Erfolgreiche running.COACH Läufer am 20. Jungfrau Marathon

Sonne, warme Temperaturen, prachtvolle Kulisse und ein riesiger Zuschaueraufmarsch. Der Jungfrau Marathon war auch bei seiner 20. Austragung wiederum ein unvergesslicher Event. Unter den je rund 4000 Läuferinnen und Läufern, die am Samstag und Sonntag auf die Strecke geschickt wurden, waren auch 64, die sich mit dem running.COACH auf den „schönsten Marathon der Welt“ vorbereitet haben. Besonders erfolgreich waren dabei Christian Mathys und David Senn, die sich auf den Rängen 22 und 25 klassierten. Christian Mathys gehörte zudem zur Schweizer Equipe, die sich die Goldmedaille im Weltmeisterschaftsrennen sicherte! Besondere Beachtung verdient zudem unser Ultraläufer Samuel Nef, der die Strecke am Samstag und Sonntag absolvierte und dabei mit 3:38:48 und 3:47:11 Beeindruckendes leistete.

Viele Läufer haben sich etwas mehr Zeit genommen, konnten dafür die Stimmung von Eiger, Mönch und Jungfrau länger aufsaugen. Einige unter ihnen leider nicht ganz unfreiwillig: Eine auffällig hohe Anzahl von Läuferinnen und Läufern wurde von Krämpfen geplagt. Was sind die Ursachen? Wir sehen diese in folgenden Punkten:

  • Der Magen kann beim Laufen kaum mehr als 1 l Flüssigkeit pro Stunde aufnehmen. Die meisten Läufer verschwitzen aber mehr und verlieren damit Kochsalz. Das ist viel wichtiger als Magnesium bei der Krampfentstehung. Als Prophylaxe sollte man deshalb gesalzene Getränke zu sich nehmen.
  • Beim Bergauflaufen wird die von den ersten 25 Kilometern bereits leicht ermüdete Wadenmuskulatur sehr stark beansprucht. Dies führt zu einer lokalen Überforderung, die sich schlussendlich begünstigt durch den Salzverlust in einem Krampf äussern kann.
  • Weiter gilt es die ungleiche und für Läufer „unnatürliche“ Beanspruchung der vorderen und hinteren Oberschenkelmuskulatur zu erwähnen, die bedingt durch den Salzverlust zu einem Krampf in den Hamstrings führen kann.

Was sind deine Erfahrungen? Wie hast du deinen Lauf oder K(r)ampf erlebt? Wir freuen uns über deinen Beitrag.

Jungfrau Marathon-Läufer auf der Moräne: Aufgereiht wie an der Perlenschnur

Jungfrau Marathon-Läufer auf der Moräne: Aufgereiht wie an der Perlenschnur

2 Comments

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  • Leider musste ich den JM mit Magenkrämpfen bei km 26,5 aufgeben!(Trotz für mich super zwischenzeit !)Habe gekämpft und gelitten seit km 5!
    Leider ist es mir ein Rätsel was diese magenbeschwerden ausgelöst hat!
    Gruss John

  • Ein fantastischer Samstag! Um 8:50 Uhr begab ich mich zum Start und verabschiedete mich von meinen zwei Trainingskolleginnen. Sie reihten sich weiter vorne ein. Die Schweizer Hymne erklang und ein, zwei Tränen stiegen hoch vor Emotionen – es war soweit – mein erster Jungfrau-Marathon.
    Der Startschuss fiel pünktlich um 09.00 Uhr, Läufer/innen und Publikum applaudierte und ich hatte ein Lächeln im Gesicht. Langsam joggte ich nun in Richtung Bönigen-Zweilütschinen-Lauterbrunnen und mahnte mich: „geniesse alles was du siehst und hörst“. Mein Tempo war moderat, perfekt, locker! Ich war überrascht, wie schön der Weg von Interlaken nach Lauterbrunnen ist. Auf der ganzen Strecke riefen mir viele Bekannte zu oder ich entdeckte diese und winkte. Die Stimmung am Strassenrand und aus den Zügen war jederzeit sensationell. Es motivierte!

    Das eigentliche Rennen startete in Lauterbrunnen ab Km 25, den Wengwald hoch. Mit Freude marschierte ich da los – ich war fit und sehr gut vorbereitet!
    Nicht gefasst, was folgte: von Null auf 100 hatte ich Wadenkrämpfe (an beiden Beinen gleichzeitig) zwischen km 27/28 stand ich still. Wadenkrämpfe, Schienbeine und Füsse blockierten. Zwei Herren (Zuschauer) kamen mir entgegen, sie dehnten meine Beine, gaben mir zu trinken, schwatzten kurz und ich bedankte mich herzlichst für ihre Hilfe.
    Leider kam es noch einige Male zu Krämpfen. Ein Mal schrie ich sogar. Ich marschierte, konnte nicht mehr joggen und dehnte immer wieder. Sobald eine Unebenheit kam, hatte ich den Krampf. Ich nahm es trotz Schmerzen ziemlich locker. Das Ziel war definitiv die kleine Scheidegg! In Wengen war mein Zeitplan eh bereits Vergangenheit. Grundsätzlich ging es mir ja gut, wenn ich mich mit andern verglich! Ich lief regelmässig, probierte hie und da leicht und mit kleinen Schritten zu Joggen und reduzierte sobald ich etwas spürte. Dass ich bei jedem Posten der Reihe nach Iso, Bouillon, Wasser zu mir nahm, half bestimmt! Schade aber, dass ich beim Flachen nicht unbeschwerter Laufen konnte.
    Bald gings runter zum Wixi: „aufpassen“ warnte ich mich. Bis zur Moräne konnte ich sogar ein paar Mitläufer überholen. Freude herrschte! Das Teilstück Wixi zum Felsen mit Gedenktafel von Franziska Rochat-Moser war wunderschön und irgendwie erholsam bei dieser Kulisse. Cola, Schokolade wurde gereicht und ich war dankbar, als sich Hände mir entgegen streckten, um mir über einen Felsbrocken zu helfen.
    Auf den letzten Kilometer stieg nochmals das Adrenalin. Meine Gedanken: „nur nicht euphorisch werden und gut durchatmen! Knapp vor dem Ziel, stiegen wieder die Tränen hoch. Ich hatte es geschafft! Sehr emotional, als mir die Medaille um den Hals gelegt wurde. Ich hatte gegen die Wadenkrämpfe gewonnen!

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