Grand-Prix von Bern 2019 – 5 Facts

Kategorien

Auch dieses Jahr haben wir die Ergebnisliste des Grand-Prix von Bern auseinander genommen. Ein paar der interessantesten Facts haben wir nun für den Blog aufbereitet. Die Daten beziehen sich dabei nur auf die 10 Meilen und nicht auf den Altstadtlauf.

1. Anzahl LäuferInnen pro Jahrgang

Bei der Verteilung der Teilnehmenden nach Alter ist ein ähnliches Bild wie in den letzten Jahren erkennbar: Die GP freundlichsten TeilnehmerInnen sind im Jahr 1991 geboren. Interessant ist die Tatsache, dass es bei den 18-jährigen (Jg 2001) einen 2. Peak gibt. 18 jährige haben also ein höheres Laufinteresse als 21-jährige. Sieben Jahre später – mit 28 Jahren – ist man am Zenit angelangt. Von da an geht der Trend abwärts, natürlich mit ein paar Ausreissern. Diese Kurve wäre wohl auch auf andere Bereiche des Lebens adaptierbar.

Grand Prix von Bern - Statistik Jahrgang

2. Durchschnittszeit pro Jahrgang

In dieser Kategorie wird der Pokal vom Jahrgang 1981 im letzten Jahr an die LäuferInnen des Jahrgangs 1982 weitergereicht und bleibt somit bei den 37 jährigen. Das Gallien der Jahrgänge stellen die TeilnehmerInnen mit Jahrgang 1945: Chapeau – da wurde wirklich mit einem Trend gebrochen! Einer der Hauptverantwortlichen für diese Marke ist Urs Frey (Jahrgang 1945), der den GP in diesem Jahr in einer Zeit von 1:07:50 beendete!

Grand-Prix von Berns Statistik Zeit Jahrgang

3. Die Stundenknacker

Hier gibt es verschiedene Herangehensweisen. Der Optimist würde von einem Aufwärtstrend sprechen, nachdem im Jahr 2017 der absolute Tiefpunkt erreicht war. Der Pessimist spricht von einem noch immer sehr tiefen Wert verglichen mit vor 30 Jahren. Wir von running.COACH sagen: Lasst uns einen Aufschwung herbeitrainieren, zum Beispiel mit einem Training nach Plan: www.runningcoach.me

GP Bern Stundenknacker

4. Verteilung der Finisherzeiten

Die 1:30 sind das rettende Festzelt bei einem sommerlichen Wolkenbruch – nämlich dort wo alle drunter wollen. Somit auch einleuchtend, dass der Peak mit den meisten LäuferInnen bei 1.29 liegt.

verteilung der finisher zeiten gp bern

 5. Die running.COACH Prognose

Eine Analyse unserer Laufprognosen, die entweder im Trainingsplan oder mit dem Laufrechner erstellt werden können, hat ergeben, dass die Abweichung bei durchschnittlichen 2.4% liegt. Dabei ist es so, dass 75% der Nutzer gar etwas schneller waren, als von uns vorhergesagt. Unsere Pläne sind wohl besser als wir selbst dachten…
Prognose GP Bern

Die Top 10 Tipps der Profis für den Grand Prix von Bern

Kategorien

In wenigen Tagen steht er endlich vor der Tür, der Grand Prix von Bern. Damit du gut darauf vorbereitet bist und das Optimum aus dir rausholen kannst, haben wir zwei absolute Spezialisten nach ihren Top 10 Tipps befragt: Viktor Röthlin und Christian Belz.
Die ehemaligen Spitzenläufer und Mitentwickler von running.COACH wissen aus eigener Erfahrung, wie man den langen (16.1km) und den kurzen (4.7km) GP am besten bestreitet. Hier teilen sie ihr Wissen mit dir!

