40. Greifenseelauf – 5 running.COACH Tipps

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Am Samstag 21. September wird der Startschuss zum 40. Greifenseelauf fallen. Noch bleibt also rund ein Monat Zeit, um die Vorbereitungsphase optimal abzuschliessen. Doch was gibt es im letzten Monat vor dem Wettkampf zu beachten?

Anmeldung

Falls du noch nicht angemeldet bist, so kannst du dich bis am 15.09.19 online anmelden (Achtung: ab dem 10.09.19 werden 10 CHF Nachmeldegebühr eingefordert).

Training

Versuche in den letzten Wochen vor dem Greifenseelauf nicht, Trainings nachzuholen. Halte an deinem Plan fest und steigere nicht plötzlich die Trainingsmenge, weil du das Gefühl hast, in der Vergangenheit eventuell zu wenig trainiert zu haben. Rund zwei Wochen vor dem Wettkampf kann es dann Sinn machen, in eine Taperingphase überzugehen. Mehr dazu findest du hier.

Vorbereitungswettkampf

Falls du noch kurzfristig einen Vorbereitungswettkampf in dein Programm einbauen möchtest, dann empfehlen wir dir rund zwei Wochen vor dem Greifenseelauf einen Wettkampf über 10km zu absolvieren. Viel länger sollte der Lauf allerdings nicht sein.

Ernährung

Vor allem für die Tage unmittelbar vor dem Greifenseelauf gilt: Ernähre dich ausgewogen und integriere genügend Kohlenhydrate (Vollkorn-Pasta, Reis, Kartoffeln, Süßkartoffeln etc.) in den Menüplan. Aber Vorsicht: Es gibt auch ein Zuviel. Hier findest du einige Rezeptideen. Und vergiss nicht genügend Wasser zu trinken.

Renneinteilung

Lege dir deine Renntaktik zurecht. Dabei kann dir zum Beispiel unser Laufrechner eine grosse Hilfe sein:

Falls du eine detaillierte Planung bis zum Wettkampf erhalten möchtest, dann erstelle dir unter www.runningcoach.me deinen persönlichen Trainingsplan.
Wir wünschen dir viel Spass beim Greifenseelauf!

Topresultate bei Sierre-Zinal!

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Maude Mathys (2.49:20) und Kilian Jornet (2:25:35) heissen die Gewinner der diesjährigen Austragung von Sierre-Zinal. Im mit Stars gespickten Teilnehmerfeld fielen sowohl der Streckenrekord bei den Damen, als auch bei den Herren. Die Streckenrekorde fielen so überraschend deutlich, dass in unserem Wettbewerb fast niemand, auch nur annährend die richtigen Gewinner/innen-Zeit erraten hat.
Sierre-Zinal ist aufgrund seiner fast fünf Jahrzehnte langen Geschichte und seiner verehrten sportlichen Leistungen ein legendäres Trail-Race, und am Sonntag entlang seiner berühmten Trails in den Schweizer Alpen fügte eine weitere Trail-Running-Legende sowohl seinem eigenen geschichtsträchtigen Erbe als auch dem des Rennens ein weiteres Kapitel hinzu. Der Spanier Kilian Jornet (Team Salomon), der mit rasantem Tempo aufbrach, verließ eines der wettbewerbsfähigsten Trail Running-Felder der letzten Jahre und gewann in 2:25:35 und zerstörte Jonathan Wyatts langjährigen Streckenrekord von 2:29:12 um drei Minuten und 37 Sekunden. Es war Jornets siebter Sieg in Sierre-Zinal in neun Versuchen.
Bei den Damen brach auch die Schweizerin Maude Mathys (Team Salomon) den Streckenrekord von Sierre-Zinal und gewann in 2:49:20 Minuten mit fast fünf Minuten die Zeit von Anna Pichrtova von 2008. Sowohl Jornet als auch Mathys gewannen von vorne und stiegen beim anspruchsvollen frühen Aufstieg in die Führung.

Jornet wurde vom Sieger Petro Mamu aus Eritrea, der auch den bisherigen Streckenrekord brach, tapfer gejagt und lag in 2:26:31 nur 56 Sekunden hinter dem Spanier zurück. Der amerikanische Läufer Jim Walmsley (Team Hoka), der zum ersten Mal in Sierre-Zinal antrat, wurde in beeindruckenden 2:31:52 Minuten Dritter. Juan Carlos Carera wurde 4. in 2:32:52 Uhr und der Brite Robbie Simpson wurde 5. in 2:33:55 Uhr.
Bei den Damen sorgte Mathys dafür, dass Jornet nicht der einzige war, der an diesem Tag einen Rekord brach. Ihre Zeit von 2:49:20 war fünf Minuten vor der Schweizerin Judith Wyder (Team Salomon), die in 2:54:20 beendete, und brach den bisherigen Streckenrekord von 2:54:26 um fünf Minuten und sechs Sekunden. Wyder lag mit sechs Sekunden ebenfalls unter dem bisherigen Rekord.
Mathys war vor einigen Wochen beim Dolomyths Sky Run in Italien Dritte, aber am Sonntag nutzte sie ihre Stärke im ersten langen Uphill, um in der Anfangsphase Abstand zwischen sich und dem Feld zu halten. Sie war bei der zweiten Zeitmessung nach rund 1:20h Rennzeit in Chandolin mehr als drei Minuten voraus und wurde vom Rest des Rudels nie wieder gesehen.
Die Italienerin Silvia Rampazzo (Team Tornado) wurde mit einem weiteren starken Auftritt in der Golden Trail World Series Dritte. Sie beendete es in 2:56:17 Uhr. Die Neuseeländerin Ruth Croft (Team Scott) setzte ihre erstaunliche Beständigkeit mit einem 4. Platz in 3:01:56 fort, während die Französin Anais Sabrié in 3:01:58 auf Platz 5 kam.
Rekordzeiten im Überblick mit Zwischenzeiten:

SierreZinal 2019 Record Runs
SierreZinal 2019 Record Runs

Den gesamten Livestream vom Rennen gibt es hier zur Wiederholung:

Alle Resultate sind hier zu finden: https://www.datasport.com/live/ranking/?racenr=21138

 

running.COACH Wettbewerb

Und hier die Auswertung und die Gewinner von unserem Wettbewerb. Die Gewinner gewinnen alle ein kostenloses running.COACH 3-monate Abo:

 

1.) Gewinnerin Damenrennen + Siegerzeit
Richtige Antwort: Maude Mathys / 2.49:20.
Auf die richtige Läuferin gesetzt und mit der besten Zielzeit geschätzt hat: Christoph Kellerhals (SUI), seine geschätzte Zeit: 2:52:58

 

2.) Gewinnerin Herrenrennen + Siegerzeit
Richtige Antwort: Kilian Jornet / 2.25:35.
Auf den richtigen Läufer gesetzt und mit der besten Zielzeit geschätzt hat: Quentin (SUI), seine geschätzte Zeit: 2:27:45

 

3.) Bestgeschätzte Siegerzeit im Damenrennen:
Richtige Antwort: 2.49:20.
Am besten geschätzt hat Guillermo Morea (ARG) mit 2:50:00 (Sein Tipp für die beste Frau war ‚Eli Anne Dvergsdal (NOR)‘)

 

4.) Bestgeschätzte Siegerzeit im Herrenrennen:
Richtige Antwort: 2.25:35.
Am besten geschätzt hat Quentin (SUI), siehe Nummer 2. Den Preis erbt der nächst nähere Tipp von Dirk (LUX) mit 2:27:48 2:50:00 (Ihr Tipp für den schnellsten Mann war ebenso Kilian Jornet.

