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Detaillierte Datenanalyse des New York Marathon 2025

42,195 Kilometer durch die Strassen von New York – vorbei an jubelnden Menschenmengen, durch fünf Stadtteile und über legendäre Brücken. Der New York Marathon ist mehr als ein Rennen: Er ist ein weltweites Lauf-Fest.

2025 war keine Ausnahme. 59’113 Läuferinnen und Läufer erreichten das Ziel im Central Park – erschöpft, emotional und stolz. Unter ihnen Weltstars, ambitionierte Amateure und unzählige persönliche Geschichten. Die Daten dieser Finisher erzählen, was den Marathon wirklich ausmacht: Vielfalt, Leidenschaft und die Kunst, das eigene Tempo zu finden.

Siegerzeiten

An der Spitze dominierten erneut die kenianischen Stars:

  • Benson Kipruto (34) siegte bei den Männern in 2:08:09 (3:02/km).
  • Hellen Obiri (35) krönte sich bei den Frauen in 2:19:51 (3:19/km) zur Siegerin.

Aus Schweizer Sicht sorgte Matthias Kyburz für ein Highlight: Mit einer Zeit von 2:09:55 lief er auf Rang 5 – und platzierte sich damit mitten in der absoluten Weltelite. Ein Resultat, das zeigt, wie nah die Schweiz mittlerweile an den Besten der Welt dran ist – und das auch die running.COACH Community stolz macht.

Die Finisherdaten zeigen:

  • Durchschnittszeit Gesamt: 4:32:40

  • Frauen: 4:48:24

  • Männer: 4:19:13

Die grosse Zahl an Finishern und das solide Durchschnittsniveau unterstreichen, dass der New York Marathon nicht nur ein Wettkampf der Profis ist – sondern ein globales Lauferlebnis, das jedes Jahr zehntausende Hobbyläuferinnen und -läufer an ihre Grenzen und darüber hinaus bringt.

Geschlechterverteilung: Frauen holen auf

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Der Frauenanteil unter den Finishern lag beim New York Marathon bei 46 %, die Männer stellten mit 54 % weiterhin die Mehrheit. Doch der Blick auf die Altersverteilung zeigt einen spannenden Trend:

Je jünger die Teilnehmenden, desto ausgeglichener das Verhältnis. In den Altersklassen zwischen 20 und 30 Jahren liegt der Frauenanteil teilweise sogar über jenem der Männer – ein deutliches Zeichen dafür, dass der Laufsport in den jüngeren Generationen immer stärker von Frauen geprägt wird.

Altersstruktur und Leistung

Aufgeteilt nach Geschlechtern

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Ein genauer Blick auf die Altersverteilung zeigt kleine Unterschiede zwischen den Geschlechtern.
Bei den Männern stellten die 29-Jährigen mit 1’094 Finishern die grösste Altersgruppe.
Bei den Frauen lag der Peak etwas früher – die 28-Jährigen waren mit 1’306 Finisherinnen am stärksten vertreten.

Insgesamt zeigt sich: Der Höhepunkt der Marathonbeteiligung liegt bei den Frauen knapp unter 30 Jahren, bei den Männern dagegen ziemlich genau bei 30.

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Auch leistungsmässig treten sind Muster erkennbar:

  • Schnellste Männer: 26-Jährige mit einer durchschnittlichen Zeit von 4:04:38

  • Schnellste Frauen: 24-Jährige mit 4:33:53 im Schnitt

Über alle Altersgruppen hinweg verlaufen die Leistungseinbussen bei den Männern bis etwa zum 70. Lebensjahr weitgehend linear. Danach zeigt sich ein deutlicher Knick – ein Hinweis darauf, dass physiologische Grenzen ab diesem Punkt stärker ins Gewicht fallen.

Bei den Frauen ist der Leistungsrückgang insgesamt sanfter und ohne ausgeprägte Schwellen. Leichte Veränderungen lassen sich rund um das 60. und 70. Lebensjahr erkennen, verlaufen aber deutlich gleichmässiger als bei den Männern.

