Das Saisonziel rückt näher? Wir zeigen dir, was es in den letzten vier Wochen zu beachten gibt, wenn die Form da und der Körper bereit ist. Es gilt, diese letzte Phase clever zu nutzen und erholt sowie motiviert an die Startlinie zu kommen.
4 Wochen vorher
Den Plan leben – und darauf vertrauen
Du hast wochenlang trainiert, dein Körper hat sich angepasst, die Form wächst. Jetzt an der Struktur zu zweifeln oder etwas grundlegend zu verändern macht schlicht keinen Sinn. Hat dein Plan bisher funktioniert gibt es absolut keinen Grund zur Skepsis. Und ganz ehrlich: Für eine grundlegende Kurskorrektur des Ausdauertrainings bleibt sowieso keine Zeit mehr. 😉
Zu einem früheren Zeitpunkt verpasste Trainingsstunden sollten nun nicht mehr nachgeholt werden. Stattdessen kannst du dich darauf fokussieren, die geplanten Einheiten sauber und kontrolliert durchzuführen.
Ein oft unterschätzter Punkt in dieser Phase: die Ausrüstung. Jetzt ist der ideale Moment, alles einmal in Ruhe durchzuchecken. Sind die Wettkampfschuhe genügend eingelaufen? Sind Socken, Shirt, Uhr und Verpflegungsgürtel alle erprobt und einsatzbereit? Wer das jetzt klärt, kann die letzten Wochen vollständig auf das Training fokussiert angehen.
3 Wochen vorher
Der letzte Tempocheck – und die Weichen für den Wettkampftag stellen
Drei Wochen (bis spätestens zwei Wochen) vor dem Saisonhöhepunkt bietet sich der ideale Zeitpunkt für einen letzten Vorbereitungswettkampf an. Eine kürzere Distanz als die des Hauptwettkampfs eignet sich dafür am besten – so lässt sich das Wettkampfgefühl auffrischen und das Zieltempo unter realen Bedingungen testen, ohne den Körper übermässig zu belasten.
Die Erkenntnisse daraus sind wertvoll: Wie hat sich das Tempo angefühlt? Was hat gut funktioniert, was weniger? Genau diese Antworten bilden die Grundlage für die Renntaktik des grossen Tages. Zieltempo, Energiemanagement über die Distanz, Verhalten an den Verpflegungsstellen – wer das jetzt konkret durchdenkt, geht in drei Wochen mit einem klaren Plan und einem ruhigen Kopf an die Startlinie.
2 Wochen vorher
Die Trainingsarbeit ist mehrheitlich getan – jetzt heisst es, die Form ins Ziel bringen
Zwei Wochen noch. Die Fitness ist aufgebaut – auch wenn man sie in dieser Phase nicht immer direkt spürt. Jetzt kommt das Tapering: Die Belastung wird bewusst reduziert, damit der Körper frisch und erholt in den Wettkampf geht. Das fühlt sich manchmal seltsam an, und die Verlockung, mehr zu machen, ist oft gross. Halte dich bewusst zurück – es wird sich auszahlen.
Ein bewährter Grundsatz, der jetzt besonders gilt: Keine Experimente. Alles, was am Wettkampftag zum Einsatz kommen soll – Schuhe, Ernährung, Ausrüstung – sollte bereits erprobt sein. Was noch nicht getestet wurde, wartet auf danach.
Diese Wochen eignen sich auch hervorragend für die logistische Vorbereitung: Anreise und Zeitplan rund um den Wettkampftag. Wer das jetzt in Ruhe plant, hat am Renntag den Kopf vollständig frei.
1 Woche vorher
Vorfreude pur!
Die letzte Woche vor dem Wettkampf. Die Nervosität steigt, die Vorfreude auch. Beides gehört dazu – und beides ist ein gutes Zeichen.
Der Körper braucht jetzt keine neuen Reize mehr, sondern Raum, um alles zu entfalten, was in den Wochen zuvor erarbeitet wurde. Die Einheiten dienen der Aktivierung und der mentalen Einstimmung, die Fitness ist längst da.
Und die Nervosität? Akzeptiere sie. Sie ist kein Problem – sie ist Energie. Wer sie als das versteht, kann sie am Wettkampftag direkt nutzen. Der Körper ist bereit, die Arbeit ist getan. Jetzt darf man sich auf das Rennen freuen.

Eine Antwort auf „4 Wochen bis zum Saisonhöhepunkt – was du beachten solltest“
Ja ich bin kein Profi läufer aber ich würde die verschiedenen fasen bis zum Wettkampf etwa gleich abhalten.Aber ist eine gute Sache von running Coach.Allen Läufern ein tolles 🏃♂️.