 

5.)  a) Welches Land hat die meisten Top-10-Platzierungen? (W+M) + b) Werden die Rekorde im Damen- und Herrenrennen gebrochen? + c) wie viele Männer laufen unter 2:40h?  wie viele Damen unter 3:10h?

 

Richtige Antworten:
a.) Beste Trailrunning Nation: Switzerland
Sierre Zinal 2019 Top Men and Women
Sierre Zinal 2019 Anzahl Top 10 Men and Women
b.) Rekord Damen gebrochen: ja
b.) Rekord Herren gebrochen: ja
c.) Anzahl Top Herren/Damen 2019 Männer 16, Damen 9.
Sierre Zinal Top Men Women
Die Zahlen beweisen sehr gut, dass dieses Jahr ganz ein spezielles Jahr war, was das Niveau angeht.
Am besten diese Aufgabe gelöst hat Gabe aus Katalonien (ESP). Sie hat die Anzahl Top Männer und Damen exakt geschätzt und den auch auf den Männerrekord getippt. Beim Tipp für die beste Trailrunning Nation hat sie jedoch auf Spanien getippt.
6.) Zufallspreis:
Ausgelost wurde: Paul Halford (GBR)
Wir freuen uns, wenn auch im Jahr 2020 das Rennen zu einem grossen Spektakel wird! Und wer weiss, nächstes Jahr ist vielleicht das Nationale Fernsehen auch dabei.
Jim Walmsley Sierre Zinal
Jim Walmsley Sierre Zinal

Sierre-Zinal 2019 – der Kampf der Giganten!

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Sierre-Zinal ist kein normaler Berg-, beziehungsweise Traillauf. Was Wimbledon fürs Tennis, das Wacken Open Air für Heavy Metal Fans oder die Lauberhornabfahrt für die Skifahrer, das ist Sierre-Zinal für die Berg- und Trailläufer: Etwas aussergewöhnliches.
31 Kilometer misst die Strecke und führt die Läuferinnen und Läufer auf den ersten zwei Dritteln der Strecke von Sierre (570 m.ü.M.) bis auf 2425 m.ü.M., um dann auf dem letzten Drittel rund 750 m nach Zinal abzusteigen. Daraus resultiert ein Total von 2200 Meter aufsteig und 1100 Meter Abstieg. (19 miles, 7,200 feet of uphill and 3,600 feet of downhill)
Karte und Profil vom Lauf: https://runningcoach.me/en/events/2313
Seit dem Jahr 1974 gibt es den traditionsreichen Anlass schon, womit Sierre-Zinal der älteste Berglauf unter den grossen europäischen Wettkämpfen in den Bergen ist. Vieles spricht dafür, dass aber gerade die diesjährige Ausgabe eine ganz besondere werden wird!
Grund dafür sind die zahlreichen Top-Athleten, welche dieses Jahr die Laufstrecke zwischen Sierre und Zinal unsicher machen werden. Einige von Ihnen im Kürzestportrait:
HERREN
Kilian Jornet, Spanien, 31 Jahre
Der Katalane macht sich auf, seinen bereits siebten (!) Sieg beim Sierre-Zinal einzufahren. Er gewann das erste Rennen der Golden Trail World Series und hat den Streckenrekord fest im Visier.
Mehr Infos zu Kilian Jornet gibt es im running.COACH Blogbeitrag aus dem Jahr 2018 zu lesen:
Jim Walmsley, USA, 29 Jahre
Dies wird sein erster Start beim traditionsreichen Berglauf sein. Eigentlich ein Spezialist für die Ultra-Strecken, das spezielle Streckenprofil könnte ihm jedoch entgegenkommen.
Davide Magnini, ITA, 21 Jahre
Vom Tourenskifahren kommen ist er der Shootingstar der Szene. Er gewann sowohl den Mont Blanc Marathon als auch den Dolomyths Run. Im letzten Jahr kam er als 7. In Zinal ins Ziel, 5 Minuten hinter Jornet – Wetten, dass er auch dieses Jahr eine Topleistung abliefern wird?
Nadir Maguet, ITA, 26 Jahre
Zweimal stand ihm dieses Jahr sein Landsmann Davide Magnini vor der Sonne – sowohl den Mont Blanc Marathon als auch den Dolomyths Run beendete Maguet auf dem 2. Platz.
Bart Przedwojewski, POL, 26 Jahre
Der Pole ist der führende der Golden Trail World Series nach den ersten drei Läufen.
Marc Lauenstein, SUI, 38 Jahre
Unvergessen sein Triumph im Jahr 2013, als er das Rennen im finalen Abstieg für sich entscheiden konnte. Nach einer Fussverletzung ist Lauenstein nun zurück und möchte auch dieses Jahr wieder entscheidend ins Geschehen eingreiffen.
Bericht über Marc Lauenstein im running.COACH Blog (2018)
Jacob Adkin, GBR, 23 Jahre
Der Brite wurde im Juni Berglauf-Europameister in Zermatt. Was können wir ihm auf der rund 2.5 Mal längeren Strecke zutrauen?
Weiter Favoriten im Männerrennen:

  • Robbie Simpson, GBR (2. 2018)
  • Robert Surum, KEN (3. 2018)
  • Francesco Puppi, ITA ( 4. 2018)
  • Petro Mamu, ERI (1. 2016)
  • Rémi Bonnet, SUI (4. Berglauf EM 2019)
  • Stian Aarvik, NOR (2. Berglauf EM 2019)
  • Elhousine Elazzaoui, MAR
  • Jan Margarit, ESP
  • Teboho Noosi, LES (Wants to break the record)
  • Max King, USA (1. Berglauf WM 2011, 3. 2017)
  • Yokouchi Yutaro, JAP
  • Florian Neuschwander, GER
  • Sage Canaday, USA
  • Julien Rancon, FRA
  • Andrew Douglas, GBR
  • Petter Engdahl, SWE
  • Juan Carlos Carera, MEX
  • Geoffrey Gikuni, KEN

