Wettkampf-Statistik bei running.COACH

Kategorien
Läufst du regelmäßig Wettkämpfe und willst deine Leistungsentwicklung festhalten? Mit running.COACH hast du die grafische Übersicht.
Grafik einer Leistungsentwicklung bei verschiedenen Wettkämpfen
Wenn du dich bei running.COACH einloggst, kannst du unter Statistik deine Wettkämpfe der Vergangenheit analysieren und so deine persönliche Leistungsentwicklung verfolgen.
Egal ob du eine 5km-Strecke oder einen Marathon läufst, running.COACH berechnet daraus deine Leistungsfähigkeit, indem wir den Wert für die Geschwindigkeit deiner anaeroben Schwelle (ANS) verwenden. Die anerobe Schwelle ist der Punkt, an welchem sich die Laktatbildung und der -abbau im Körper im Gleichgewicht halten. Als Annäherung sowie allgemeingültige Formel wird diese auf die 10km Wettkampf-Zeit heruntergebrochen.
Mit einer mathematischen Formel berechnet running.COACH diesen ANS-Wert aus jedem beliebigen Rennen, egal ob flach oder im Gelände, inklusive Höhenmeter mit ein. Wenn also deine Form aufwärts zeigt, wird sich der ANS-Wert auch von Rennen zu Rennen verbessern. In der statistischen Grafik kannst du deine Formkurve über die verschiedenen Wettkämpfe beobachten. Weiter kannst du auch die Laufzeit des Wettkampfes in die Grafik einfliessen lassen.
Laufzeiten bei verschiedenen Wettkämpfen
Damit du deine Daten auch über eine längere Zeit analysieren kannst, kannst du auch Wettkampfdaten aus deiner Vergangenheit, bevor du mit running.COACH trainiert hast, zusätzlich verwenden. Dazu kannst du entweder ein GPS-File manuell importieren und dann den Trainingstyp auf Wettkampf stellen oder ganz einfach manuell einen Wettkampf erfassen. Der Event fliesst dann automatisch in die Statistik mit ein. Aber Achtung: Bei der manuellen Erfassung unbedingt auch Höhenmeter mit erfassen, damit der ANS-Wert korrekt berechnet wird!
Diese Funktion ist übrigens auch in der Freemium-Version von running.COACH verfügbar.

Pulsmessung im Wettkampf

Kategorien

Soll man an einem Wettkampf nach Gefühl laufen oder so auf den Puls achten, wie man sich das vom Training gewohnt ist?

Copyright: Swiss-Image
Copyright: Swiss-Image

Erfahrung mit den Pulswerten als Voraussetzung
Im Wettkampf eine Pulsuhr zu tragen, ist nur dann sinnvoll, wenn man damit Erfahrung hat und weiss, wie man aufgrund seiner Herzfrequenzdaten oder -zonen das Rennen angehen und einteilen muss. Ist diese Voraussetzung gegeben, und entscheidet man sich für das Tragen eines Pulsmessgerätes, sollte man unbedingt versuchen, sich an die Vorgaben zu halten. Pulswerte beziehungsweise Pulslimiten können dem Anfänger helfen, in der Anfangsphase nicht zu schnell loszulaufen, dies gilt vor allem auch bei Wettkämpfen ab 10 km und länger.
Wichtig dabei: Aufgrund der Nervosität ist es gut möglich, dass im Wettkampf etwas höhere Pulswerte auftreten, als man es sich im Training gewohnt ist.
Zudem haben auch Aussentemperatur, Streckentopografie und Tagesform einen Einfluss auf die Herzfrequenz. Von anfänglich durch Nervosität verursachten, höheren Werten sollte man sich nicht verunsichern lassen, denn sobald die ersten Meter geschafft sind, kann sich das wieder einpendeln.
Pulswerte nach dem Wettkampf zur Analyse nutzen
Viele Athleten verzichten aber bewusst auf die Pulsmessung im Wettkampf und vertrauen ihrem Gefühl, das sie im Training durch regelmässige Pulsmessung geschult haben. Die Daten aufzeichnen kann man aber trotzdem, denn sie bringen wichtige Erkenntnisse. Die Analyse zeigt, wie sich der Puls im Rennen verhalten hat, und man erkennt, ob man sich das Rennen gut eingeteilt hat. Ausserdem lässt sich anhand der Pulswerte nachvollziehen, ob die individuell festgelegten Daten (zum Beispiel die maximale Herzfrequenz, die anaerobe Schwelle oder andere definierte Bereiche) richtig sind oder korrigiert werden müssen. Auch ein Trainingsexperte kann helfen, die Wettkampfdaten zu interpretieren. Ein Wettkampf ist immer auch ein maximaler Leistungstest, sofern man sich maximal angestrengt und ausbelastet hat.
Dieser Blogbeitrag wurde durch Fit for Life zur Verfügung gestellt. Fit for Life ist das Schweizer Magazin für Fitness, Lauf- und Ausdauersport. Möchtest du regelmässig solche Artikel lesen? Dann klicke hier.
fitforlife Logo

Laufschuhe: Der Experte

Kategorien

Nachdem die Laufschuh-Serie bisher von den Herstellern – von Brooks, On, New Balance und Salming – bestritten wurde, geben wir zu ihrem vorläufigen Schluss das Wort einem Experten.
Tobias Schumacher bringt die Erfahrung von über 50’000 Ganganalysen mit. Auch er hat uns vier spezifische Fragen rund um unser wichtigstes Trainingsgerät beantwortet – und ist durchaus kritisch.

