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Matthias Kyburz: Next Stop New York Marathon

Nach einer erfolgreichen Orientierungslauf-WM mit zwei Medaillen richtet Matthias Kyburz seinen Fokus auf den Herbstmarathon. Bei der Wahl des Rennens standen für ihn diesmal nicht Bestzeiten im Vordergrund, sondern die Möglichkeit, sich taktisch weiterzuentwickeln. Wie er sich darauf vorbereitet – und was ihm dabei aktuell schlaflose Nächte bereitet – erfährst du in diesem Text.

Das Ziel: New York!

Kaum waren die OL-Weltmeisterschaften mit zwei Medaillen erfolgreich abgeschlossen, richtete Matthias Kyburz den Blick bereits nach vorne. Sein nächstes grosses Abenteuer: der New York Marathon.

Statt wie viele andere Läufer Kriterien wie Strecke, Profil oder Grösse eines Rennens in den Vordergrund zu stellen, ging Kyburz bewusst einen anderen Weg. „Ich wollte nicht erneut auf PB-Jagd gehen wie im Frühling, sondern mich taktisch weiterentwickeln“, erklärt er. Ein Rennen ohne Pacemaker und mit einem anspruchsvollen Streckenprofil bot dafür die perfekte Bühne. Den endgültigen Ausschlag gab aber etwas anderes: das Feedback zahlreicher Athleten, die New York als den stimmungsvollsten Marathon der Welt bezeichnen. So war für Kyburz schnell klar, dass er am 2. November in der amerikanischen Metropole an der Startlinie stehen will.

Die Vorbereitung

Wie schon bei seinen bisherigen Marathonstarts in Paris und Sevilla hat Matthias Kyburz auch für New York rund drei Monate für die spezifische Vorbereitung eingeplant. Das Fundament bilden die drei wöchentlichen Schlüsseleinheiten – Long Run, Schwellentraining und Intervalle – ergänzt durch zahlreiche lockere Dauerläufe. Der grösste Unterschied zu den bisherigen Vorbereitungsphasen ist, dass aufgrund der Streckenführung in New York die Läufe nicht ausschliesslich auf flachen Strecken durchgeführt werden, sondern zusätzlich auch Steigung eingebaut wird.

Unruhige Nächte besorgt mir die Tatsache, dass die harten Wochen (Umfang bis 200km) erst noch folgen werden…

Aktuell absolviert Kyburz 160–170 Kilometer pro Woche und zusätzlich zwei bis drei Krafteinheiten. „Mit den drei Schlüsseleinheiten fühlt sich das Training bereits jetzt recht hart an. Unruhige Nächte besorgt mir die Tatsache, dass die harten Wochen (Umfang bis 200km) erst noch folgen werden…“, so Kyburz mit einem Augenzwinkern.

Vorbereitungswettkämpfe

Wie ein Zwischenlevel auf dem Weg zum Endgegner in einem alten Super Mario Klassiker präsentieren sich die Vorbereitungswettkämpfe im Kalender von Kyburz. Sie bringen Abwechslung ins Training und bieten entscheidende Vorteile gegenüber normalen Einheiten: Eine Startnummer an der Brust hilft, ans Limit zu gehen und echtes Wettkampfgefühl zu erleben.

Besonders im Fokus stehen für Kyburz zwei Punkte: Kann er das Tempo auf der zweiten Streckenhälfte hochhalten – und wie gut steckt die Muskulatur die Belastung weg? Antworten darauf sollen die geplanten Testläufe liefern: der Sarnerseelauf am 7. September (Halbmarathon) und Morat–Fribourg über 17.17 Kilometer am 5. Oktober.

Das Ziel

Ein Top-10 Resultat in New York scheint mir ein hohes, aber realistisches Ziel zu sein

Während beim Marathon in Sevilla im Frühjahr der Fokus auf der Zeit lag, liegt dieser für New York nun auf der Rangierung. Ein Blick auf die Setzliste zeigt, dass Kyburz aktuell die neuntschnellste Bestzeit der angemeldeten Teilnehmer aufweist (weitere Eliteläufer werden wohl folgen). „Ein Top-10 Resultat in New York scheint mir ein hohes, aber realistisches Ziel zu sein“, so der Fricktaler zur Ausgangslage.

Daneben geht es für ihn auch um die richtige Taktik: im entscheidenden Moment das eigene Tempo finden, um mit Reserven in den Central Park einzubiegen. „So dass ich dort zwar leidend, aber noch mit Pfupf in den Beinen über die letzten Steigungen komme“, beschreibt Kyburz seine Wunschvorstellung.

Folge Matthias’ Weg nach New York

Wir begleiten Matthias auf seiner Reise nach New York und halten dich auf dem Laufenden. Verfolge seine Updates hier im Blog und via Instagram und lass dich inspirieren, dein eigenes Marathonabenteuer zu starten – vielleicht sogar mit running.COACH.

Eine Antwort auf „Matthias Kyburz: Next Stop New York Marathon“

Herzliche Gratulation zum Sieg am Sarnersee-Lauf!
Weiterhin alles, alles Gute und gutes Gelingen beim Training für den „New Yorker“! Ich verfolge Deine Trainings mit Interesse!
Gruess vom Gebischtorfer Horn Jacqueline Keller

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