Starke Einheimische – Ready für eine Topplatzierung

  • Stephan Wenk, SUI
  • Jonathan Schmid, SUI
  • Joey Hadorn, SUI
  • Pascal Buchs, SUI
  • Stefan Lustenberger, SUI
  • Martin Anthamatten, SUI
  • Werner Marti, SUI

DAMEN
Lucy Murigi, KEN, 34 Jahre
Die Kenianerin macht sich in diesem Jahr auf, den Hattrick nach Hause zu bringen. Nach zwei Siegen in den vergangenen zwei Jahren könnte sie im aktuellen Jahr den dritten aufeinanderfolgenden Sieg bei Sierre-Zinal einfahren.
Ruth Croft, NZL, 30 Jahre
Nach einem Sieg beim Mont Blanc Marathon und einem zweiten Platz beim Dolomyths Run ist sie die aktuell führende der Golden Trail World Series.
Judith Wyder, SUI, 31 Jahre
Beim Dolomyths Run schockte die 31 jährige Schweizerin ihre Gegnerinnen indem sie den Streckenrekord gleich um sieben Minuten verbesserte. Dies macht die ehemalige Weltklasse Orientierungsläuferin natürlich auch auf heimischem Boden zu einer der Favoritinnen.
Maude Mathys, SUI, 32 Jahre
Am höchsten einzustufen ist wohl die aktuelle und dreifache Europameisterin im Berglauf. Beim Dolomyths Run hat sie den beim Uphill gezeigt, was sie drauf hat. Auch ihre Rollerqualitäten sind äusserst gut. So hat sie im letzten Jahr einen Strassenmarathon in 2:31:17 gelaufen.
Eli Anne Dvergsdal, NOR, 27 Jahre
Ein Sieg zum Auftakt der Tour und der zweite Platz im Zwischenklassement spricht Bände. Die Norwegerin dürfte heiss auf einen Spitzenplatz sein.
Simone Troxler, SUI, 23 Jahre
Die dritte Schweizer Läuferin, welche auf heimischem Boden viel erreichen kann. Sie hatte bei der letzten Austragung 2018 gezeigt was sie drauf hat und wurde überraschend dritte.
Weitere Favoritinnen im Frauenrennen:

  • Sarah Tunstall, GBR
  • Elisa Desco, ITA
  • Carrion Gisela, ESP
  • Lina El Kott Helander, SWE
  • Ragna Debats, NED
  • Eli Gordon, ESP
  • Yiou Wang, USA
  • Silvia Rampazzo, ITA
  • Sarah McCormack, IRL
  • Holly Page, GBR

Starke Einheimische – Ready für eine Topplatzierung

  • Theres Leboeuf, SUI
  • Victoria Kreuzer, SUI
  • Maya Chollet, SUI
  • Alessandra Schmid, SUI

Wer sind deine Favoriten? Bist du ein Kenner der Trail und Berglaufszene? Dann beweise es uns: https://forms.gle/Cr2YLY7ixcrpNkwB6
Start ist übrigens am Sonntag 11. August 2019 um 10:00 CET.

Rennplanung / Laufzeitrechner

Falls du eine/r der 5200 TeilnehmerInnen bist und gerne Hilfe beim Zurechtlegen der Renntaktik hättest, dann können wir dir unseren Laufrechner für das berechnen einer möglichen Finisherzeit und Kilometersplits wärmstens empfehlen:

Dieser Artikel wurde geschrieben von Jonas Merz und Gabriel Lombriser.

Die 10 schönsten Marathons

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Marathon ist die Königsdisziplin des Langstreckenlaufs. Nicht nur für Spitzensportler, sondern auch für Hobby-Läufer sind Marathons attraktiv. Doch die Auswahl an Events ist schier unendlich. Welche Marathons sind denn eigentlich die schönsten? Wir haben unsere Top 10 zusammengestellt.

Jungfrau-Marathon

Der Jungfrau-Marathon ist mit seinen 1’829 Höhenmetern (wovon ca. 1500m erst ab Kilometer 25 anfangen) vielleicht kein Marathon für Lauf-Einsteiger. Das Ziel befindet sich auf 2’320m über Meer. Das heisst, nachdem man bereits 25km flach gelaufen ist, fängt die eigentliche Kraftprobe mit den verbleibenden 1’500 Höhenmetern in immer dünner werdender Luft erst richtig an. Es gilt also, seine Kräfte gut einzuteilen, damit man am Schluss keine böse Überraschung erlebt. Der lange Aufstieg lohnt sich aber und die Aussicht, die sich dabei bietet, ist atemberaubend schön.

Bild: sbb.ch
Webseite: https://www.jungfrau-marathon.ch/de/
Land: Schweiz
Monat: September
Streckenrekorde: 2:49:02 (Jonathan Wyatt, 2003), 3:12.56 (Maude Mathys, 2017)
Teilnehmerzahl: Rekord bei 8’572

Tromsø Midnight Sun Marathon

Das spezielle an diesem Lauf ist sicher die Mitternachtssonne, die dem Ganzen eine einzigartige Atmosphäre verleiht – sofern das Wetter mitspielt natürlich. Auch die Kombination aus schneebedeckten Berggipfeln und Meer ist sehr speziell . Die Strecke verläuft fast ausschliesslich dem Meer entlang und ist damit um einiges flächer als diejenige des Jungrau-Marathons. Auf dieser Strecke ist es deshalb deutlich einfacher, eine gute Marathon-Zeit aufzustellen.

Bild: msm.com
Webseite: www.msm.no
Land: Norwegen
Monat: Juni
Streckenrekorde: 2:20:31 (Ebrahim Abdulaziz, 2019), 2:38:22 (Brynhild Synstnes, 2019)
Teilnehmerzahl 2019: 1’022

Queenstown International Marathon

Neuseeland liegt zwar für die meisten nicht gerade um die Ecke, dieses Lauferlebnis ist die Reise aber definitiv wert. Queenstown liegt im südlichen Teil der Südinsel Neuseelands im Landesinnern. Auf der Strecke passiert man mehrere kleinere Seen in einer  idyllischen Landschaft bestehend aus Bergen, Wiesen und Waldpartien.  Die letzen 10 Kilometer der Strecke führen dann entlang des berühmten Lake Wakatipu ins Zentrum von Queenstown. Dieser Marathon ist mit seinen ca. 330 Höhenmetern, dem abwechselnden Belag (Teer oder Kiesweg) und dem moderaten Klima ein relativ „angenehmer“ Lauf. Ganz nach dem Motto der lockeren Neuseeländer: locker bleiben und geniessen!

