Läufer, aufgepasst mit der Achillessehne!

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Schmerzen in der Achillessehne treten oft bei einer plötzlichen Erhöhung der Trainingsintensität ein und dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Für Abhilfe sorgen Ruhe und spezielle Übungen.
Die Achillessehne als Verlängerung der Beinmuskeln hat die Aufgabe, die im Bein aufgebaute Kraft an den Fuss weiterzuleiten, damit er sich bewegen kann. Die Achillessehne dient auch zur Stabilisierung des Körpers beim Laufen und verhindert, dass man vornüber fällt.

Rhythmuswechsel

Schmerzen in der Achillessehne können beim Laufen auftreten, wenn die Trainingseinheiten plötzlich länger werden. Wie alle Körperteile benötigt auch die Achillessehne Zeit, um sich an ungewohnte körperliche Anstrengungen anzupassen. Um Schmerzen vorzubeugen, empfiehlt es sich daher, die Trainingsbelastung nach und nach zu erhöhen. Die Laufunterlage sowie ihre Neigung können in gewissen Fällen ebenfalls zu Schmerzen in der Sehne führen, obwohl man mit guten Schuhen heute auch auf Asphalt laufen kann.

Ruhe und Stretching

Ein Problem in der Achillessehne erkennt man nicht immer sofort. Meistens verspürt man bei Laufbeginn einen leichten Schmerz, der verschwindet, wenn die Muskeln warm werden, nach der Anstrengung aber wieder zurückkehrt. So ist es manchmal schwierig, im richtigen Zeitpunkt eine Diagnose zu stellen. Wer ein Problem in der Achillessehne vermutet, sollte sich unbedingt schonen und längere Ruhepausen einschalten, damit sich die Sehne von der körperlichen Anstrengung erholen kann. Wenn Sie weiter trainieren wollen, wählen Sie eine Sportart, die ihre Gelenke weniger belastet, zum Beispiel Velofahren oder Schwimmen. Dehnungs- und Lockerungsübungen (exzentrisches Training) wie zum Beispiel Treppensteigen auf den Zehenspitzen können ebenfalls zur Stabilisierung und Stärkung der Sehne beitragen. Nehmen Sie den Schmerz auf keinen Fall auf die leichte Schulter und gehen Sie zum Arzt, wenn er nicht abklingt.
Autor:
Dr. med. Alexandra Kronenberg, Medbase Thun, Fachärztin für Allg. Innere Medizin FMH, Sportmedizin SGSM

Tartanbahn versus Waldboden

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Der Herbst steht vor der Tür und mit ihm die Waldläufe durch die farbigen Blätter am Boden: Ist das Laufen im Wald für die Sehnen und Gelenke schonender oder belastender als das Laufen auf der Tartanbahn? 
 

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Grundsätzlich gilt: Wechseln Sie von Training zu Training den Laufuntergrund, dann werden Ihre Strukturen möglichst umfassend trainiert.

Von der Finnenbahn über den Feldweg zum Asphalt bis zur Tartanbahn, je vielseitiger, desto besser! Da auf Waldboden und Trails, auf Wanderwegen und auch auf unebenen Forststrassen jeder Schritt bereits Abwechslung bedeutet für die Sehnen und Gelenke, ist generell dieser Untergrund der Tartanbahn vorzuziehen bzw. es macht Sinn, nicht allzuviel auf der Bahn zu laufen.
Was man aber umgekehrt ebenfalls immer wieder erlebt sind Läufer, die gerade aufgrund ihres sehr häufigen Laufens auf weichem (Finnenbahn) oder sehr schwierigem Untergrund (steinig) Achillessehnenbeschwerden beklagen oder den Fuss übertreten. Hier bringt das Laufen auf einem harten, gut kontrollierbaren Untergrund wie Tartan oder Asphalt Erleichterung und Schonung.
Dieser Blogbeitrag wurde durch Fit for Life zur Verfügung gestellt. Fit for Life ist das Schweizer Magazin für Fitness, Lauf- und Ausdauersport. Möchtest du regelmässig solche Artikel lesen? Dann klicke hier.
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