Stephan Lehmann – running.COACH Teammitglied

Kurz nach meinem letzten Blogeintrag kam eine Mail vom running.COACH mit einer faustdicken Überraschung: Brooks spendiert uns drei running.COACH-Bloggern jeweils ein kurzes und langes Lauf-Outfit, sowie ein paar Schuhe nach Wahl. Wow, der absolute Hammer! Bisher kannte ich die Marke nur aus den Katalogen, den Geschäften und Online-Portalen. Aus den Kollektionen hatte bislang noch nie etwas den Weg in meinen Schrank gefunden. Als kurz darauf das Päckchen mit der Post kam, waren Neugierde und Vorfreude sehr groß. Ich hatte mich vor einiger Zeit bei Brooks mal als Kleidungs-Tester und Blogger beworben, habe darauf jedoch keine Resonanz bekommen (vielleicht, weil ich bislang immer einen anderen Hersteller sehr stark bevorzugt habe?). Nun bekam ich also doch die Möglichkeit, die Produkte ausgiebig zu testen.

Stephan - neu eingekleidet mit Brooks Running Produkten

Stephan – neu eingekleidet mit Brooks Running Produkten

Es gab je eine kurze und eine lange Hose, dazu ebenso eine kurzes und ein langes Laufshirt (alles aus der Infinity-Serie), ein paar Socken und den Ravenna 5. Schon die Anprobe war ein Erlebnis: sehr angenehm am Körper, mit einem ausgesprochen guten Sitz (auch wenn ich keine Model-Maße habe). Das machte schon mal neugierig aufs Probelaufen. Die Socken bestätigten den Eindruck: sehr angenehm am Fuß, ohne irgendwo zu schnüren oder zu locker zu sitzen. Aber der Schuh war das größte Highlight: im Karton wirkte der Ravenna 5 sehr klobig und machte einen sehr schweren Eindruck. Doch schon beim Herausholen merkte ich, das dem bei weitem nicht so ist und der Schuh alles andere als schwer ist. Beim Anziehen fühlten sich meine Füße sofort wohl und „umschmeichelt“. Der Schuh saß quasi perfekt und wie gesagt, schwer war er überhaupt nicht. Also schnell ein paar „Beweisfotos“ geschossen und dann nix wie ab auf die Laufstrecke . Da es mehr als 30 Grad war, habe ich das kurze Laufoutfit gewählt…

Rundum wohl mit dem neuen Outfit. Auch bei extremen Bedingungen.

Was soll ich sagen/schreiben? Die Eindrücke der Anprobe wurden vom ersten bis zum letzten Meter (von 10.000) bestätigt und fortlaufend verfestigt: klasse Sitz, optimale Funktion in Sachen Schweißtransport (bei diesen Temperaturen und einer Laufgeschwindigkeit von ca. 5:20/Km gab es davon reichlich), kein Scheuern, kein Nichts – Super! Und der Schuh? Was soll ich sagen? Der absolute Hammer! Angenehm am Fuß, kein Dran-gewöhnen notwendig und ein fantastisches Laufgefühl. Zum Ende meiner 10 Kilometer Runde stand mein Fazit fest: Brooks hat das absolute Potenzial, mein neuer Lieblingspartner in Sachen Laufbekleidung zu werden. Und dieser Eindruck hat sich im Laufe der folgenden Tage absolut verfestigt…

Doch das war noch längst nicht alles in Sachen Überraschungen. Und da es leider nicht nur gute, sondern manchmal halt auch böse gibt, hat mich auch die Schattenseite der Überraschungen erwischt: wir haben jetzt Mitte August und seit gut zweieinhalb Wochen habe ich kein richtiges Lauftraining unter die Füße bekommen. Fing es an mit permanentem Zwicken in den Adduktoren auf den ersten zwei, drei Kilometern, so habe ich das noch nicht so richtig wirklich ernst genommen. Im Anschluss konnte ich ja nahezu beschwerdefrei Laufen und damit ist ja dann auch immer alles gut. In Anbetracht der bevorstehenden Herbstläufe wollte ich jedoch auf „Nummer Sicher“ gehen und legte lieber mal eine trainingsfreie Woche ein. Doch dann kam es: wohl unterstützt von Rückenschmerzen, die ich immer mal wieder (mal mehr oder weniger stark) habe, verschwand der Adduktorenschmerz während meines ersten Laufes nach einer Woche Pause nicht nach zwei, drei Kilometern wieder, sondern er „wanderte“. Von den Adduktoren in den rechten hinteren Oberschenkelmuskel und von dort immer weiter runter in die Wade. Beide Muskeln machten immer mehr zu, und während ich anfangs noch dachte, ich könne über diesen Schmerz hinweg laufen (wie ich es ja schon sooft gemacht habe), wurde es immer schlimmer und nach 7 Kilometern ging dann gar nichts mehr: Abbruch der Einheit und quasi auf den Brustwarzen zurück zum Auto kriechen. Beim anschließenden Orthopädenbesuch (wer mich kennt weiß, wie selten ich zum Arzt gehe) schlug der schon die Hände über dem Kopf zusammen, wie steif und unbeweglich ich bin, bzw. wie sehr meine Oberschenkelmuskulatur ist. Seine Frage, ob ich mich beim Laufen oft dehne, musste ich kleinlaut verneinen. Also gab’s erst mal eine Familienpackung Diclofenac gegen die Entzündungen in der Muskulatur und eine Verordnung zum Physiotherapeuten, der meine Blockaden lösen und meine Beweglichkeit wieder herstellen soll.

Stephan wird in Zukunft Kraftgymnastik-Übungen nach dem Vorbild von Ingalena Heuck durchführen

In der Konversation mit dem running.COACH wurde ich freundlich auf meine Unterlassungssünden in Punkto Kraftgymnastik hingewiesen, mir aber anhand von kurzen Videoclips auch direkt Anschauungsmaterial an die Hand gegeben. Und siehe da: auch trotz meines hohen Alters konnte ich mich erinnern: da war doch mal was. Als ich vor 6, 7 Jahren noch in einer leistungsbezogenen Laufgruppe angemeldet war, habe ich diese Übungen tatsächlich regelmäßig durchgeführt…

Im Grunde genommen ist das gar nicht so wild, es erfordert halt nur auch wieder ein bisschen Disziplin und Konsequenz und wenn man sich dran gewöhnt hat, dann gehört es wohl auch zur Normalität. Man (nein, ICH!) muss es „einfach“ nur tun…

Ein bisschen bange ist mir nun aber doch: die auferlegte Laufpause geht nun zu Ende und es gilt, jetzt langsam wieder in Tritt zu kommen. Im Hinterkopf schwebt aber auch eine recht große Beklemmung in mir: ich möchte nicht zu früh beginnen, um meinen Start in New York nicht zu gefährden. Ok, vorher wären noch Berlin und Mallorca – aber ganz ehrlich, die könnte ich im Grunde genommen verschmerzen, zumal Berlin nun ohnehin nur noch ein Vorbereitungslauf ist. Soviel Erfahrung ich mittlerweile mit dem Laufen ich im Laufe der letzten 20 Jahre auch gesammelt habe – so unerfahren bin ich Punkto Verletzungen. Ich werde es also ganz langsam angehen und genau auf meinen Körper hoffen müssen…

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