Bild: queenstown-marathon.co.nz
Webseite: www.queenstown-marathon.co.nz
Land: Neuseeland
Monat: November
Streckenrekorde: 2:23:56 (Samuel Wreford, 2017), 2:52:21 (Hannah Oldroyd, 2017)
Teilnehmerzahl: 11’062 (bisher angemeldet für 2019)

Big Sur International Marathon

Dieser Marathon führt der Kalifornischen Küste entlang von Big Sur bis nach Carmel (liegt zwischen Los Angeles und San Francisco). Von Big Sur Station, 108m über Meer, geht es auf der Strecke 665m aufwärts und 770m bergab, sodass man in Carmel quasi auf Meereshöhe (3m ü. M.) ankommt. Die endlose Weite des Pazifiks, Strände, Klippen und sanfte Hügel machen diesen Marathon zu einem wunderschönen Erlebnis.

Bild: bigsurmarathon.com
Webseite: www.bigsurmarathon.com
Land: USA
Monat: April
Streckenrekorde: 2:16:39 (Brad Hawthorne, 1987), 2:41:45 (Svetlana Vasilyeva , 1996)
Teilnehmerzahl 2018: 3’291

Great Wall Marathon

Der Great Wall Marathon ist ein Marathon der ganz besonderen Art und sicher einer der anspruchsvollsten. Der Grossteil der Strecke verläuft direkt auf der Grossen Chinesischen Mauer! Dabei gibt es einiges an Höhenmetern zu erklimmen, viele davon in Form von Treppen. Das Gefälle beträgt stellenweise bis zu 10%. Es ist also nichts für diejenigen, die eine schnelle Marathon-Zeit anpeilen. Jedoch bietet dieser Lauf nicht nur landschaftlich, sondern auch kulturell etwas.

Bild: great-wall-marathon.com
Webseite: www.great-wall-marathon.com
Land: China
Monat: April
Streckenrekorde: 3:09:18 (Jorge Maravilla, 2013), 3:32:12 (Siliva Serafini, 2013)
Teilnehmerzahl 2019: 645

Patagonian International Marathon

Der Event findet im Südzipfel des südamerikanischen Kontinents in West-Patagonien statt, östlich des Südlichen Patagonischen Eisfelds (grösstes Gletschergebiet der Südhalbkugel ausserhalb der Antarktis) und südlich des Torres del Paine Nationalparks. Die Landschaft ist gebirgig, rau und abenteuerlich und bleibt einem sicher noch lange in Erinnerung.

Bild: patagonianinternationalmarathon.com
Webseite: www.patagonianinternationalmarathon.com
Land: Chile
Monat: September
Streckenrekorde: 2:57:36 (Luke Meyer, 2012), 3:30:29 (Inez-Anne Hagen, 2018)
Teilnehmerzahl 2018: 148

Virgin Money London Marathon

Wer lieber einen echten Klassiker unter den Marathons erleben will, ist am London Marathon sicher richtig. Zwar bietet er keine spektakuläre Naturkulissen, jedoch aber ein Stadt-Sightseeing entlang mehrerer Wahrzeichen der britischen Hauptstadt. Für diesen Tag scheint es, als sei die gesamte Bevölkerung Londons in den Strassen, um die vielen Läufer anzufeuern. Der London Marathon ist nicht nur unter Hobby-Läufern beliebt, sondern auch bei der Weltspitze ein absoluter Favorit, gilt er doch als einer der schnellsten Marathons der Welt.

Bild: Derby Telegraph
Webseite: https://www.virginmoneylondonmarathon.com/en-gb/
Land: Grossbritannien
Monat: April
Streckenrekorde: 2:02:37 (Eliud Kipchoge, 2019), 2:15:25 (Paula Radcliffe, 2003)
Teilnehmerzahl 2019: 41’906

Mt. Fuji International Marathon 

Der Mt. Fuji International Marathon ist ein weiteres Bijou unter den Marathons. Der Lauf findet im Herbst statt, was bedeutet, dass es zwar einerseits relativ kühl ist, aber gleichzeitig das Laub an den Bäumen schön rot-goldig ist. In Kombination mit dem weissen Gipfel des Mt. Fuji im Hintergrund und dem Wasser der zwei Seen die man unterwegs umläuft, ergibt das eine traumhaft schöne Landschaft.

Bild: Spacebib.com
Webseite: https://fujisan-marathon.jp/english/
Land: Japan
Monat: November
Streckenrekorde: 2:21:36 (Yusuke Kodama, 2018), 2:39:47 (Tomomi Sawahata, 2018)

Kilimandscharo Marathon

Der Event findet in Moshi, der grössten Stadt nahe des Kilimandscharo, ca. 800m über Meer statt. Die Strecke führt durch Teile der Stadt, viele kleine Bauernhöfe und Dörfer, Bananen- und Kaffeeplantagen und Waldpartien, zur grossen Freude der lokalen Bevölkerung, die die Läufer lautstark anfeuert. Der höchste freistehende Berg der Welt dominiert dabei mit seiner Präsenz im Hintergrund das ganze Gebiet.

Bild: World’s Marathons
Webseite: https://www.kilimanjaromarathon.com/
Land: Tansania
Monat: Ende Februar/ Anfang März
Streckenrekorde: 2:13:50 (David Kiprono, 2012), 2:38:03 (Alice Kibor, 2016)
Teilnehmerzahl 2018: 614

Petra Desert Marathon

Der Petra Desert Marathon ist ein anspruchsvoller Abenteuer-Marathon in einer wunderschönen Wüstenregion im Jordan. Der Lauf startet in der antiken Start Petra, von wo aus die Route durch das Gebiet um die Stadt herum führt. Die Landschaft besteht aus Steinbergen, Sand und Büschen und die Hitze verlangt den Teilnehmern einiges an Durchhaltevermögen ab. Das einmalige Naturerlebnis ist aber das Schwitzen allemal wert.

Bild: hdsports.at
Webseite: https://petra-desert-marathon.com/
Land: Jordanien
Monat: September
Streckenrekorde: 3:15:03 (Salameh Abdel Karim Al Aqra, 2009), 3:43:25 (Inez-Anne Haagen, 2015)
Teilnehmerzahl 2018: 121

Diese Liste ist natürlich subjektiv und es fiel uns sehr schwer, eine Auswahl zu treffen. Falls du selber andere Marathons auf die Liste setzen würdest, darfst du das gerne im Kommentarfeld unten anmerken. 😉

Verfasst von: Marion Aebi

Grand-Prix von Bern 2019 – 5 Facts

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Auch dieses Jahr haben wir die Ergebnisliste des Grand-Prix von Bern auseinander genommen. Ein paar der interessantesten Facts haben wir nun für den Blog aufbereitet. Die Daten beziehen sich dabei nur auf die 10 Meilen und nicht auf den Altstadtlauf.

