Die Top 10 Tipps der Profis für den Grand Prix von Bern

Kategorien

In wenigen Tagen steht er endlich vor der Tür, der Grand Prix von Bern. Damit du gut darauf vorbereitet bist und das Optimum aus dir rausholen kannst, haben wir zwei absolute Spezialisten nach ihren Top 10 Tipps befragt: Viktor Röthlin und Christian Belz.
Die ehemaligen Spitzenläufer und Mitentwickler von running.COACH wissen aus eigener Erfahrung, wie man den langen (16.1km) und den kurzen (4.7km) GP am besten bestreitet. Hier teilen sie ihr Wissen mit dir!

 

Grand Prix von Bern (16.1km): „Der Klassiker“ mit Viktor Röthlin

 
 
 
1.) Ruhe ist auch Training: Lass es die letzten Tage vor dem GP ruhig angehen. Reduziere dein Trainingsprogramm und lade deine Batterien auf.
2.) Fülle deine Speicher: Versuche in den letzten 3 Tage vor dem GP möglichst kohlenhydratreich zu essen. Pasta, Reis und Kartoffeln sollten möglichst häufig auf deinem Menuplan stehen.
3.) Kein Stress am Wettkampftag: Bereite alles rechtzeitig vor und plane deine Anreise nach Bern so, dass du ohne Stress im Startgelände ankommst.
4.) Countdown: Esse 4h Stunden vor dem Startschuss nochmals einen Teller Pasta. 2h davor allenfalls noch einen Banana oder einen Isostar-Riegel. Trinke bis 1h vor dem Start regelmässig in kleinen Schlucken Isostar Hydrat&Perform (dieses Getränk kriegst du übrigens auch auf der Strecke). Absolviere ein leichtes Warm-up. Und stelle dich rechtzeitig in deinem Startblock ein.
5.) Und los geht’s: Versuche den Aargauerstalden runter so locker und weich wie möglich zu rollen. Du musst dich fühlen wie beim lockeren Footing. Auch die Altstadt hoch, läufst du fast ohne Anstrengung. Und dann geht’s runter bis zur Aare. Versuche möglichst ökonomisch mit wenig Schlägen die Pflastersteinpassage runter zu laufen.
6.) Rhythmus finden: Unten an der Aare geht es darum einen guten Laufrhythmus zu finden. Das ganze sollte sich immer noch locker anfühlen. Trinke von Anfang an regelmässig bei den Isostar-Verpflegungsstellen.
7.) Ruhig bleiben im Tierpark: Die Steigungen durch den Tierpark läufst du konzentriert, versuche aber immer noch Reserven zurück zu behalten.
8.) Zurück zur Stadt: Auf dem Weg zurück zur Innenstadt schaltest du zum ersten Mal in den 5. Gang. Vorbei am Bundeshaus und Münster nimmst du die unglaubliche Stimmung in dir auf.
9.) Und das Dessert zum Schluss: Nun geht es hoch den Aargauerstalden. Die Zuschauer am Strassenrand peitschen dich an. Die Beine sind zwar müde, aber mit den Armen gibt’s du den Beinen einen hohen Rhythmus vor. Schritt für Schritt geht es dem Ziel entgegen. Und über die Ziellinie läufst du mit einem breiten Lachen auf deinem Gesicht.
10.) Belohnung: Du hast es geschafft! Nun ist Belohnung angesagt. Zuerst in Form von einem Isostar, dadurch erholt sich dein Körper viel schneller von den Strapazen. Danach darf es aber auch gerne ein anderes Getränk sein! Und später muss es auch nicht zwingend ein Teller Pasta sein.

 

Altstadt Grand Prix (4.7km): „Der Schnelle“ mit Christian Belz

 
 
 
1.-4.) Analog Tipps Viktor
5.) Und los geht’s: Finde rasch deinen Platz im Feld. Den Aargauerstalden runter so locker und weich wie möglich rollen – du musst dich fühlen wie beim lockeren Footing.
6.) Rhythmus finden: Auf der Nydeggbrücke geht es darum einen guten Laufrhythmus zu finden. Das ganze sollte sich immer noch locker anfühlen bis zum Zytglogge hoch.
7.) Atmosphäre aufsaugen und Ruhe bewahren: Am Zytglogge und die Altstadt runter wird’s laut. Geniess diese Atmosphäre, schalte in den zweithöchsten Gang, ohne schon euphorisch zu werden.
8.) System checken vor dem Pièce de résistance: In der unteren Altstadt in den Körper hineinhorchen und sicherstellen, dass die körperlichen und mentalen Reserven bereitstehen für den Aargauerstalden.
9.-10.) Analog Tipps Viktor
 
Nun hoffen wir, dass dir diese Tipps dabei helfen, die Sache mit Zuversicht und Freude anzugehen und wir wünschen dir gutes Gelingen und natürlich ganz viel Spass!
 
