliches Resultat.

Aus diesen Resultaten ziehen wir folgende Schlüsse:

  • Wer nach den Trainingsplänen von running.COACH trainiert, steigert nicht nur die Leistung, sondern erhöht die Motivation für regelmässiges Training.
  • Wer der Erfahrung von Markus Ryffel, Viktor Röthlin und Christian Belz vertraut, holt das Beste aus seinen Möglichkeiten heraus und hat die Gewissheit, dass er stets das Richtige trainiert.
  • Wer sich mit dem running.COACH vorbereitet, weiss genau, was am Wettkampftag möglich ist und erreicht so viel eher ein erfolgreiches Resultat.
  • Die running.COACH Trainingspläne sind für alle Distanzen zwischen 5000m und Marathon sowie für alle Leistungsniveaus geeignet.

Registriere dich hier und lass dir deinen persönlichen Trainingsplan berechnen.

Maja Neuenschwander macht sich bereit für den 26. Schweizer Frauenlauf

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Noch zwei Mal schlafen bis zum Start des 26. Schweizer Frauenlaufs. Die Nervosität steigt langsam. Auch bei Maja Neuenschwander, die im April mit 2:31:55 die Limite im Marathon für die Olympischen Spiele in London geschafft hat. Sie wird am Sonntag wie 14‘800 Läuferinnen die Strecke unter die Füsse nehmen und die einmalige Atmosphäre geniessen. Wir haben mit ihr kurz vor dem Rennen gesprochen.

Maja Neuenschwander (vorne rechts, rot) am Frauenlauf 2011, Bild: www. frauenlauf.ch
Maja Neuenschwander (vorne rechts, rot), Bild: www. frauenlauf.ch

Dein Marathon liegt 7 Wochen zurück. Wie hast du dich erholt von deinem Rekordlauf?
Die Erholung verlief ganz nach Wunsch. So dass ich das Training für meinen zweiten Saisonhöhepunkt schon nach wenigen Wochen wieder aufnehmen konnte. Im Gegensatz zu früheren Jahren habe ich aber einen neuen Weg gewählt: Ich bin zuerst häufig im Wasser gelaufen, ehe ich die Laufschuhe wieder schnürte. Jetzt nimmt es mich natürlich Wunder, wie sich der neue Weg auswirkt.
Dein nächster Marathon findet im Rahmen der Olympischen Spiele in London am 5. August statt. Was für einen Stellenwert hat für dich auf dem Weg dorthin der Schweizer Frauenlauf?
Es tut gut, nochmals ein etabliertes Rennen laufen zu können. Man muss aber realistisch sein: Von der Distanz her bringt mir der Frauenlauf als Marathonläuferin wenig bis nichts. Aber man darf die emotionale Seite nicht unterschätzen: Ich tanke Motivation und Durchhaltewillen und geniesse den Zuschauerrummel. Dies hilft mir, die harte Vorbereitungszeit zu prästieren.
Wie teilst du dein Rennen ein?
Ich richte mein Rennen und die Taktik auf die Konkurrentinnen aus und versuche diesen so gut wie möglich zu folgen.

Was für 3 Tipps hast du für die Mitläuferinnen bereit?

  1. Geniesst die spezielle Rennatmosphäre. Die Freude soll vor, während und nach dem Rennen im Vordergrund stehen.
  2. Stellt euch positiv auf die äusseren Bedingungen ein, auch wenn es regnen sollte.
  3. Lauft euer Tempo von Beginn weg und verschiesst das Pulver nicht auf den ersten Kilometern. Der Frauenlauf wird erst auf den letzten 1.5 Kilometern entschieden.