1. Anzahl LäuferInnen pro Jahrgang

Bei der Verteilung der Teilnehmenden nach Alter ist ein ähnliches Bild wie in den letzten Jahren erkennbar: Die GP freundlichsten TeilnehmerInnen sind im Jahr 1991 geboren. Interessant ist die Tatsache, dass es bei den 18-jährigen (Jg 2001) einen 2. Peak gibt. 18 jährige haben also ein höheres Laufinteresse als 21-jährige. Sieben Jahre später – mit 28 Jahren – ist man am Zenit angelangt. Von da an geht der Trend abwärts, natürlich mit ein paar Ausreissern. Diese Kurve wäre wohl auch auf andere Bereiche des Lebens adaptierbar.

Grand Prix von Bern - Statistik Jahrgang

2. Durchschnittszeit pro Jahrgang

In dieser Kategorie wird der Pokal vom Jahrgang 1981 im letzten Jahr an die LäuferInnen des Jahrgangs 1982 weitergereicht und bleibt somit bei den 37 jährigen. Das Gallien der Jahrgänge stellen die TeilnehmerInnen mit Jahrgang 1945: Chapeau – da wurde wirklich mit einem Trend gebrochen! Einer der Hauptverantwortlichen für diese Marke ist Urs Frey (Jahrgang 1945), der den GP in diesem Jahr in einer Zeit von 1:07:50 beendete!

Grand-Prix von Berns Statistik Zeit Jahrgang

3. Die Stundenknacker

Hier gibt es verschiedene Herangehensweisen. Der Optimist würde von einem Aufwärtstrend sprechen, nachdem im Jahr 2017 der absolute Tiefpunkt erreicht war. Der Pessimist spricht von einem noch immer sehr tiefen Wert verglichen mit vor 30 Jahren. Wir von running.COACH sagen: Lasst uns einen Aufschwung herbeitrainieren, zum Beispiel mit einem Training nach Plan: www.runningcoach.me

GP Bern Stundenknacker

4. Verteilung der Finisherzeiten

Die 1:30 sind das rettende Festzelt bei einem sommerlichen Wolkenbruch – nämlich dort wo alle drunter wollen. Somit auch einleuchtend, dass der Peak mit den meisten LäuferInnen bei 1.29 liegt.

verteilung der finisher zeiten gp bern

 5. Die running.COACH Prognose

Eine Analyse unserer Laufprognosen, die entweder im Trainingsplan oder mit dem Laufrechner erstellt werden können, hat ergeben, dass die Abweichung bei durchschnittlichen 2.4% liegt. Dabei ist es so, dass 75% der Nutzer gar etwas schneller waren, als von uns vorhergesagt. Unsere Pläne sind wohl besser als wir selbst dachten…
Prognose GP Bern

Boston Marathon nach einer dreifachen Bypass-Operation – Die Geschichte von Dave McGillivray

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Nach einer dreifachen Bypass-Operation wird der Renndirektor des Boston Marathon, Dave McGillivray, am 15. April selbst am Start stehen. Dieser Artikel erzählt die Geschichte eines leidenschaftlichen Läufers, der auf brutale Weise erkennen muss, dass Fitness und Gesundheit nicht immer Hand in Hand gehen.
Dave McGillivray läuft praktisch schon sein Leben lang. Dave ist der Inbegriff eines Ausdauersportlers. Seinen ersten Marathon lief er im Alter von 18 Jahren und viele weitere folgten. Mit 23 durchquerte er rennend Amerika. Er hat auch mehrere Ironman-Wettkämpfe bestritten. Er war einer der Typen, die nicht zu bremsen sind und kannte keine Grenzen für die Leistungen seines Körpers. Doch nach 59 Jahren Lauf-Abenteuer, im Jahr 2013, änderte sich alles. Alles fing an mit Atemproblemen während des Laufens. „Es fühlte sich ein wenig an wie Asthma“, beschreibt Dave. Zunächst versuchte er, seine Probleme zu verstecken, weil er sich dafür schämte. Er, der doch so stark und ausdauernd war, sah seine Atemschwierigkeiten als eine Schwäche an. Er fing an, alleine zu trainieren, statt mit Freunden, aus Angst, jemand könnte etwas bemerken. Nach einem Jahr waren die Probleme immer noch nicht verschwunden und er beschloss, etwas dagegen zu unternehmen. Die üblichen Tests beim Arzt zeigten nichts beunruhigendes. Seine Form war immer noch deutlich über dem Durchschnitt für Leute in seinem Alter. Das war einerseits erfreulich, andererseits machte es ihn aber ratlos, da er dem Grund seiner Atemschwierigkeiten nicht näher gekommen war. Nach 1.5 Jahren mit weiteren Tests und Eliminieren von möglichen Ursachen beschloss er, eine Computertomographie seines Herzens zu machen. Er erhielt einen Termin im Oktober 2013. Die Diagnose: „stark blockierte Arterien und chronisch-ischämische Herzkrankheit“ (eine Krankheit, die zu Durchblutungsstörungen in den Blutgefässen des Herzens führt).

Bild: Dave am Tag seiner Computertomographie im Oktober 2013
Mehrere Arterien in seinem Herz waren stark blockiert! Laut den Ärzten war es gefährlicher zu operieren, als nicht zu operieren. In Anbetracht der langen Geschichte von Herzkrankeiten in Daves Familie war der Bescheid eigentlich kaum überraschend: beide seine Grossväter starben an Herzversagen, sein Vater hat bereits 5 Bypass-Operationen hinter sich und leidet an einer Aortenklappenerkrankung und seine Schwester musste auch eine dreifache Bypass-Operation über sich ergehen lassen. Aber für Dave war es schlicht undenkbar gewesen, dass er auch betroffen sein könnte. Er war doch sein ganzes Leben lang so fit und gesund gewesen! Da begann er erstmals, die Gleichung „fit=gesund“ in Frage zu stellen. Er begann, an seinem Lebensstil zu zweifeln und kam zum Schluss, dass er Dinge wie Schlaf, gesundes Essen und Stressreduktion zu stark vernachlässigt hatte. Er dachte nie, dass diese Dinge wichtig wären, da er ja in so guter physischer Form war. Er dachte, seine Fitness halte ihn gesund. Andererseits kannte Dave persönlich 6 sehr gute Athlet/innen, die aufgrund eines Herzversagens starben und erst durch seine eigenen Probleme sah er nun ein, dass die Fitness dieser Leute allein sie nicht vor Krankheit und Tod zu schützen vermochte. Dave beschloss deshalb, alles dafür zu tun, um nicht nur fit, sondern auch gesund zu werden. Von da an krempelte er seinen Lebensstil komplett um: er begann zu meditieren, er schlief mehr als früher und er verlor auch sofort Gewicht. Der nächste medizinische Check war 2014, einige Wochen vor dem Ironman Hawaii im Oktober. Seine Lebensumstellung schien sich auszuzahlen! Die Blockaden in seinen Arterien hatten sich um ganze 40% reduziert! Dave konnte sein Glück kaum fassen. Er bekam die Erlaubnis, zum ersten Mal seit 25 Jahren wieder am Ironman in Hawaii an den Start zu gehen.