1. Was sind die aktuellen Trends in der Laufschuh-Entwicklung?

Comfort und Wohlgefühl sollen die Schuhe vermitteln und ein tolles Design sollen sie haben. Für Comfort und Wohlgefühl sorgen angenehme Obermaterialen sowie neue Mittelsohlenmaterialien.
95% der Laufschuhe gehen ohne respektive mit nur rudimentären Beratung  zum Kunden über. Die Optik gewinnt zudem auch an grosser Bedeutung. Jedoch nur max. 5% der Laufschuhe werden professionell, sprich individuell und vor allem nachhaltig beraten und verkauft. Die grosse Schuhindustrie läuft somit dorthin, wo sich die  95% bewegen… Im Vordergrund steht das erste Gefühl, der Look, der schnelle Verkauf. Für Leute mit gewissen Veranlagungen (Überpronation, Supination, Knie-/Hüft-/Rückenprobleme) -und diese nehmen deutlich zu – kann sich dies mittel-/langfristig sehr negativ auswirken.
Viele LäuferInnen glauben, wenn der Schuh Comfort und Wohlgefühl vermittelt, ist er gut, das stimmt keineswegs! Pralinen schmecken auch vorzüglich, sind aber alles andere als gesund.

test1
Eine professionelle Beratung sollte beim Laufschuhkauf dazugehören

2. Was zeichnet einen guten Laufschuh aus?

Gute Aussensohle (dem Terrain angepasst) meist für Strasse wie für Gelände geeignet; es gibt aber auch spezifische Strassenschuhe (eher flaches Profil) wie auch Trailschuhe (raues Profil mit spezieller Gummimischung). Verschiedene Mittelsohlenkonstruktionen wie auch deren hochwertige Materialien zeichnen einen guten Laufschuh aus. Dieser sollte besonders auf das Gewicht/BMI (in Relation zur Fläche abgestimmt werden), den Laufstil und die Leistung passen. Der Leisten ist dabei entscheidend. Eine stabile Fersenkappe verleiht einen zusätzlichen Halt resp. Führung im Rückfuss. Das Obermaterial sollte eine gute, stabile Passform aufweisen, nicht viel „Stretchmaterial“ (wird zunehmend instabil), nicht zu viele Nähte (die drücken könnten). Vorzugsweise im Herbst-/Winter mit einer Membrane versehen, die wasserabweisend sogar wasserdicht/isolierend sein darf, um den Fuss möglichst trocken zu halten.

3. Worauf sollte ich als Läufer beim Kauf eines Schuhs allgemein  achten?

Gute Beratung durch kompetentes Personal. Statische und dynamische Analysen (Messung der plantaren Kräfte, horizontal wie auch vertikal, barfuss). Daraus lässt sich die Kategorie definieren (Supinations- resp. Pronationsgeschwindigkeiten, Rück-, und/oder Mittel-, und/oder Vorfuss), 2-3 Schuhe zur Auswahl der evaluierten Kategorie testen und Feinabstimmung/Vergleich zusammen mit dem Berater vornehmen: Auftritts-, Stand- und Abstossphase sind genau zu begutachten, dass die Kräfte (Ferse, Knie, Hüfte, optional ISG/Wirbelsäule) den richtigen (=physiologischen) Verlauf nehmen.

test3
Die fachkundige Analyse durch geschultes Personal ermöglicht den Kauf eines passendes Schuhs

4. Welcher Schuh, den es noch nicht gibt, sollte deiner Meinung nach hergestellt werden? Was wünschst du dir in Zukunft von der Industrie?

Eine gute Frage welche ich mir seit geraumer Zeit auch gestellt habe. Da ich selbst in der Schuhentwicklung tätig bin, mich auf orthopädische Schuhe (Xelero) und Therapieschuhe (X10D) spezialisiert habe, kam der Gedanke auf, einen sehr komplexen Laufschuh zu entwickeln. Mit einem Kollegen arbeite ich am „Laufschuh der Zukunft“, adaptierend, sensomotorisch, antizipierend, individuell abgestimmt = Asymmetrien entgegenwirkend um so die Skelettstruktur zu optimieren und die Muskelaktivitäten effizient zu verbessern und zu fördern: ein Laufschuh mit neusten Materialtechnologien, der die einwirkenden Kräfte in eine optimale Vorwärtsbeschleunigung wiedergibt. Wir arbeiten seit längerem an der Technologie und komplexen Konstruktion, einen Markteintritt sehen wir im Jahr 2017.
 
TobiasSchumacherTobias Schumacher war Leistungssportler (Schwimmen und Triathlon). Nach seiner sportlichen Karriere bildete er sich in Leistungsdiagnostik und Biomechanik weiter. In Langenthal führt er ein eigenes Sportfachgeschäft mit Schwerpunkt Laufschuhberatung und -verkauf. Er hat die XRS-Technologie und mit X10D eine neuartige Generation von Schuhen (mit-) entwickelt und ist der Meinung, dass Bewegung die beste Medizin ist.