 

Grand Prix von Bern (16.1km): „Der Klassiker“ mit Viktor Röthlin

 
 
 
1.) Ruhe ist auch Training: Lass es die letzten Tage vor dem GP ruhig angehen. Reduziere dein Trainingsprogramm und lade deine Batterien auf.
2.) Fülle deine Speicher: Versuche in den letzten 3 Tage vor dem GP möglichst kohlenhydratreich zu essen. Pasta, Reis und Kartoffeln sollten möglichst häufig auf deinem Menuplan stehen.
3.) Kein Stress am Wettkampftag: Bereite alles rechtzeitig vor und plane deine Anreise nach Bern so, dass du ohne Stress im Startgelände ankommst.
4.) Countdown: Esse 4h Stunden vor dem Startschuss nochmals einen Teller Pasta. 2h davor allenfalls noch einen Banana oder einen Isostar-Riegel. Trinke bis 1h vor dem Start regelmässig in kleinen Schlucken Isostar Hydrat&Perform (dieses Getränk kriegst du übrigens auch auf der Strecke). Absolviere ein leichtes Warm-up. Und stelle dich rechtzeitig in deinem Startblock ein.
5.) Und los geht’s: Versuche den Aargauerstalden runter so locker und weich wie möglich zu rollen. Du musst dich fühlen wie beim lockeren Footing. Auch die Altstadt hoch, läufst du fast ohne Anstrengung. Und dann geht’s runter bis zur Aare. Versuche möglichst ökonomisch mit wenig Schlägen die Pflastersteinpassage runter zu laufen.
6.) Rhythmus finden: Unten an der Aare geht es darum einen guten Laufrhythmus zu finden. Das ganze sollte sich immer noch locker anfühlen. Trinke von Anfang an regelmässig bei den Isostar-Verpflegungsstellen.
7.) Ruhig bleiben im Tierpark: Die Steigungen durch den Tierpark läufst du konzentriert, versuche aber immer noch Reserven zurück zu behalten.
8.) Zurück zur Stadt: Auf dem Weg zurück zur Innenstadt schaltest du zum ersten Mal in den 5. Gang. Vorbei am Bundeshaus und Münster nimmst du die unglaubliche Stimmung in dir auf.
9.) Und das Dessert zum Schluss: Nun geht es hoch den Aargauerstalden. Die Zuschauer am Strassenrand peitschen dich an. Die Beine sind zwar müde, aber mit den Armen gibt’s du den Beinen einen hohen Rhythmus vor. Schritt für Schritt geht es dem Ziel entgegen. Und über die Ziellinie läufst du mit einem breiten Lachen auf deinem Gesicht.
10.) Belohnung: Du hast es geschafft! Nun ist Belohnung angesagt. Zuerst in Form von einem Isostar, dadurch erholt sich dein Körper viel schneller von den Strapazen. Danach darf es aber auch gerne ein anderes Getränk sein! Und später muss es auch nicht zwingend ein Teller Pasta sein.

 

Altstadt Grand Prix (4.7km): „Der Schnelle“ mit Christian Belz

 
 
 
1.-4.) Analog Tipps Viktor
5.) Und los geht’s: Finde rasch deinen Platz im Feld. Den Aargauerstalden runter so locker und weich wie möglich rollen – du musst dich fühlen wie beim lockeren Footing.
6.) Rhythmus finden: Auf der Nydeggbrücke geht es darum einen guten Laufrhythmus zu finden. Das ganze sollte sich immer noch locker anfühlen bis zum Zytglogge hoch.
7.) Atmosphäre aufsaugen und Ruhe bewahren: Am Zytglogge und die Altstadt runter wird’s laut. Geniess diese Atmosphäre, schalte in den zweithöchsten Gang, ohne schon euphorisch zu werden.
8.) System checken vor dem Pièce de résistance: In der unteren Altstadt in den Körper hineinhorchen und sicherstellen, dass die körperlichen und mentalen Reserven bereitstehen für den Aargauerstalden.
9.-10.) Analog Tipps Viktor
 
Nun hoffen wir, dass dir diese Tipps dabei helfen, die Sache mit Zuversicht und Freude anzugehen und wir wünschen dir gutes Gelingen und natürlich ganz viel Spass!
 
 
Dieser Blogbeitrag wurde verfasst von: Marion Aebi

Der GP Bern 2017: statistische Fakten

Kategorien
Mit 29’773 klassierten Läuferinnen und Läufer verzeichnet die 36. Ausgabe des GP Bern einen neuen Rekord. Als offizieller Trainingsplan-Partner war auch running.COACH mit von der Partie. Und die Rangliste eines solchen Laufevents liefert einige spannende Fakten. Fünf davon haben wir für euch herausgepickt.