Bild: Dave im Ziel des Ironman Hawaii 2014
In den nächsten 3.5 Jahren folgten viele sportliche Höhepunkte, Daves Wettkampfform war so gut wie seit Jahren nicht mehr. Anfang 2018 krönte er das Ganze mit der „World Marathon Challenge“, wobei er sieben Marathons in sieben Tagen auf sieben verschiedenen Kontinenten lief. Im März und April desselben Jahres dann aber der Rückschlag: die Atemprobleme tauchten wieder auf. Bald darauf bestätigten die Ärzte, dass sich der Zustand der Arterien wieder stark verschlechtert hatte. Eine dreifache Bypass-Operation war notwendig geworden. Er musste einsehen, dass er seine Gesundheit mit einem gesunden Lebensstil zwar verbessern, aber damit nicht seine genetische Veranlagung besiegen konnte. Nachdem er die Neuigkeit seiner geplanten Operation öffentlich gemacht hatte, erhielt er hunderte von unterstützenden Nachrichten. Es erstaunte ihn, wie viele Leute ihm dabei von ihren eigenen Herzproblemen erzählten, viele davon gute Athlet/innen. Dies verdeutlichte einmal mehr die Tatsache, dass auch fitte Menschen krank sein können. Die Operation erfolgte am 12. Oktober 2018. Alles lief gut ab und Dave folgte brav jeder einzelnen Anweisungen der Ärzte. Obwohl ihm seine Fitness nicht dabei geholfen hatte, gesund zu bleiben, half sie ihm nun beim Erholungsprozess. Er erholte sich extrem viel schneller als es Patienten normalerweise nach Bypass-Operationen tun.

Bild: Dave nach der Operation im Oktober 2018 (links) und bei seinem ersten Probe-Lauf am 1. Dezember (rechts)
Am 1. Dezember 2018 durfte Dave zum ersten Mal nach der Operation rennen. Zu diesem Zeitpunkt war es sein Ziel, den Boston Marathon nächsten Montag zu bestreiten. Wir hoffen, Dave am kommenden Sonntag am Start zu sehen und dass er diesen Marathon nach allem, was er durchgemacht hat, in vollen Zügen geniessen wird! Go Dave!

Verfasst von: Marion Aebi, basierend auf der Erzählung von Dave Gillivray

Jungfrau Marathon: Top Tipps

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Ein Bergmarathon ist nicht vergleichbar mit einem flachen und die Renneinteilung ist wohl noch wichtiger. Aber auch nicht unbedingt einfacher. Wie viel Gas darf ich auf der Fläche geben? Wo liegen die Herausforderungen? Wir haben dir ein paar Tipps zusammengestellt, damit dein Jungfrau Marathon ein Erfolg wird.
Die Kulisse des Jungfrau Marathons ist wohl kaum zu überbieten. Aber die 1829 Höhenmeter haben es auch in sich. Deshalb lohnt es sich, das Rennen gut einzuteilen, damit der Aufstieg auf die kleine Scheidegg auch ein wenig Genuss ist und nicht zum Leidensweg wird. Die grosse Herausforderung liegt wohl darin, das Rennen richtig einzuteilen und sich bewusst sein, dass die Leistungskilometer eben mehr sind als bei einem „normalen“ Marathon.

Leistungskilometer

Der Jungfrau Marathon entspricht natürlich kilometermässig auch einem Marathon. Aber, und das ist nicht ohne, berücksichtigt man die Höhenmeter, sind es um die 57 Leistungskilometer. Und weil eben die erste Hälfte verhältnismässig relativ flach ist, ist also nicht beim Halbmarathon die leistungsmässige Rennhälfte. Beim Halbmarathon hat man nämlich erst ungefähr 2/5 der Gesamtleistung. Die Hälfte ist ungefährt dort, wo die Strecke in die Bergwege mündet, also bei ca. 26.5km. Das ist einerseits wichtig für den Kopf und die mentale Vorbereitung. Andererseits aber auch für die Renneinteilung.

Renneinteilung zu Beginn

Wie immer beim Marathon lohnt es sich, zu Beginn nicht zu überpacen und sich vor allem auf den ersten flachen zehn Kilometer etwas zurückzuhalten. Wer beim Jungfrau Marathon zu schnell angeht, riskiert beim Wechsel in die Steigung Krämpfe und einen Einbruch. Wir empfehlen dir ungefähr folgende Pace über die ersten zehn Kilometer für die entsprechenden Endzeiten:

3:30h – 3:40min/km -> Halbmarathon: 1:25h
4:00h – 4:07min/km -> Halbmarathon: 1:37h
4:30h – 4:35min/km -> Halbmarathon:  1:49h
5:00h – 5:02min/km -> Halbmarathon: 2:01h
5:30h – 5:30min/km -> Halbmarathon: 2:13h
6:00h – 6:00min/km -> Halbmarathon: 2:25h
6:30h – 6:30min/km -> Halbmarathon: 2:37h

Tipps für die Steigung

Oft tauchen beim Wechsel vom flacheren Teil in die Steigung Krämpfe auf. Vorbeugend kann bei diesem Wechsel eine Salztablette eingenommen werden (je nach Wetterverhältnisse) oder auch dann, wenn man spürt, dass sich Krämpfe anbahnen. Generell lohnt es sich, in der Steigung schnell einen guten Rhythmus zu finden. Das kann teilweise bei sehr steilen Passagen auch Gehen (zügiger Schritt) statt Laufen sein. Hier ist Gehen manchmal sogar effizienter als Laufen und man spart zudem noch Energie. Es ist wohl eher eine Einstellungssache, ob man lieber schneller gehen oder durchlaufen möchte. Bei flacheren Teilabschnitten lohnt es sich aber definitiv, wieder zu laufen. Zwischen Kilometer 30 und 38 ist eine gute Mittelphase, wo man erneut etwas Tempo aufbauen kann. Denn bei der Moräne ist die Entscheidung wohl bereits gefallen und ab dort gibt es wohl nicht mehr viel aufzuholen.

