Auf geht's zum Jungfrau-Marathon

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Mein 25. Marathon am Lake Biwa war ein tolles Erlebnis. Obwohl ich mein persönliches Ziel knapp verpasst habe, schaue ich gerne auf die Tage in Japan zurück. Zum ersten Mal außerhalb von EM, WM oder Olympia an einem reinen Elitemarathon teilzunehmen, war eine spezielle Erfahrung: Neben den 10 eingeladenen ausländischen Athleten, waren 300 japanische Marathonläufer mit einer Bestzeit von 2h30′ und schneller am Start. Unglaublich diese Dichte! Am Renntag hatten wir dann alle mit sehr kalten Bedingungen zu kämpfen. Und so lief ich nicht wie angestrebt meine viertbeste, sondern „nur“ meine fünftbeste Zeit. Nur „jammere“ ich da natürlich auf hohem Niveau. Wäre ich selber nicht schon viermal schneller gerannt, bedeuteten die 2h10’18“ immer noch Schweizerrekord. Der nächste Schweizer in der Bestenliste nach mir ist nämlich mit 2h11’10“ aufgeführt! Und so belege ich nun in der ewigen Schweizerbestenliste Rang 1-8.

Viktor Röthlin am Start des Lake Biwa Marathon
Viktor Röthlin am Start des Lake Biwa Marathon

Nach drei Wochen totaler Laufpause, habe ich nun mein Trainingsprogramm wieder aufgenommen. Bei meinem nächsten Marathon will ich hoch hinaus. Mit dem Jungfrau-Marathon stelle ich mich einer ganz neue Herausforderung. Unter dem Motto „neue Reize setzen“ geht es für mich nun nicht darum, eine Topzeit zu laufen, sondern möglichst schnell den Berg hoch zu kommen. Ich bin gespannt, was ich bergauf zu leisten im Stande sein werde. Und so liegt es auf der Hand, dass man mich in den nächsten Monaten vermehrt auch auf Bergwegen trainieren sehen wird.
Am schönsten Marathon der Welt geht's hoch hinaus
Am schönsten Marathon der Welt geht’s hoch hinaus

Wer gerne einmal dabei sein möchte, kriegt über Auffahrt (9.-12. Mai 2013) eine ausgezeichnete Gelegenheit dazu: Wir organisieren da nämlich das 1. Jungfrau Laufcamp! Bei einem vielseitigen Programm mit Theorie und Praxis, trainiert man unter anderem auch auf der Originalstecke des Jungfrau-Marathon. Im Gegensatz zum Marathon, gehen wir aber richtig hoch hinaus. So ist unter anderem ein Ausflug aufs Jungfraujoch ins spannende Programm integriert. Die letzten Höhenmeter bewältigen wir dann aber mit der Bahn!
Mehr Infos und die Anmeldung findest du hier.
Bis bald am Berg…
Viktor Röthlin

Hugo Rey setzt Massstäbe mit seinen Streckenplänen

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Die Schweiz ist weltweit bekannt für ihre präzisen und grafisch schönen Landeskarten. Was bewegt also einen Kleinunternehmer, eigene Karten für Sportanlässe zu produzieren? Hugo Rey erzählt uns mehr über die Anfänge seiner Arbeit, die Herausforderungen und Lösungen.

Hugo Rey
Hugo Rey

Ich muss voraussetzen, dass ich bei der Swisstopo eine Ausbildung als Kartograf absolviert habe und früher oft an etlichen Läufen teilnahm. Dabei stellte ich fest, dass viele Organisatoren schöne Programmhefte hatten, aber selten informative Streckenpläne. Die vielen Details in der Landeskarte wie zum Beispiel Einzelhausdarstellung, Höhenkurven sind nicht die nützlichen für die Läufer. Mein Anspruch war es, die mehrere Seiten umfassenden „allgemeinen Informationen“ in einem Lage- und Streckenplan grafisch umzusetzen.
Piktogramme schaffen Übersicht
Piktogramme schaffen Übersicht