So wenig Stundenknacker wie noch nie

Dieses Jahr knackten weniger als 100 Läuferinnen oder Läufer die Stundenmarke für die coupierten 10 Meilen – so wenig wie noch nie in der Geschichte des GP Bern. Und dies obwohl die Anzahl Finisher im Verlaufe der Jahre um ein Vielfaches zugenommen hat. Zu den Anfangszeiten des GP Bern liefen rund 5-7% des Feldes unter einer Stunde, bei der diesjährigen Austragung waren es lediglich 0.3%. Einerseits waren wohl die Bedingungen für schnelle Zeiten nicht optimal, andererseits widerspiegelt dies den Trend, dass Laufen vorwiegend ein Gesundheitssport wurde und nicht nur auf den Leistungssport fokussiert ist.
Anzahl Personen unter einer Stunde im Jahresvergleich

 

Die Verteilung der Finisherzeiten

Da eben nur 0.3% aller Teilnehmenden unter einer Stunde gelaufen sind, war der grosse Rest der Läuferschar zwischen einer und zwei Stunden unterwegs. Die meisten Läuferinnen und Läufer absolvieren die coupierte 10-Meilen-Strecke in einer Zeit zwischen 80 und 90 Minuten (siehe Grafik). Das heisst, dass sie im Schnitt zwischen fünf und fünfeinhalb Minuten für einen der 16.093 Kilometer benötigen. Die meist gelaufene Zeit liegt bei 1:24:00.
Verteilung der GP-Finisherzeiten

Der stärkste Jahrgang

1982 sind sie geboren – die schnellsten Läuferinnen und Läufer des GP Ausgabe 2017 und benötigten durchschnittlich 1:25:12 für die 10 Meilen. Wobei die Jahrgänge 1983 und 1974 leistungsmässig nicht weit hinterherhinken. Die besten Zeiten werden generell zwischen 35 und 40 Jahren gelaufen, anschliessend steigen die Durchschnittszeiten fast linear mit dem Alter. Wobei auch Läufer über 50 Jahre noch unter eine Stunde laufen, wie die Kategorie M55 zeigt.
Leistung der einzelnen Jahrgänge

Die meisten Läufer pro Jahrgang

Mit 86 Jahren am GP Bern erfolgreich teilnehmen? Das geht, wie uns der älteste Teilnehmer bewiesen hat. Die meisten Läufer sind jedoch Mitte 30, auch hier schwingt der Jahrgang 1982 mit über 450 Teilnehmenden oben aus. Die Grafik zeigt, dass die grosse Masse der Teilnehmenden zwischen 25 und 50 Jahre alt sind. Jüngere scheint der Ausdauersport noch nicht so sehr anzuziehen, Ältere wechseln mit zunehmendem Alter auf kürzere Distanzen.
Anzahl Läufer/innen pro Jahrgang

running.COACH Prognose

Um die 600 Teilnehmenden des GP Bern haben den Wettkampf im running.COACH als Wettkampf angegeben. Wir haben untersucht, wie genau unsere Wettkampfprognose war. Das Ergebnis: Im Durchschnitt waren die running.COACH-User 1.4% langsamer, als wir vorausgesagt haben. Um das zu verdeutlichen: Bei einer Zeit von beispielsweise 1:24:00 wären das eine Minute und 10 Sekunden. Ob dieses schlechtere Abschneiden an den unerwarteten warmen Temperaturen gelegen hat, bleibt natürlich nur eine Vermutung. So oder so, dran bleiben und wir freuen uns bereits jetzt auf den GP Bern im nächsten Jahr. Keep on running.
Im Durchschnitt waren die running.COACH User 1.4% langsamer als die Prognose

 
Dieser Blogbeitrag wurde von Stefan Lombriser verfasst, welcher selber ein Stundenknacker ist und den diesjährigen GP erfolgreich in 59:34 beendet hat. Stefan arbeitet als Geschäftsführer von Quevita AG/running.COACH und ist selbst begeisterter Läufer, OL-Läufer und Multisportler. Diese Leidenschaft für den Laufsport versucht er tagtäglich als Mitentwickler der ersten Stunde in den running.COACH hineinzubringen.
Titelfoto: swiss-image.ch