Ultimative Herausforderung: Der Lauf über den schmalen und steilen Weg auf der berühmten Moräne am Fusse des Eigergletschers. Impression vom 24. Jungfrau Marathon am 10. September 2016. swiss-image.ch/Photo Remy Steinegger

Vielmehr entscheidet sich das Rennen irgendwo zwischen 30 und 38 Kilometer. Und immer daran denken: Auch beim Laufen können die Arme eingesetzt werden und sind gerade aufwärts eine Hilfe. Mit dem Oberkörper sollte man nicht allzu sehr einknicken und einen ökonomischen Gang/Lauf aufrechterhalten.

Verpflegung

Sehr wichtig ist bereits die Verpflegung in der Rennwoche. Hier gibt es Tipps und Inputs (mit Rezepten) für die Ernährung eine Woche vor dem Wettkampf. Während dem Lauf ist wichtig, dass man genügend zu sich nimmt, aber nicht zu viel. Und ebenfalls nur, was man ausprobiert hat und erprobt ist. Und das mitführen einer Salztablette wird sehr empfohlen.

running.COACH Marschtabelle

Willst du eine individuelle Marschtabelle für deine Zielzeit? Dann komm an der Expo an unserem Stand vorbei und hole dir deine Kilometer-Marschtabelle, die dich an deine persönliche Zielzeit heranführt.

Erholung nach dem Jungfrau Marathon

Da der Jungfrau Marathon eben viel Steigungen enthält, ist die Belastung für den Bewegungsapparat geringer. Das wirkt sich auf die Erholungszeit aus, welche sich dadurch verkürzt. Deshalb kann der Jungfrau Marathon beispielsweise auch eine gute Vorbereitung für einen späten Herbstmarathon sein. Franziska Rochat-Moser, ehemalige Schweizer Langstreckenläuferin, gewann beispielsweise 1997 den Jungfrau Marathon und einige Wochen später auch den New York Marathon.
Wir wünschen dir ein gutes Rennen und denke daran, den Lauf auch zu geniessen und den Blick mal nach links und rechts schweifen zu lassen und die Kulisse um dich herum aufzusaugen.
Hier entlang geht es zu unserem Schätzwettbewerb.
Bildquelle (inkl. Titelbild): https://www.swiss-image.ch und https://www.liveimage.ch/
Verfasser Blogbeitrag: Stefanie Meyer und Gabriel Lombriser

Der Grand Prix von Bern 2018 – statistische Fakten!

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Der Grand-Prix von Bern 2018 ist bereits wieder Geschichte. Mit rund 27’500 klassierten Läuferinnen und Läufer klassierten sich rund 2000 Teilnehmer weniger als letztes Jahr. Als offizieller Trainingsplan-Partner war auch running.COACH mit von der Partie. Und die Rangliste eines solchen Laufevents liefert einige spannende Fakten. Fünf davon haben wir für euch auch in diesem Jahr herausgepickt.

 

Knapp über 100 Stundenknacker

Nachdem im letzten Jahr zum ersten Mal in der Geschichte des GP Berns weniger als 100 Läuferinnen und Läufer die Stundenmarke knackten, gab es in diesem Jahr in dieser Hinsicht einen kleinen Aufwärtstrend. 121 Finisher gehören zu den erfolgreichen Läufern, die sich in diesem Jahr „Stundenknacker“ nennen dürfen. Das sind genau 0.4 %! des gesamten Starterfeldes. Als Vergleich: Bei der Erstaustragung vor 36 Jahren knackten rund 5% die 60 Min Grenze. Einerseits waren wohl die Bedingungen für schnelle Zeiten nicht optimal, andererseits widerspiegelt dies den Trend, dass Laufen vorwiegend ein Gesundheitssport wurde und nicht nur auf den Leistungssport fokussiert ist.

Die Verteilung der Finisherzeiten

Da eben nur 0.4% aller Teilnehmenden unter einer Stunde gelaufen sind, war der grosse Rest der Läuferschar zwischen einer und zwei Stunden unterwegs. Die meisten Läuferinnen und Läufer absolvieren die coupierte 10-Meilen-Strecke in einer Zeit zwischen 80 und 90 Minuten (siehe Grafik). Das heisst, dass sie im Schnitt zwischen fünf und fünfeinhalb Minuten für einen der 16.093 Kilometer benötigen. Die meist gelaufene Zeit liegt bei 1:26:00.

 

Der stärkste Jahrgang – 1981

1981 sind sie geboren – die schnellsten Läuferinnen und Läufer des GP Ausgabe 2018 und benötigten durchschnittlich 1:23:49 für die 10 Meilen. Wobei der Jahrgang 1982 leistungsmässig nicht weit hinterherhinkt. Fun-Fact: Letztes Jahr war es ebenfalls der Jahrgang 1982 der die 10 Meilen am schnellsten benötigte. Scheint, dass diese Generation es ähnlich dem Wein macht: „Je älter, desto besser“. Die besten Zeiten werden generell zwischen 35 und 40 Jahren gelaufen, anschliessend steigen die Durchschnittszeiten fast linear mit dem Alter.

 

Die meisten Läufer pro Jahrgang

Mit 75 Jahren am GP Bern noch 1:22 h laufen? Das geht, wie uns Albrecht Mohr bewiesen hat. Doch die wenigsten Läufer laufen in diesem Alter die 10 Meilen. Die meisten Läufer sind anfangs 30, Hier schwingt der Jahrgang 1989 mit über 404 Teilnehmenden oben aus. Die Grafik zeigt, dass die grosse Masse der Teilnehmenden zwischen 25 und 50 Jahre alt sind. Jüngere scheint der Ausdauersport noch nicht so sehr anzuziehen, Ältere wechseln mit zunehmendem Alter auf kürzere Distanzen.

 
 

running.COACH Prognose

Um die 700 Teilnehmenden des GP Bern haben den Wettkampf im running.COACH als Wettkampf angegeben. Wir haben untersucht, wie genau unsere Wettkampfprognose war. Das Ergebnis: Im Durchschnitt waren die running.COACH-User 0.3% schneller, als wir vorausgesagt haben. Um das zu verdeutlichen: Bei einer Zeit von beispielsweise 1:24:00 wäre das ca eine halbe Minute. Letztes Jahr lagen wir noch bei 1.4 % daneben. Das freut uns natürlich und wir geben alles, dass unser Prognose-Tool  auch im nächsten Jahr so genau funktioniert. So oder so, wir bleiben dran und wir freuen uns bereits jetzt auf den GP Bern im nächsten Jahr. Keep on running.

