Wolfgang Becker – Ich trainiere mit dem running.COACH

Im Jahre 1965 erlitt ich als Neunjähriger einen Verkehrsunfall, als ein 30 km/H fahrender Mercedes meinen Hopslauf über die Straße stoppte. Ich hatte ein Schädel-Hirn-Trauna mit heute noch bestehenden Lähmungen,die mir keiner ansieht, und von denen ich erst hinterher weiß, dass dort welche sind / waren.

1990 lernte ich durch das Buch “Die Kunst des Chi Gong” von Wong Kiew Kit Energieübungen kennen. Ich übte und übte, und jetzt bade ich nur noch in Energie. Im weiteren Verlauf bis heute machte ich Anfängerkurse in Modern Dance, Aerobic und Kung Fu. Immer, wenn ich nicht mehr konnte, hörte ich auf. Dazu kamen dann Wing Tsun, Tae Kwon Do und ein Training bei einem Shaolin-Mönch hier vor Ort. Wir machten Chi Gong, Tai Chi Chuan und Kung Fu = sorgfältige Arbeit. Dies ging über drei Stunden, wobei ich meist auf der Bank sass.

Das Laufen gibt mir Lebensinhalt

Das Laufen gibt mir Lebensinhalt

Im Tae Kwon Do erwarb ich die gelbe Schärpe zum weißen Gürtel, die ich seit sieben Jahren trage. Am Sonntag nach der Prüfung hatte ich von morgens 5 bis 12 Uhr Muskelkrämpfe im Rücken und untenherum.

Als ich merkte, dass mir die schweißtreibenden Übungen nicht halfen, kam ich 2005 auf die Idee, mit meinen Energieübungen 2015 einen Marathon zu laufen. Ich dachte, Laufen ist ganz einfach, man setzt nur einen Fuss vor den anderen, wenn der Körper mitmacht. Meiner streikt hin und wieder.

2007 meldete ich mich zu meinem ersten Minimarathon über 4,2 KM an- und blieb weg, weil ich mich noch nicht gut fühlte. 2008 war es so weit, und ich “gehlief” die Strecke in 42 Minuten. Höflich wie ich bin, ließ ich die anderen vor und verschaffte mir den selbsternannten Titel “Wolfgang, Letzter”. Dann häuften sich die Läufe: ich lief den Viertelmarathon in Linz zweimal, den 10er in Pyrmont, 11,2 KM in Imst/Tirol bei 38 Grad. Selbst in Lissasbon schaffte ich die 5 KM und das nicht als Letzter.

Der Minimarathon ist geschafft - das grosse Ziel folgt 2015

Der Minimarathon ist geschafft – das grosse Ziel folgt 2015

In Linz starteten wir auf der Autobahnauffahrt auf der Vest-Brücke. Während die anderen sich irgendwie warm machten, machte ich eine Show meiner Kampfkünste. Wer hat schon auf einer Autobahnauffahrt Tae Kwon Do und Kung Fu gezeigt? Ich, Wolfgang, Letzter.

Seit 2007 lese ich fast sämtliche deutsch sprachige Laufzeitschriften Deutschlands, ebenso viele Laufbücher. Ich brauche mein angelesenes Wissen nur umzusetzen – und da bin ich ganz langsam schweißfrei dabei. Durch eine Trailzeitschrift wurde ich auf running.COACH aufmerksam und meldete mich hier an. Den 5 Meilen Lauf in Luzern am 27.10.13 schaffte ich schweißfrei marschierend in 1.42 Std .

Nun geht es in kleinen Schritten zum 100 KM Lauf in Biel und 100 Meilen Lauf in Berlin im nächsten Jahr. Helfen wird mir besonders der kleine und große Energiekreislauf, den ich von Mantak Chia lernte. Gemeldet bin ich, gezahlt habe ich. Beide Läufe werde ich mit einem breiten Lachen auf der Ziellinie schaffen.

Bis dann, Wolfgang.

2 Comments

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  • Ich ziehe meinen Hut! Und ich weiß aus eigener Erfahrung: Der Applaus für die Letzten ist meistens ebenso groß wie für die Ersten!

    • Danke – ich weiß mittlerweile auch den Applaus zu schätzen. Seitdem applaudiere ich bei anderen ebenfalls, egal mit welch schlechtem Stil die anderen laufen.

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