Barbara Lüscher-Hegnauer – running.COACH Teammitglied

Hallo ihr lieben Winterläuferinnen und –läufer! Ich hoffe, ihr geniesst eure Trainingseinheiten, auch wenn es kälter und dunkler ist als auch schon. Und eine kleine Bitte: absolviert doch einen Trainingslauf auch ein bisschen für mich…

Barbara Lüscher kämpft mit einer hartnäckigen Schulterverletzung

Barbara Lüscher kämpft mit einer hartnäckigen Schulterverletzung

Ich persönlich setze momentan alles auf eine Karte in Sachen Training: auf das Gehen zu Fuss! Kein Laufen, kein Schwimmen, kein Nordic Walking, nichts, was den Puls richtig in Gang bringt. Wegen meiner Schulterbeschwerden muss ich seit November auf jeglichen Sport verzichten. Da ich aber nicht nur den ganzen Tag Weihnachtsguetzli und Schokoladekugeln essen kann, muss ich mir den Alltag etwas anders organisieren. Die drei Trainingseinheiten fallen ja jetzt weg, somit schafft das Zeit für anderes. Müsste man meinen. Aber die Realität sieht etwas anders aus. Zweimal pro Woche habe ich einen Termin bei der Physiotherapeutin. Da marschiere ich zügig bis zur Bushaltestelle und vom Bahnhof Thun aus lege ich den Rest der Strecke ebenfalls zu Fuss zurück. Dann folgt eine halbe Stunde Therapie. Da muss ich keine Arbeit leisten, sondern „nur“ die Schmerzen aushalten, die ein Aufdehnen des Schultergelenks mit sich bringt. Auf dem Rückweg plane ich meistens noch einen Gang durch die Lebensmittelabteilung eines Grossverteilers ein. Da bisher auch Autofahren immer mit Schmerzen verbunden war, verzichte ich seit dem Sportverbot auch darauf konsequent. Das Organisieren des Alltags muss daher sehr bewusst erfolgen. Das Meerschweinchenfutter, das nur im kleinen Laden ganz am anderen Ende des nächsten Dorfes erhältlich ist, lässt sich zu Fuss bestens erreichen, wenn genügend Zeit eingeplant wird. Und die Tochter kann ich auch mit dem Zug zur Klavierstunde begleiten und anschliessend nach Hause marschieren. Für die Einkäufe habe ich wieder das gute alte „Märitwägeli“ vom Estrich geholt. Und daheim erledige ich brav meine Übungen so regelmässig wie möglich.

Ihr seht, ich bewege mich viel, aber halt aktuell nicht nach dem Plan des running.COACH. Ich möchte also momentan nicht wissen, was mit meiner sorgfältig aufgebauten Kondition gerade geschieht. Ob sie sich täglich etwas mehr verabschiedet???

Barbara läuft heute dank regelmässigem Training 10 Kilometer am Stück

Ich durfte mit dem running.COACH ein tolles Jahr erleben. Der Trainingsplan hat mich nicht immer nur erfreut. Ich schob die Einheiten teilweise gern ein bisschen herum, bis sie in meine Wochenplanung passten. Und ab und zu kürzte ich sie auch ein kleines Bisschen ab… Und doch: der Plan hat mir geholfen, dranzubleiben und das Training abwechslungsreich zu gestalten. Das bewusste Erleben der Jahreszeiten draussen in der Natur war für mich sehr wertvoll und ein schöner Ausgleich zu den Tätigkeiten drinnen. Ich habe es genossen, abends körperlich müde zu sein und in der Nacht tief und fest zu schlafen. Und schliesslich durfte ich Fortschritte feststellen: 10 km am Stück zu laufen, ohne das als riesige Tortur zu empfinden, hätte ich mir vor einem Jahr noch kaum vorstellen können.

Die Wahl zur running.COACH-Bloggerin hat mich natürlich zusätzlich angespornt. Ich sollte ja monatlich über Erfolg oder Misserfolg berichten können. Das hatte zwar manchmal ein weiteres Quäntchen Druck zur Folge, aber gewisse Menschen funktionieren ja bekanntlich damit am besten ;-). Mir hat es auf jeden Fall immer Spass gemacht, meine Erlebnisse zu beschreiben und euch teilhaben zu lassen an meinem Trainingsalltag und dem Erreichen meines Ziels. Der Thuner Stadtlauf bleibt mir in guter Erinnerung, obwohl ich zuerst schon enttäuscht war, als ich mich in der Rangliste so weit hinten vorfand. Aber mir ist bewusst: ich muss mich nicht mit anderen vergleichen, sondern ich darf stolz sein, mein PERSÖNLICHES ZIEL erreicht zu haben.

Der Thuner Stadtlauf war das sportliche Highlight von Barbara

Wie es weitergeht, weiss ich momentan echt nicht. Ich formuliere keine konkreten Ziele. Noch immer hege ich die Hoffnung, vielleicht nicht die ganze Skisaison zu verpassen. Doch wenn es sein muss, opfere ich diese und arbeite konsequent an der Verbesserung meiner Beweglichkeit. Das ist mir im Endeffekt wichtiger als einige Abfahrten auf der Piste. Aber spätestens wenn die Sonne scheint, Schnee vorhanden ist und meine Famillie in die Skischuhe steigt, wird es mir wehtun, nicht mitgehen zu können…

Ich wünsche euch allen schöne Weihnachten und einen guten Start in ein möglichst verletzungsfreies 2015!

One Comment

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  • Hallo Barbara,

    ich wünsche Dir eine schnelle und gute Besserung und hoffe, dass Deine Leidenszeit bald vorüber geht, damit Du endlich wieder Sport machen kannst.

    Alles Gute!!!

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