Pacing-Analyse: Wann sich das Rennen entschied

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Ein spannender Blick auf die Rennverläufe zeigt deutliche Unterschiede zwischen Frauen- und Männerelite.

Bei den Frauen begann die entscheidende Phase bereits früh: Ab Meile 9 zog sich das Feld auseinander. Während Hellen Obiri und Sharon Lokedi das Tempo stetig verschärften, hielt Sifan Hassan zunächst erfolgreich mit – musste dafür aber ab Meile 18 Tribut zollen und verlor auf den letzten Kilometern mehrere Positionen. Ihr Ansatz, so lange wie möglich am Limit der Spitzengruppe zu bleiben, war mutig, aber riskant – und zeigt, wie fein die Balance zwischen Angriff und Durchhaltevermögen auf diesem Niveau ist.

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Bei den Männern hingegen blieb das Topfeld bis Meile 14 geschlossen. Erst danach kam Bewegung ins Rennen, als sich mehrere Läufer absetzten. Von den acht Ausreissern konnten jedoch nur vier ihre Position bis ins Ziel verteidigen. Matthias Kyburz spielte seine Stärke im zweiten Rennabschnitt aus: Er führte ab Meile 14 die Verfolgergruppe an und kämpfte sich eindrucksvoll noch auf Rang 5.

Diese Pacing-Analysen unterstreichen, dass nicht nur das Tempo, sondern auch das Timing der Energieverteilung über Sieg und Platzierung entscheidet – besonders auf der anspruchsvollen Strecke durch die fünf Stadtteile New Yorks.

Pacing der Altersgruppen

Folgende Grafik zeigt eine konstante Pace als Referenzwert. Werte oberhalb der Refernzlinie bedeuten eine schnellere Pace als die Durchschnittspace auf diesem Meilenabschnitt.

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Bei den Männern stechen zwei Dinge besonders hervor:
Zum einen gelang es der Elite, einen negativen Split zu laufen – also die zweite Rennhälfte schneller zu absolvieren als die erste. Das ist ein Zeichen für kontrolliertes Pacing und hervorragende Renneinteilung – und wohl auch dafür, dass die erste Rennhälfte eher etwas durch Taktik geprägt wurde.

Zum anderen zeigt sich, dass Amateurläufer in den ersten sechs Meilen tendenziell überpacen – sie starten zu schnell und verlieren dadurch im weiteren Rennverlauf deutlich mehr Zeit..

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Bei den Frauen ist im Gegensatz dazu kein klarer negativer Split der Elite zu erkennen. Das liegt auch daran, dass der entscheidende Angriff bereits bei Meile 9 erfolgte und das Tempo von da an permanent hoch blieb.

Auch hier zeigt sich ein ähnliches Muster wie bei den Männern: Hobbyläuferinnen starten oft zu schnell und müssen auf den letzten Meilen entsprechend stärker einbüssen.

Fazit

Der New York Marathon 2025 zeigt eindrücklich, wie sich der Laufsport verändert – und gleichzeitig treu bleibt.
Immer mehr Frauen prägen das Feld, die 30-Jährigen dominieren in Zahl und Leistung, und selbst jenseits der 60 wird noch beeindruckend stark gelaufen.

Die Analysen machen klar: Kontrolliertes Pacing und Erfahrung schlagen Übermut. Wer seine Energie klug einteilt, läuft konstanter – und am Ende meist schneller. Das gilt für die Elite ebenso wie für Hobbyläufer:innen.

Und aus Schweizer Sicht? Mit Matthias Kyburz auf Rang 5 hat die running.COACH Community bewiesen, dass Schweizer Ausdauer auf der ganz grossen Bühne angekommen ist. Registriere dich jetzt und werde ebenfalls Teil unserer Community!

Data analysis bi Siarhei Thor

 

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