So erlebte ich den Weltrekord

Einen spannenden Rennbericht über einen Laufband-Event zu schreiben, scheint nicht sehr schwer zu sein: “Linker Fuss, Rechter Fuss, Linker Fuss, Rechter Fuss…” und dies 24 Stunden am Stück. Eine eher triste Angelegenheit – Immerhin, dieser monotone Vorgang wurde 3 x unterbrochen und damit inszenierten wir, wenn auch nicht gewollt, etwas Spannung:

  1. Nach gut 35 Minuten kam nach dem “linken Fuss” der “rechte Ellbogen”, dann das “linke Knie” – der erste Sturz bei einem Läuferwechsel war Tatsache. Aber, und dies sei vorweg genommen, es sollte der letzte bleiben.
  2. Jedes Laufband besitzt einen grossen roten Knopf, der das Laufband unmittelbar zum Stillstand bringt. Für den normalen Betrieb macht dieser Knopf auch Sinn, für unsereins bedeutet er aber eine grosse Gefahr, da uns ein Stillstand Zeit kostet. Und so geschah es auch: In den frühen Morgenstunden behielten die Realisten im Team Recht, dass irgendwann bei circa 500 Wechseln der rote Knopf touchiert wird, ob man will oder nicht. Nach dem “Linken Fuss” war dann erst mal Pause, bis das ganze System wieder neu aufgestartet war. Zwar nur circa 20 Sekunden, aber genug, um etwas nervös zu werden. Ausserdem, und das war fast ärgerlicher, waren die mühsam erarbeiteten Kalorien auf der Anzeige wieder auf 0 gestellt…
  3. Der Weltrekord war zum Greifen nah, nur noch wenige Kilometer, die Motivation sehr hoch. Zu hoch. Der Schwede in unserem Team pushte etwas zu fest, um den Titel der “schnellsten Maximalgeschwindigkeit des Tages” – da Laufband hob es kurzerhand aus der Verankerung – “Stopp-Button” – “Pause” – “Linker Fuss, rechter Fuss, linker Fuss…”

Fazit: Es waren dies die einzigen 3 Schrecksekunden in 24 Stunden. Daneben gab es viele Highlights, den Rekord, die Spendensumme, unsere Taktik, die Unterstützung vor Ort und im Internet. Das war grandios. Im Namen des ganzen Teams bedanken wir uns bei running.COACH und deren Verfolger ganz herzlich.

Stefan Lombriser, Initiant des 24h-Weltrekordprojekts.

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