26 goldene Tipps für den 26. Schweizer Frauenlauf

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  1. Freue dich auf ein einmaliges Läuferfest am Sonntag!
  2. Trainieren kannst du jetzt nur noch zu viel. Achte nun vor allem auf genügend Erholung.
  3. Die letzte intensive Einheit sollte spätestens am Mittwoch stattfinden. Wer 5000m läuft, spult 6x 1min20 im Wettkampftempo ab. Wer über 10’000m startet, läuft 2x 6min im Wettkampftempo.
  4. Das Tempo bei allen anderen Laufeinheiten sollte ganz langsam sein.
  5. Die zweitletzte Nacht ist die entscheidende. Die letzte Nacht, die meist durch die aufkommende Nervosität gestört ist, ist nicht ganz so bedeutend.
  6. Achte auf möglichst wenig Stress in dieser Woche.
  7. Nimm dir am Samstag etwas Zeit, um die Taktik für das Rennen durchzugehen.
  8. 5000m: Starte verhalten und halte dich bis Ende Monbijoubrücke zurück. Gehe dein eigenes Tempo und lass dich nicht durch die Masse mitziehen. Wer schnell startet, wird schnell müde.
    10’000m: Starte verhalten und halte dich bis zum Thunplatz zurück. Gehe dein eigenes Tempo und lass dich nicht durch die Masse mitziehen. Wer schnell startet, wird schnell müde.
  9. 5000m: Finde nach der Monbijoubrücke deinen Rhythmus, lauf mit verkürzten Schritten hoch Richtung Thunplatz. Bereits hier beginnst du diejenigen zu überholen, die zu schnell gestartet sind. Halte dir aber einen Gang frei für das letzte Drittel.
    10’000m: Lauf ökonomisch hinunter zum Helvetiaplatz und zurück am Ziel vorbei. Starte in die zweite Runde mit einem genauso ökonomischen Schritt wie beim Thunplatz.
  10. 5000m: Beginne jetzt das Tempo zu erhöhen und nähere dich jetzt kontinuierlich deiner Leistungsgrenze.
    10’000m: Jetzt beginnt dein Rennen: Ab Ende Monbijoubrücke solltest du Gas geben und das Tempo beschleunigen können.
  11. Fülle spätestens ab Freitag deine Energiespeicher mit kohlenhydratreicher Kost.
  12. Trinke genügend Flüssigkeit im Vorfeld. Zur Kontrolle: Dein Urin sollte eine helle Farbe aufweisen.
  13. Verpflege dich unterwegs mit Flüssigkeit.
  14. Schütze deine Haut mit Sonnencrème, sollte die Sonne scheinen, und beuge so einer Leistungseinbusse vor.
  15. Mach keine Experimente: Nimm die letzte leicht verdauliche Mahlzeit rund 3-4 Stunden vor deinem Start zu dir, letzte kleine Snacks mindestens 1-2 Stunden vorher. Weniger als 1 Stunde vor dem Start nur noch Kohlenhydrat-Gels mit genügend Flüssigkeit.
  16. Reise frühzeitig an, damit du stressfrei zum Start kommst.
  17. Schätze deine eigene Laufzeit bei unserem Wettbewerb.
  18. Besuche uns auf dem Waisenhausplatz an unserem Stand und hole ein Geschenk ab. Es het, solang’s het!
  19. Meide in den Stunden vor dem Start möglichst direkte Sonneneinstrahlung. Halte das Einlaufen kurz und kühle dich bei heissen Temperaturen zusätzlich mit Wasser.
  20. Deine Kleidung sollte atmungsaktiv sein, sodass du deinen Körper nicht zusätzlich kühlen musst.
  21. Vor dem Start solltest du ein wenig zu kalt haben. Durch die Anstrengung wirst du sehr bald warm genug haben.
  22. Tragen dich deine Laufschuhe noch 5000 oder 10’000m? Neue Laufschuhe solltest du im Vorfeld mindestens 3 Mal zum Laufen getragen haben.
  23. Wie steht es um die Batterie deiner Laufuhr? Reicht sie noch aus für dein Ziel?
  24. Als Läufer ist man meist Einzelsportler. Im Wettkampf kannst du das Wir-Gefühl, von dem Mannschaftssportler schwärmen, erleben.
  25. Geniesse das Rennen! Es ist die Belohnung für die Anstrengung der letzten Wochen und Monate.
  26. Geniesse die Atmosphäre in der Bundeshauptstadt mit den Tausenden von Zuschauern.