Michael Romberg – running.COACH Teammitglied

Im letzten Monat habe ich euch von meiner „Ersatzsportbetätigung“ anstelle eines strukturierten Laufplanes berichtet. Momentan laufe ich wegen der noch anhaltenden Verletzung überhaupt nicht. Mein Ischiasnerv beruhigt sich langsam, so dass ich im November wieder mit dem Training anfangen werde. Zwischenzeitlich war ich viel in den Bergen, so dass ich nicht allzu viel Kondition verloren habe.

Michael Romberg während seinem Urlaub an der Adria

Michael Romberg während seinem Urlaub an der Adria

Laufen, beziehungsweise ein zielgerichtetes Training ist nach einem erfolgreichen Frühling nun schon eine ganze Weile nicht mehr möglich. Was fehlt dir am meisten?

Am meisten fehlt mir das Laufen abends oder morgens während der Woche. Ein schneller oder kurzer Lauf von 60 Minuten ohne großen Planungsaufwand war immer möglich. Alle anderen sportlichen Ersatzaktivitäten sind zeitlich aufwändiger und finden viel am Wochenende statt. Ein Bergtag dauert immerhin 6-8 Stunden.

Es sind nicht zwingend die Erfolge, die uns weiterbringen, sondern Verletzungen und Misserfolge. Was nimmst du mit aus deiner Verletzungsphase?

Bis vor einem Jahr hatte ich zeitlebens noch keine Verletzung. Maximal einen starken Muskelkater oder Blasen an den Füßen. Dadurch schleicht sich so ein bisschen die Denkweise ein, „Wenn der Körper funktionieren muss, funktioniert er“. Im Nachgang nehme ich mit, dass ich zu wenig auf die Beweglichkeit geachtet habe und das Warmlaufen zu kurz gekommen ist.

Weiterhin gewann ich die Erkenntnis, dass dreimal Lauftraining in der Woche über das Jahr für mich die optimale Belastung ist. Selbst im Marathon habe ich durch den vierten Lauftag nicht wirklich an Zeit gewonnen. Die Umstellung auf viermaliges Lauftraining wird mir zu monoton und belastet wohl meinen Bewegungsapparat zu einseitig. Weitere Einheiten würde ich deshalb nur in anderen Sportarten, wie Radfahren oder Skaten durchführen.

Zudem bin ich etwas entspannter geworden. Während für mich noch vor einem Jahr fast die Welt zusammen gebrochen ist, als der Arzt sagte, drei Monate Laufpause, sehe ich das heute mit etwas Distanz nun lässiger. Laufen ist schön – Gesundheit ist wichtiger.

Hast du dir schon Gedanken zur nächsten Laufsaison und allfälligen Zielen gemacht?

Den Rest dieses Jahres und Anfang des nächsten Jahres möchte ich erstmals vollständig gesund werden und wieder langsam in ein strukturiertes Training einsteigen. Im Frühjahr ist dann ein Halbmarathon mit entsprechender Vorbereitung geplant. Weiter möchte ich im Sommer einen Volkstriathlon oder die Kurzdistanz machen. An meinen 5. Marathon im Herbst will ich erstmals nicht denken und abwarten wie das Lauf Jahr 2015 beginnt.

Beste Grüsse

Michael

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