Alternative Trainingsformen im Winter

Am kürzesten Tag im Winter scheint die Sonne zum Beispiel in München in etwa nur halb so lang wie am längsten Sommertag: gerade einmal rund acht Stunden! Das macht viele Menschen träger, die Lust auf Aktivität sinkt, die Couch wird lieber vorgezogen. Gleichzeitig die Frage: Kann ich bei diesen Bedingungen draußen laufen gehen? Nutze den Winter doch mal, um alternative Trainingsformen auszuprobieren. Lockere Grundlagenläufe, die Du jede Woche in Deinem running.COACH-Plan enthalten hast, können durch Schneeschuhlaufen oder Langlaufen ideal ersetzt werden. Zusätzlich kann ein langer Belastungsreiz beispielsweise durch eine Skitour erreicht werden. Im Winter heißt es, Grundlagen zu legen. Dazu sind Wintertrainingsformen, die in der Folge vorgestellt werden, ideal geeignet. Also, probier es mal aus! Viel Spaß dabei!

1. Langlaufen

Loipen, die zum Langlaufen einladen, gibt es besonders in Bergnähe. Ob klassisch oder Skating, beim Langlaufen wird der gesamte Körper trainiert. Mit etwas Übung und ausreichend Schnee ist das Langlaufen die ideale Bewegungsform im Winter, um fit zu bleiben und die Natur zu genießen.

Langlaufen ist ein perfektes Wintertraining

Langlaufen ist ein perfektes Wintertraining

Technik und Equipment: Beim klassischen Stil bewegt man sich innerhalb zweier paralleler vorgefertigter Spuren fort. Die Bewegung erfolgt im Diagonalschritt. Beim Skating wird auf einer geebneten Schneefläche im Schlittschuhschritt gelaufen. Die klassischen Ski sind etwa 20 cm länger als die eigene Körpergröße, die Stöcke gehen etwa bis zur Brust. Beim Skating sind die Ski dagegen nur etwa 10 cm länger, die Stöcke gehen bis zum Kinn.

Effekt und Anspruch: Ob klassisch oder mit der Skating-Technik: beim Langlaufen wird der gesamte Bewegungsapparat beansprucht und das Herz-Kreislauf-System trainiert. Der klassische Stil ist für Einsteiger in der Regel besser geeignet.

Örtlichkeit: Präparierte Loipen in den Wintersportgebieten. Besonders reizvoll ist auch das Langlaufen auf Nachtloipen, bei Vollmond und mit Stirnlampe.

 

2. Schneeschuhwandern oder -laufen

Wandern im Tiefschnee? Ohne zu Rutschen über beschneite Wege laufen? Schneeschuhe ermöglichen es, auch im Winter in den Bergen zu wandern oder durch den Tiefschnee zu laufen. Selbst verschneite Wiesen werden so zur Laufstrecke.

Schneeschuhwandern oder -laufen sind ein grossartiges Erlebnis

Schneeschuhlaufen ist ein grossartiges Erlebnis

Technik und Equipment: Mit Schneeschuhen kann entweder gewandert oder gelaufen werden, wobei man Wanderschuhe bzw. Laufschuhe in ein bewegliches Element einspannt. Sie sind etwa 15 mal 50 Zentimeter groß. Schneeschuhlaufen ist dem klassischen Laufen sehr nahe, die Schrittlänge ist nur etwas kürzer.

Effekt und Anspruch: Beide Formen, das Wandern und das Laufen, beanspruchen das Herz-Kreislauf-System, die Kraftausdauer und die gesamte stabilisierende Muskulatur, wobei das Laufen intensiver ist. Schneeschuhlaufen ist dem Laufen sehr ähnlich, weshalb kein besonderes Können vorausgesetzt wird.

Örtlichkeit: Beschneite Wege oder tieferer Schnee abseits der Wege in der Stadt, auf dem Land oder in den Bergen.

 

3. Skitour-Gehen

Felle unter den Ski anbringen, rein in die Bindung und rauf auf den Berg. Zum Skitourengehen braucht man keine Skipiste, sondern kann abseits der präparierten Strecken durch den Tiefschnee stapfen. Am Gipfel ruft dann oftmals eine jungfräuliche Tiefschneeabfahrt. Neulinge sollten anfangs unbedingt nur unter Anleitung eine Skitour machen.

Nacht-Skitourengehen ist ein ganz besonderes Erlebnis und Training zugleich

Nacht-Skitourengehen ist ein ganz besonderes Erlebnis und Training zugleich

Technik und Equipment: Spezielle Tourenski haben eine flexible Bindung, die Schuhe sind ebenfalls justierbar. Zum Aufstieg wird ein Fell unter den Ski befestigt. Technisch ist der Aufstieg dem normalen Gehen sehr nahe, wobei der Ski mit jedem Schritt nach vorne geschoben wird. Die Abfahrtstechnik ist abhängig vom Gelände.

Effekt und Anspruch: Das Herz-Kreislauf-System wird je nach Tempo und Anstieg moderat bis intensiv beansprucht. Zudem wird der ganze Körper muskulär trainiert.

Örtlichkeit: Seitlich der Skipiste oder abseits der Pisten. An verschiedenen Bergen gibt es auch ein besonderes Nacht-Skitourengehen.

Dieser Blog wurde von Ingalena Heuck, Sportwissenschaftlerin und Deutsche Meisterin (2010) im Halbmarathon verfasst.

6 Comments

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  • Seit ich den swing des Kettlebelltrainings ohne Kettlebell oder mit einem Buch mache, blüht mein Körper auf und zeigt bessere Laufleistungen. Skilanglauf oder – wamdern bedarf des Schnees. Kettlebelltraining ist einfacher.

  • Ich nutze das Minitrampolin. ist ebenfalls eine tolle Alternative. Weiß nur nicht wie ich das in das Tagebuch Protokoll eintragen soll.

    • Liebe Brunhilde

      Aktuell empfehlen wir dir für das Minitrampolin eine alternative Sportart aus der Liste auszuwählen, die du nie ausübst. Zum Beispiel: Inline. Wenn du nun in der Statistik nach Inline-Einheiten suchst, weisst du, dass dies eigentlich Minitrampolin ist.

      In einer neuen Version des running.COACH werden wir da eine bessere Lösung bieten können.

      Beste Grüsse

      Valentin

  • Hallo Jasmin,

    ich finde die Schneeschuhe von ATLAS super. Hier gibt es den RACE, der sehr leicht ist, eine ideale Steifigkeit aufweist und eine gute Passform hat. Ich habe diesen im letzten Winter bei der Schneeschuh WM getragen – ging gut 🙂
    Hier der Link zum Produkt: http://de-de.atlassnowshoe.com/snowshoes/race

    Viel Spaß beim Schneeschuh-Laufen!

    Beste Grüße,
    Dein Running.COACH Leni

  • Interessante Techniken sind vorgeschlagen, danke! Ausprobieren möchte ich die in unserem Urlaub, für den der Freund schon eine Wohnung gemietet hat. Nach seinen Worten machen mich die frische Luft und der Skilauf frisch und munter für ein ganzes halbes Jahr. Mal sehen!

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