Als erstes gestaltete ich sportspezifische Piktogramme wie Garderoben, Startnummernausgabe, Verpflegungsposten, Wasserstellen, Wertsachendepot oder Siegerehrung. Verwendet zum Beispiel ein Veranstalter in Zürich ein „V“ für Verpflegung, benützen die Westschweizer das gleiche „V“ für „Vestiaire“. Ich gestaltete deshalb ein Piktogramm mit einem Kleiderbügel und eines mit einem Trinkbecher. Vorteile dieser Piktogramme sind Wiedererkennungseffekt in allen Plänen und die Sprachunabhängigkeit.
Für die Erstellung eines neuen Streckenplanes stelle ich in einem ersten Schritt die Grundlagen zusammen. Dazu verwende ich – neben den Angaben der Organisatoren – topografische Karten, Satellitenbilder und/oder Stadtpläne. Die Elemente für die Informationen wie Strassen, Wege, Eisenbahn, Wald, überbautes Gebiet, Gewässer oder Namen werden als Kartengrundlage definiert und neu gezeichnet. Auf diese Grundlage kommen Streckenführung mit Start und Ziel, Kilometerangaben, Sanitäts- und Verpflegungsposten sowie weitere Informationen zur Veranstaltung. Im Gegensatz zum amtlichen Kartenwerk, das über die ganze Fläche den gleichen Informationsgehalt aufweisen muss, kann ich meine Karten individuell gestalten und dort mit Informationsdichte füllen, wo es nötig ist, zum Beispiel entlang der Strecke. Zudem stelle ich grafisch dar, wie man anreisen kann (Bahnhof, Bushaltestelle, Autobahnausfahrt, Parkplatz) und wo die Infrastruktur (Information, Garderobe, Wertsachendepot, Toiletten) ist. Auf einen Blick erkenne ich so die Distanz vom Bahnhof zu den Garderoben oder zum Start.
Übersichtliche Pläne für Veranstalter und Teilnehmende
Übersichtliche Pläne für Veranstalter und Teilnehmende

Meine Streckenpläne sind auf die Wünsche und Bedürfnisse der Organisatoren und Teilnehmer zugeschnitten. Sie sind immer aktuell, da ich im Normalfall der Erste bin, der von Änderungen Kenntnis hat. Auf der Homepage www.reygrafik.ch findet man die Pläne der nächsten Veranstaltungen nach Datum, die neuen Pläne sowie über 160 Veranstaltungen nach Kantonen und mit der Suchfunktion nach Austragungsort, mit einem Link zur Veranstaltung. Die Pläne sind als gif (zur Schnellansicht) und pdf (vektorisiert als Druckversion) abrufbar. Sie sind sie gebührenfrei und für Programmhefte, Plakate und für die Homepage geeignet.

Die spezielle Stimmung an den GO-IN6WEEKS

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Hallo zusammen, da bin ich wieder. Am Wochenende war ich am Kerzerslauf. Er verlief nicht ganz wunschgemäss, zeigte mir aber, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Das Publikum und die Atmosphäre am sogenannten Season Opening sind zwar gut. An diejenige der 6Weeks kommen sie aber nicht heran, weil man sich gleich mehrere Male innert kürzester Zeit sieht.

Ueli Küttel kurz nach dem Start in Inwil
Ueli Küttel kurz nach dem Start in Inwil

Letztes Jahr war die erste Etappe in Sursee. Zahlreiche Zuschauer waren im Start-Ziel-Bereich zugegen, ganz viele unterwegs auf der Strecke. Für uns Läufer war das besonders motivierend. Das stellten wir alle nach dem Wettkampf beim Carboloading im Festzelt fest. Da philosophierten wir zum ersten Mal mit Gleichgesinnten über das eben gelaufene Rennen im Spezifischen und den Laufsport im Allgemeinen. Siehe da, einen Mittwoch später in Inwil sah man alle wieder. Bis zum Startschuss war man Kollege, danach Gegner bis zur Ziellinie. Beim Auffüllen der leeren Kohlenhydrate Speicher wurden alte und neue Weisheiten diskutiert. Spätestens nach dieser Etappe konnte man sagen, dass man wie eine Familie war. Auch wenn es einem mal nicht so gut ging, man ging trotzdem hin, um die “Familie“ zu sehen und mit ihnen einen sportlichen und gemütlichen Abend zu verbringen.
Tolle Stimmung vor, während und nach dem Rennen
Tolle Stimmung vor, während und nach dem Rennen