 
Dieser Blogbeitrag wurde verfasst von: Marion Aebi

Schlecht vorbereitet an dein Lauf-Saisonhighlight – und jetzt?

Kategorien

Tipps

Kommt dir diese Situation bekannt vor? Wir geben dir ein paar Tipps für deine unmittelbare Rennvorbereitung, wenn du deinem Training für dein grosses (Herbst-)Ziel, aus welchen Gründen auch immer, etwas hinterherhinkst.

Der Herbst steht vor der Tür und damit die zweite Saisonhälfte für viele Laufbegeisterte. Vielleicht steht bei dir ein Halbmarathon oder sogar ein Marathon auf dem Programm. Vielleicht kommen bei dir kurz davor sogar Zweifel auf, ob du es schaffen wirst. Warst du schon Mal kurz davor, ein grosses Ziel fallen zu lassen, weil die Vorbereitungen alles andere als ideal waren und du nicht planmässig trainieren konntest? Das muss nicht zwingend sein. Mit unseren Tipps kannst du jedenfalls im Kopf umschalten und dein Ziel dennoch positiv angehen.

Gelassenheit und keine Aufholjagd

Veranstalte zu kurzfristig vor dem Rennen keine Aufholjagd, um dein schlechtes Trainingsgewissen zu beruhigen. Das bringt nichts mehr und du wirst womöglich nicht erholt am Start stehen. Dennoch solltest du nicht ganz aufs Laufen verzichten, weil sonst dein Körper definitiv auf Ferienmodus umstellt (mehr dazu hier: Erholungswoche vs. Tapering).

Zweifel wegräumen

Fokussiere dich nicht auf die verpassten und schlechten Trainingseinheiten, sondern auf diejenigen, welche du mit einem guten Gefühl beenden konntest. Du wirst feststellen, dass du auch ab und zu trainiert hast. Nimm dieses positive Gefühl mit an den Start.

Investiere in Schlaf und eine ausgewogene Ernährung

Verhilf die zu einem guten Gefühl während der unmittelbaren Vorbereitung: Schlafe genügend in der letzten Woche vor dem Wettkampf, achte auf eine gesunde sowie ausgewogene Ernährung (inklusive Carboloading) und trinke viel Wasser.

Mentales Training

Du kannst dich mit der Strecke auseinandersetzen: Schaue auf dem Streckenplan, wo die Schlüsselstellen und Verpflegungsposten sind. Plane deinen Wettkampf entsprechend und gehe das Rennen im Kopf durch; natürlich mit einem erfolgreichen Finish. Du kannst dazu auch ein Lied, welches dich pusht, abspielen und dann am Renntag dasselbe Lied zur Einstimmung hören.

Freude

Freue dich auf dein Rennen und sehe es nicht als Belastung, auch wenn du vielleicht insgeheim weisst, dass die Vorbereitung nicht optimal war. In den Tagen zuvor sollen die positiven Gedanken überwiegen. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude.

Wettkampfoutfit

Suche dein Wettkampfoutfit im Vorhinein aus und wähle eines, in welchem du in der Vergangenheit eventuell bereits gute Erfahrungen gemacht hast. Vielleicht ist es auch an der Zeit für ein neues, welches dich extra motiviert.

Angepasstes Zielvorgabe

Vielleicht hast du von einer Zielzeit geträumt, vielleicht auch einfach von einem Finish. Auf alle Fälle solltest du dein persönliches Ziel anpassen, wenn deine Vorbereitung anders verlaufen ist als geplant, damit du nachher auch zufrieden bist und dich freuen kannst. Eine Zielzeit anzupassen ist wohl einfacher als ein Finish. Aber vielleicht erlaubt ein Finish auch Mal eine Gehpause. Starte auf jeden Fall langsam in dein Rennen, du kannst dann immer noch aufdrehen.
Wir wünschen dir auf jeden Fall, egal wie deine Vorbereitung nun war, viel Erfolg, dein Herbstziel zu erreichen und mit einem Lächeln im Gesicht zu finishen.
Verfasserin Blogbeitrag: Stefanie Meyer