 
 

Dieser Blogbeitrag wurde von Stefan Lombriser verfasst. Stefan, selbst Stundenknacker, arbeitet als Geschäftsführer von Quevita AG/running.COACH und ist selbst begeisterter Läufer, OL-Läufer und Multisportler. Diese Leidenschaft für den Laufsport versucht er tagtäglich als Mitentwickler der ersten Stunde in den running.COACH hineinzubringen.
Titelfoto: swiss-image.ch

Die Top 10 Tipps der Profis für den Grand Prix von Bern

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In wenigen Tagen steht er endlich vor der Tür, der Grand Prix von Bern. Damit du gut darauf vorbereitet bist und das Optimum aus dir rausholen kannst, haben wir zwei absolute Spezialisten nach ihren Top 10 Tipps befragt: Viktor Röthlin und Christian Belz.
Die ehemaligen Spitzenläufer und Mitentwickler von running.COACH wissen aus eigener Erfahrung, wie man den langen (16.1km) und den kurzen (4.7km) GP am besten bestreitet. Hier teilen sie ihr Wissen mit dir!

 

Grand Prix von Bern (16.1km): „Der Klassiker“ mit Viktor Röthlin

 
 
 
1.) Ruhe ist auch Training: Lass es die letzten Tage vor dem GP ruhig angehen. Reduziere dein Trainingsprogramm und lade deine Batterien auf.
2.) Fülle deine Speicher: Versuche in den letzten 3 Tage vor dem GP möglichst kohlenhydratreich zu essen. Pasta, Reis und Kartoffeln sollten möglichst häufig auf deinem Menuplan stehen.
3.) Kein Stress am Wettkampftag: Bereite alles rechtzeitig vor und plane deine Anreise nach Bern so, dass du ohne Stress im Startgelände ankommst.
4.) Countdown: Esse 4h Stunden vor dem Startschuss nochmals einen Teller Pasta. 2h davor allenfalls noch einen Banana oder einen Isostar-Riegel. Trinke bis 1h vor dem Start regelmässig in kleinen Schlucken Isostar Hydrat&Perform (dieses Getränk kriegst du übrigens auch auf der Strecke). Absolviere ein leichtes Warm-up. Und stelle dich rechtzeitig in deinem Startblock ein.
5.) Und los geht’s: Versuche den Aargauerstalden runter so locker und weich wie möglich zu rollen. Du musst dich fühlen wie beim lockeren Footing. Auch die Altstadt hoch, läufst du fast ohne Anstrengung. Und dann geht’s runter bis zur Aare. Versuche möglichst ökonomisch mit wenig Schlägen die Pflastersteinpassage runter zu laufen.
6.) Rhythmus finden: Unten an der Aare geht es darum einen guten Laufrhythmus zu finden. Das ganze sollte sich immer noch locker anfühlen. Trinke von Anfang an regelmässig bei den Isostar-Verpflegungsstellen.
7.) Ruhig bleiben im Tierpark: Die Steigungen durch den Tierpark läufst du konzentriert, versuche aber immer noch Reserven zurück zu behalten.
8.) Zurück zur Stadt: Auf dem Weg zurück zur Innenstadt schaltest du zum ersten Mal in den 5. Gang. Vorbei am Bundeshaus und Münster nimmst du die unglaubliche Stimmung in dir auf.
9.) Und das Dessert zum Schluss: Nun geht es hoch den Aargauerstalden. Die Zuschauer am Strassenrand peitschen dich an. Die Beine sind zwar müde, aber mit den Armen gibt’s du den Beinen einen hohen Rhythmus vor. Schritt für Schritt geht es dem Ziel entgegen. Und über die Ziellinie läufst du mit einem breiten Lachen auf deinem Gesicht.
10.) Belohnung: Du hast es geschafft! Nun ist Belohnung angesagt. Zuerst in Form von einem Isostar, dadurch erholt sich dein Körper viel schneller von den Strapazen. Danach darf es aber auch gerne ein anderes Getränk sein! Und später muss es auch nicht zwingend ein Teller Pasta sein.

 

Altstadt Grand Prix (4.7km): „Der Schnelle“ mit Christian Belz

 
 
 
1.-4.) Analog Tipps Viktor
5.) Und los geht’s: Finde rasch deinen Platz im Feld. Den Aargauerstalden runter so locker und weich wie möglich rollen – du musst dich fühlen wie beim lockeren Footing.
6.) Rhythmus finden: Auf der Nydeggbrücke geht es darum einen guten Laufrhythmus zu finden. Das ganze sollte sich immer noch locker anfühlen bis zum Zytglogge hoch.
7.) Atmosphäre aufsaugen und Ruhe bewahren: Am Zytglogge und die Altstadt runter wird’s laut. Geniess diese Atmosphäre, schalte in den zweithöchsten Gang, ohne schon euphorisch zu werden.
8.) System checken vor dem Pièce de résistance: In der unteren Altstadt in den Körper hineinhorchen und sicherstellen, dass die körperlichen und mentalen Reserven bereitstehen für den Aargauerstalden.
9.-10.) Analog Tipps Viktor
 
Nun hoffen wir, dass dir diese Tipps dabei helfen, die Sache mit Zuversicht und Freude anzugehen und wir wünschen dir gutes Gelingen und natürlich ganz viel Spass!
 
 
Dieser Blogbeitrag wurde verfasst von: Marion Aebi

Laufe mit running.COACH an der SOLA Basel

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Hast du Lust auf ein tolles Lauferlebnis und willst gerne mit einem motivierten Team und einer kompletten Laufausrüstung von New Balance an der SOLA Basel unter dem Namen Team running.COACH/New Balance am Start stehen? Dann kannst du dich jetzt bei uns dafür bewerben.
Der Stafettenlauf SOLA Basel steht unter dem Motto „Der Lauf der verbindet“. Entsprechend ist es unser Ziel, für den Lauf mit einer Gesamtlänge von 80 Kilometer und 10 verschiedenen Teilstrecken zwischen 5 bis 12 Kilometern ein Team bestehend aus 5 Männern und 5 Frauen aus verschiedenen Alterskategorien und 10 verschiedenen Kantonen zusammenzustellen. Die Ausrüstung für die Challenge wird von New Balance zur Verfügung gestellt. Fülle das unten stehende Formular aus und bewirb dich damit für dieses Laufhighlight!
Das erwartet dich:
– ein Laufausrüstung von New Balance
– ein running.COACH Silber-Abo, mit welchem wir dich optimal auf deine Strecke an der SOLA Basel vorbereiten
– 1 tolles Team mit 9 weiteren Läufer/innen aus der ganzen Schweiz
– 1 Tag voller Spannung, unterwegs mit deinem Team

Wir freuen uns auf deine Bewerbung!
Dein running.COACH Team
(Deadline für Bewerbungen: 31. März)