Vor allem die Etappen in den sehr ländlichen Regionen Buttisholz und Romoos waren grossartig. Es war ein richtiges Dorffest mit einem 10 Kilometer Rennen. Das ganze Dorf war auf den Beinen und sorgte auch für Stimmung im Start-Ziel-Bereich. Am Schluss in Dagmersellen war die Stimmung super und extrem viel los. Alle Läufer wurden grossartig gefeiert vor allem aber diejenigen, die alle 6 Etappen gemacht haben. Der Ausklang fand dann in der Turnhalle statt und dauerte ein wenig länger als üblich, denn alle trauerten der wirklichen tollen Serie nach. Jedem war auch bewusst, dass ihm am nächsten Mittwoch etwas fehlen wird und man Angst hatte, in ein richtiges Mittwoch-Loch zu fallen, das dann bis zum 17. April 2013 dauern würde. Auch wenn man während dem Jahr wieder Leute traf von den 6Weeks, kam das jedes mal zur Sprache: Weisch nu a de 6Weeks, wo mer amigs……………..!!!!
Es wäre super, wenn auch du in diesem Sommer und Herbst jeweils mitreden könntest, wenn es um die 6Weeks geht. Nichts wie los: Anmelden, Laufschuhe schnüren und draussen trainieren. Am besten mit dem running.COACH!!!
Ueli Küttel am Ziel der 6. Etappe
Ueli Küttel am Ziel der 6. Etappe

GO-IN6WEEKS – die Laufserie im Kanton Luzern

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Am 17. April 2013 startet zum zweiten mal die Mittwochabend Laufserie im Kanton Luzern unter dem Namen GO-IN6WEEKS. Das bedeutet, sechs Etappen an verschiedenen Orten mit einer Gesamtwertung. Was in der Romandie bereits seit Jahren grossen Zuspruch erfährt, hat letztes Jahr im Kanton Luzern Premiere gefeiert. Ich werde auch dieses Jahr wiederum an der Startlinie stehen und um Sekunden kämpfen. Was mich besonders begeistert: Es ist ein Breitensportanlass mit abwechslungsreichen Etappen, die allesamt ungefähr 10km lang sind und jedes Jahr an neuen Austragungsorten stattfinden. Der Startschuss fällt jeweils um 19 Uhr, und den Abend lässt man jeweils gemütlich in lockerer Stimmung ausklingen. Denn das Kameradschaftliche darf nicht zu kurz kommen: auf der Strecke Konkurrenten – im Ziel Kameraden.

Ueli Küttel begeisterter GO-IN6WEEKS Teilnehmer
Ueli Küttel begeisterter GO-IN6WEEKS Teilnehmer

 
Das Tour Programm im 2013: Triengen, Rothenburg, Weggis, Ohmstal, Inwil und Dagmersellen. Natürlich ist die Vorbereitung sehr wichtig, wenn man innerhalb von sechs Wochen sechs Renneinsätze hat. Jetzt da es länger hell ist und die Temperaturen steigen, zieht es auch mich wieder vermehrt nach draussen zum Laufen. Mit einem Ziel vor Augen trainiert es sich definitiv leichter, und motivierter ist man auch. Also bei mir ist das so. Warum nicht die GO-IN6WEEKS? Oder diese Serie als Vorbereitung auf eine noch grössere Herausforderung nutzen? Ich hoffe, ich konnte dein Interesse wecken. Nächste Woche gibt es dann einen Beitrag über die Atmosphäre an dieser Serie. Denn die ist speziell…….
Nur noch wenige Wochen bis zum Startschuss der GO-IN6WEEKS
Nur noch wenige Wochen bis zum Startschuss der GO-IN6WEEKS