5 statistische Fakten zum Grand Prix von Bern

Kategorien

Vor noch nicht ganz einer Woche ist der Grand Prix von Bern zum 35. Mal über die Bühne gegangen. Die „schönsten 10 Meilen“ der Welt duelliert sich seit Jahren mit der Course de l’Escalade in Genf um den Titel des grössten Volkslaufs in der Schweiz. Dieses Jahr waren über 32’000 Läuferinnen und Läufer für den Mega-Event in der Hauptstadt angemeldet. running.COACH unterstützt die GP-Läuferinnen und Läufer jeweils als offizieller Trainingsplan-Parnter. Jetzt haben wir uns einmal die Rangliste genauer angeschaut. Das ist dabei herausgekommen:

1 Verteilung der Finisherzeiten

Die meisten Läuferinnen und Läufer absolvieren die coupierte 10-Meilen-Strecke in einer Zeit zwischen 80 und 90 Minuten (siehe Grafik). Das heisst, dass sie im Schnitt zwischen fünf und füneinhalb Minuten für einen d  er 16.093 Kilometer benötigen. Nur knapp 1% gehörte dieses Jahr zum erlauchten Kreis der Stundenknacker(innen). Darunter sind vier Läufer, die über 50 Jahre alt sind (Martin Kühni, der Kategoriensieger dieser Altersklasse, lief in einer Zeit von 57:58 ins Ziel. Das entspricht einem Schnitt von 3:36min/km).

gpbern1
Die Verteilung der Finisher-Zeiten am Grand Prix von Bern 2016

2 Der schnellste Jahrgang

1981 sind sie geboren – die schnellsten Läuferinnen und Läufer des GP Ausgabe 2016. Sie benötigten rund 82 Minuten für die Originalstrecke über 10 Meilen. Das zeigt unsere Auswertung der Durchschnittszeiten pro Jahrgang. Es scheint also, dass der durchschnittliche Läufer seinen Zenit im 35. Altersjahr erreicht. Für alle Jüngeren bedeutet das gute Neuigkeiten: Ihr könnt euch problemlos noch verbessern. Bist du älter als 35, gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte lautet: Du wirst tendenziell langsamer werden. Die gute: Wie wir oben gesehen haben, sind auch mit über 50 Jahren noch hervorragende Leistungen möglich!

gpbern2
Die Läuferinnen und Läufer mit Jahrgang 1981 benötigen im Durchschnitt am wenigsten lange, um die 10 Meilen zu bewältigen

3 Die meisten Läufer pro Jahrgang

Mit etwas mehr als 400 Läufer und Läuferinnen ist der Jahrgang 1988 der am besten vertretene unter denjenigen, die die 10 Meilen absolviert haben. Dicht gefolgt wird er von den Jahrgängen 1987 und 1972. Die Grafik zeigt, dass die grosse Masse der Teilnehmenden zwischen 25 und 50 Jahre alt sind. Jüngere scheint der Ausdauersport noch nicht so sehr anzuziehen, Ältere wechseln mit zunehmendem Alter auf kürzere Distanzen.

gpbern3
1988 war der stärkste Jahrgang am diesjährigen GP

4 running.COACH Prognose

Rund 500 Teilnehmer und Teilneherinnen des GP hatten den 14. Mai als Wettkampf im running.COACH angegeben. Wir haben untersucht, wie genau unsere Wettkampfprognose war. Das Ergebnis: Im Durchschnitt waren die running.COACH-User 1.8% schneller, als wir vorausgesagt haben. Das kann zwei Dinge bedeuten: running.COACH macht zu pessimistische Prognosen oder unsere Trainingspläne funktionieren noch besser als wir das prognostizieren. Die zweite Erklärung gefällt uns persönlich besser.

gpbern4
So viel betrug die Differenz zwischen der running.COACH-Prognose und der tatsächlich gelaufenen Zeit

5 running.COACH-User

Der durchschnittliche running.COACH-User brauchte 1:24:28 Stunden für die 10 Meilen. Der durchschnittliche GP Bern Läufer läuft die 16.093 Kilometer in 1:24:48 – also ziemlich genau gleich schnell. Wir schliessen daraus: Der running.COACH User entspricht also dem durchschnittlichen GP Bern-Läufer. Uns freuts. Bis in einem Jahr – wir sind sicher wieder mit dabei! Du auch?

gpbern5
So lange brauchte der running.COACH-User durchschnittlich für die 10 Meilen