Gedanken zum neuen Marathon-Weltrekord

Als Läufer hat man verschiedene Ziele: Wer träumt nicht davon, ein Mal im Leben einen Marathon zu laufen? Ein Mal im Leben zweieinhalb Bahnrunden unter 3 Minuten zurückzulegen? Oder wer traut sich, sich 5 Kilometer unter 20 Minuten als Ziel zu setzen oder 10 Kilometer unter 50 Minuten?

Gestern, im Rahmen des 40. BMW Berlin Marathon hat uns Wilson Kipsang aufgezeigt, dass es möglich ist, 42 Mal einen Kilometer in 2:55min/km zurückzulegen. 42 Mal – ohne Pause. Dies entspricht einer Geschwindigkeit von 20.6km/h. Eine unglaubliche Leistung, wenn man bedenkt, dass dies ganz viele nicht einmal mit dem Fahrrad schaffen würden. Es sei denn, sie haben eine zusätzliche Antriebshilfe.

Das Resultat von Wilson Kipsang zeigt aber noch etwas anderes auf. Seine 2:03:23 sind nicht nur neuer Weltrekord, sondern auch ein Beweis dafür, dass jede gelaufene Zeit von Wert ist. Es ist seine neue persönliche Bestzeit und seit gestern der neue Massstab für ganz viele andere. Nicht 2:03:00, sondern 2:03:23 gilt es zu schlagen.

Marathon laufen heisst auch Emotionen erleben

Marathon laufen heisst auch Emotionen erleben

Der eine oder die andere beisst sich immer noch an der 4-Stunden-Marke die Zähne aus. Die vielen intensiven Erlebnisse während der Vorbereitung und die Verbesserung der persönlichen Bestzeit von 04:13:12 auf 04:03:38 werden plötzlich nebensächlich.

Sind Zahlen wirklich mehr Wert als der Weg dorthin? Ich finde nicht. Darum Respekt und herzliche Gratulation an alle, die für den persönlichen Erfolg Zeit und Energie investieren.

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