Astrid Leutert vor ihrem ersten EM-Einsatz

Astrid Leutert

Astrid Leutert

Am Donnerstag, 28. Juni schlägt die grosse Stunde für Astrid Leutert an den Leichtathletik Europameisterschaften in Helsinki. Die 25-jährige Bernerin, die die letzten 5 Jahre in den USA verbrachte und dort mit starken Leistungen auf der Bahn und im Cross für die Florida State University für Furore sorgte, startet über 3000 Meter Steeple. Wir haben kurz vor dem Start mit der angehenden Pharmazie-Studentin gesprochen.

Du hast die Schweiz vor 5 Jahren Richtung USA verlassen. In welchen Bereichen konntest du am meisten profitieren?

Sicherlich von der sportlichen Seite her, das heisst vor allem vom gesamten Trainingsumfeld. Ich hatte das Privileg, jeden Tag mit einem Team bestehend aus 15 Girls zu trainieren, wodurch man einerseits voneinander im läuferischen Bereich profitieren konnte, andererseits auch der Spass mit einer solch dynamischen Trainingsgruppe nicht zu kurz kam. Zudem konnte ich von einer hervorragenden Infrastruktur vor Ort profitieren, welche  unter anderem eine Laufbahn, unzählige Laufwege, Kraftraum, Physiotherapeuten, Masseuren, Chiropraktiker und “Ice bath tubs” beinhaltete und den Athleten frei zur Verfügung stand. Zuletzt erhielt ich auch die Gelegenheit, Studium und Sport optimal zu kombinieren und unter einen Hut zu bringen.

Was müsste sich hier ändern, damit Talente wie du in der Schweiz ähnlich erfolgreich sein können und nicht in die USA ausreisen müssen?
Der Teamaspekt und gemeinsam geführte Trainings für die Athletinnen und Athleten müssten noch verstärkt und öfters in den Mittelpunkt treten. Der Gedanke mit einem Team zu trainieren, das bis zu 15 Girls mit ähnlichem Leistungsniveau beinhaltet, ist natürlich sehr verlockend und macht auch grundsätzlich mehr Spass als alle Trainingseinheiten alleine zu absolvieren. Deshalb denke ich, dass Athletinnen und Athleten hier in der Schweiz offener sein sollten, um Trainingsgemeinschaften zu bilden. Man wird nur schneller, wenn man sich gegenseitig puscht und schon im Training mit anderen Konkurrenten messen kann.

Sportlich hast du dich kontinuierlich trotz Rückschlägen verbessert. Über welche Distanz traust du dir in Zukunft die grösste Steigerung zu?
In Zukunft werde ich  mich weiterhin auf den Steeple konzentrieren. Um auch weiterhin dort erfolgreich zu sein, ist es aber notwendig, dass ich mich auch auf den Flachstrecken kontinuierlich verbessern werde. Ich traue mir jedoch im Steeple die grösste Steigerung zu, da ich technisch UND läuferisch noch Fortschritte machen kann.

Morgen startest du an den Europameisterschaften. Was ist dein Ziel für dieses Rennen?
Die EM in Helsinki wird mein erster Grossanlass bei den Aktiven sein und das Leistungsniveau wird dementsprechend höher sein als ich mir das aus der Vergangenheit gewohnt bin. Grundsätzlich ist es mein Ziel, mich so teuer wie möglich zu verkaufen. Das heisst, ich möchte ein couragiertes Rennen laufen, obwohl ich natürlich von den Meldezeiten her alles andere als zu den Favoritinnen gehöre. Ich habe aber überhaupt keinen Druck und kann nur “gewinnen”! Schön wäre es natürlich, wenn ich von der Mitkonkurrenz so profitieren kann, dass ich in deren “Sog” zu einer guten Endzeit gezogen werde. Bei optimalem Rennverlauf traue ich mir durchaus eine Zeit um die 9:50 zu! Einen Finalplatz zu erobern wird schwierig, ist aber nie ein Ding der Unmöglichkeit.

Wir wünschen Astrid viel Erfolg bei ihrem Debut auf der grossen Leichtathletik-Bühne. Schätze auf unserer Facebook-Seite oder mit einem Kommentar unter dem Blog ihre Endzeit und gewinne einen SportXX-Gutschein im Wert von CHF 60.-.

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