Jonas Kiefer bei der Laufanalyse

Rumpf, Rücken und Hüftstabilisation. Immer die drei gleichen Themen. Ich möchte doch laufen und dafür benötige ich doch eigentlich meine Beine…oder doch nicht? Seit ich running.COACH nutze, stolpere ich immer wieder über das gleiche: Übungen zur Kräftigung der Rumpf- und Rückenmuskulatur.  Es nervt langsam. Jetzt kommt auch noch Ingalena mit dem Thema Hüftstabilisation. So wichtig kann das ja wohl nicht sein, oder? Ein Satz gesunder Beine sollte doch wohl wirklich genügen…aber…

Jonas Kiefer leistete sich eine Laufanalyse

Jonas Kiefer leistete sich eine Laufanalyse

Vor dem Cityrun war ich das erste Mal in meinem Leben bei einer Osteopathin. Eine interessante Erfahrung! Quintessenz des Ganzen ist, dass besonders bei einer sitzenden Tätigkeit das Training des Rumpfes essentiell ist. Ein gut trainierter Rumpf und ein gut trainierter Rücken sorgen für eine bessere Haltung. Sprich, einer besser trainierten Körpermitte. Natürlich war mir das grundsätzlich klar. Doch wie hoch ist die Bedeutung wirklich? Schliesslich habe ich ja läuferisch bereits sehr gute Fortschritte gemacht. Ich wollte dem Ganzen also etwas genauer auf den Grund gehen und habe bei Giulia Hossmann eine detaillierte Laufanalyse gemacht. Giulia ist nicht nur eine sehr erfahrene Läuferin, sondern auch Physiotherapeutin. Mein persönliches Ziel bei der Laufanalyse war, zu sehen wie ich Schäden oder Verletzungen durch falsches Laufen verhindern, respektive wie ich die körpereigenen Dämpfungseigenschaften am optimalsten nutzen kann. Zum Start liefen wir ein paar Minuten rund um die Landiwiese und Giulia lief hinter mir her und stellte während des Laufens diverse Fragen. Im Anschluss an den kurzen Lauf wurden die erfragten Punkte alle besprochen. Erfreulicherweise ist mein Laufstil eigentlich schon ganz gut. Dies zeigte dann der zweite Teil der Analyse, bei dem mein Laufstil auf Video aufgenommen und von Giulia vor Ort analysiert wurde.

Bei der Laufanalyse können Fehler und Defizite gefunden werden

Mein Läuferdreieck ist eigentlich bereits ziemlich ordentlich. Allerdings ist mein rechter Arm immer etwas weiter vom Körper weg als der linke. Körperrotation habe ich eigentlich auch nicht allzu viel. Ich laufe aber noch mit ein wenig Vorlage und Hohlkreuz. Doch fällt bei dem einen Bild genau das auf, was auch Ingalena in ihrem Blog aufgezeigt hat. Auf der einen Seite hält die Hüfte nicht so stabil wie auf der anderen resp. sie sinkt leicht ab. Dies so die grobe und kleine Zusammenfassung der Analyse. Nach diesem Teil zeigt Giulia diverse Übungen, damit ich beispielsweise mehr auf dem Mittelfuss lande, oder wie ich die Armarbeit noch optmieren kann. Das war ziemlich spannend, zumal man mal jeden Schritt bewusst macht und auch mal hinterfragt. Zum Abschluss zeigte mir Giulia dann noch ein paar Übungen zur Kräftigung der Muskulatur, die ich nun regelmässig mache. Vor dem Halbmarathon in Zermatt treffen wir uns noch mal und analysieren die Fortschritte, die ich dank den Übungen und Tipps hoffentlich gemacht habe.

Tja… was soll ich sagen. Vielleicht haben die von running.COACH ja sogar recht mit dem, was sie sagen 😉 Ich glaube ja immer noch an einen geheimen Pakt mit interner Absprache zwischen Valentin, Giulia und der Osteopathin… Aber mal im Ernst. Ich glaube tatsächlich, dass ein Teil meiner Fortschritte auch auf die leidige Gymnastik zurückzuführen ist. Leider ist diese halt nicht einfach so messbar wie die Zeit eines Wettkampfes. Ich probiere aber mit der Laufanalyse eben diesem Bereich auch einen visuellen Wert zu geben und hoffe, dass ich bereits im Juni Fortschritte sehen werde.

Auf alle Fälle aber kann ich jedem Läufer empfehlen, eine solche Laufanalyse zu machen, ganz egal welchen Leistungsgrad er aufweist. Denn bei der Laufanalyse geht es nicht einfach nur um Technik, sondern um ein ganzheitliches Bildes des eigenen Bewegungsablaufes. Und das hilft eigentlich jedem weiter. Zudem ist eine solche Analyse auch absolut bezahlbar. Meine kostete CHF 120. Wenn man dadurch sogar noch Fehlstellungen oder Verletzungen korrigieren respektive vorbeugen kann, dann gibt es eigentlich keinen Grund, es nicht zu tun. Für mich war es auf jeden Fall eine sehr lohnende Erfahrung.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

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