Léonie von Tavel an den Ladies Days

Obwohl ich mir nicht sicher war, ob es eine gute Idee ist, in der Woche nach dem Grand-Prix in Bern gleich zu den Ladies Days nach Valbelle-Lenzerheide zu gehen,  war es das im Nachhinein alleweil.

Léonie reiste nach Valbella in die wunderschöne Berg- und Seenlandschaft

Mittwoch – Selbsteinschätzungslauf

Nach einer gemütlichen Anreise mit dem ÖV, traf ich in der Hotelbar des Hotels Waldhaus auf die weiteren 35 Ladies, die sich für die Trainingstage angemeldet hatten. Da wurden wir durch Fabienne und Lukas vom Ryffel Running-Team begrüsst. Gleich darauf instruierte uns Dr. Thomas Wessinghage über den  folgenden Selbsteinschätzungslauf: Wir sollten in einem lockeren Trainingstempo die knappen 3km um den Heidsee joggen. Wer keine Pulsuhr dabei hatte, wurde mit einer solchen ausgerüstet und im Ziel mussten alle gleich auf einer Borg-Skala von 6 (überhaupt nicht anstrengend) bis 20 (extrem anstrengend) ihre subjektive Befindlichkeit angeben. Objektiv dazu wurde der Puls abgelesen und jeder von uns einen Tropfen Blut am Ohr genommen zwecks Laktatwert-Bestimmung. Die Auswertungen kriegten wir dann am Samstag.

Donnerstag – Videoanalyse und Berglauf

Da die Wetterprognose für den Freitag wirklich garstig war (Schneeregen und kalt) kehrte das Ryffel Running-Team das Programm um, so dass  am Donnerstagmorgen bei strahlendem Wetter von jeder Läuferin eine Videoanalyse gemacht wurde. Diese wurden anschliessend von Dr. Thomas Wessinghage auch gleich beurteilt, ausgewertet und mit Massnahmen zu Verbesserung unseres Laufstils versehen. Und ja, lieber Blog-Kollege Jonas: Wohl fast alle von uns mussten sich anhören bzw. konnten es auf der Videoanalyse gleich ansehen, dass Rumpfstabilität bzw. Gymnastikübungen wohl einfach ab einem gewissen „Lauf-Ehrgeiz“ dazu gehören, wenn man weiter kommen will! Vielen von uns wurde von Thomas Pilates „verschrieben“ und vom Ryffel Running-Team die „Manager-Rolle“ als tägliche kurze Übung vorgezeigt.

Am Nachmittag machten wir uns dann auf zum Berglauf. Die kürzere Strecke ging über 9km, die längere über 12km. Das Ryffel Running-Team verteilte sich auf die verschieden schnellen Gruppen auf und begleitete uns mehr oder weniger intensiv. Ich startete in der hintersten Gruppe und wir wurden von Markus Ryffel persönlich begleitet. Das war irgendwie schon ein spezielles Gefühl! Ich genoss es dann, mit 2 gleich schnellen Läuferinnen die 12km zu absolvieren und war um die Trink-Stärkung in der Streckenhälfte sehr froh.

Berglauf bei schönstem Wetter – Bild gemacht von Markus Ryffel

Nach dem Lauf wurde der Wellnessbereich von den meisten Ladies rege benutzt und insbesondere die beiden Whirlpool-Wannen waren im Dauereinsatz. Der Tag-abschliessende Vortrag von Markus Ryffel über Lauftechnik war informativ und spannend, und es wurde einmal mehr klar, dass für erfolgreiches Laufen nicht nur die Beine gut trainiert sein müssen. Am nächsten Tag konnten wir gleich verschiedene Trainings-Techniken kennenlernen.

Freitag – Lauftechnik, XCO, TRX und Aqua-Fit

Am Freitag früh war es tatsächlich nass und kalt und es schneite!  Nicht gerade aamächelig (verlockend), draussen Lauftechniktrainings zu absolvieren. Aber es nahm wohl keine der Ladies an den angebotenen Trainings nicht teil, und es profitierten alle von den Tipps&Tricks, die wir in den verschiedenen Disziplinen vom Ryffel Running-Team erhielten. Im Aqua-Fit wurden wir mit speziellen Anzügen ausgerüstet, mit denen man nicht unterging. Strampelnd bzw. ohne Bodenkontakt mussten wir durch das Wasser joggen, hüpfen und Kraftübungen absolvieren. Sehr spannend, diese gelenkschonende Disziplin kennenzulernen. Das galt ebenfalls für das anschliessende XCO: Das ist ein Lauftraining mit speziellen Hanteln, mit denen man bzw. frau die Armlauftechnik (gemäss Markus Ryffel sind die Arme der Motor der Läuferin) trainiert und verbessert.

XCO-Training bei nasskaltem Wetter mit Markus Ryffel

Am Abschlussabend durften wir schliesslich vom chic gekleideten Ryffel Running-Team unsere Kursdiplome entgegen nehmen.

Samstag – Footing, Resultate Selbsteinschätzungslauf

Obwohl doch einige Ladies noch länger an der Bar geblieben waren, standen beinahe alle am Samstag um 7:15 Uhr im Tenue Sport vor dem Hotel und hatten kalt. Zum Glück teilten wir uns schnell in 2 Gruppen auf und brachen auf zu einem dreiviertelstündigen Footing (Joggen, Dehnen und Koordinationsübungen).

Nach dem Frühstück hielt uns Dr. Thomas Wessinghage einen sehr anschaulichen und informativen Vortrag über die Stoffwechselverhältnisse und –abläufe beim Laufen. Er zeigte uns auf, was genau passiert, wenn man im aeroben  Bereich trainiert und wie die Muskulatur viel weniger effizient arbeiten kann, wenn man in den anaeroben Bereich rutscht und mit wie wenig Pulsdifferenz man diesen Bereich erreicht. Hier gibt es mehr Infos dazu. Und so wurden  uns die Zusammenhänge  von unseren Messungen am ersten Nachmittag, nämlich unserem Puls, unsere subjektive Befindlichkeit bezüglich Anstrengung und Laktatwert im Blut klar. Es war enorm spannend, wie unterschiedlich diese Werte von uns 36 Ladies ausfielen. Jede von uns erhielt anhand dieser Werte eine individuelle Trainingsempfehlung.

Für mich persönlich war diese Auswertung extrem wertvoll, zeigte sie mir doch auf, dass ich dank des running.COACH-Trainingsplans seit Anfang Dezember sehr massvoll und gesund trainierte, nun aber meine „Puls-Komfort-Zone“ definitiv verlassen muss/kann, wenn ich schneller werden will. Ran an die Arbeit;-)

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