Andreas Kempf: Berlin, Berlin

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39’101 Läufer aus 137 Nationen haben dieses Jahr den Berlin Marathon gefinisht – einer davon ist der Schweizer Andreas Kempf. Mit seiner Zeit von 2 Stunden 19 Minuten und 22 Sekunden lief er er ausserdem ganz knapp unter der geforderten EM-Limite. Herzliche Gratulation an Andreas zu seiner Leistung und hier ein paar Worte von ihm zu seinem Marathon-Debüt.
Berlin scheint für mich ein gutes Pflaster zu sein. Im Frühjahr 2016 konnte ich in der deutschen Hauptstadt die Limite für die Europameisterschaften sowie den Freiburger Rekord im Halbmarathon unterbieten. Nun gelang mir am vergangenen Sonntag an selber Stätte trotz teilweise windigen und regnerischen Verhältnissen das gleiche Kunststück äusserst knapp auch über die doppelte Distanz.

Marathon Ausrüstung

In 2 Stunden 19 Minuten und 22 Sekunden verbesserte ich bei meinem Marathon-Debüt den Kantonalrekord, welcher fast 25 Jahre lang von Jean-François Cuennet gehalten wurde, um 13 Sekunden. Zudem erfüllte ich somit auch den Richtwert von Swiss Athletics (2:19:30) für die Leichtathletik-Europameisterschaften im August 2018. Zusammen mit einer gewissen Portion Wettkampfglück spielten viele Faktoren eine wichtige Rolle, dass ich am entscheidenden Tag diese Leistung erbringen konnte.
Einerseits wählte ich bewusst den Berlin-Marathon aus, weil die Strecke überaus flach und schnell ist, eine einzigartige Stimmung am Strassenrand herrscht, das Teilnehmerfeld um meine gewünschte Zielzeit jeweils sehr dicht besetzt ist und normalerweise das Wetter gut mitspielt. Andererseits versuchte ich seit den Schweizermeisterschaften Ende Juli auf der Bahn alles dem Marathon unterzuordnen. Das heisst, ich stellte das Training um, verbrachte vier Wochen auf dem Berninapass auf 2300 Metern über Meer und testete die optimale Wettkampfverpflegung mehrmals aus. Dabei konnte ich auf die volle Unterstützung meines Umfelds und auf erstklassige Trainingspläne meines langjährigen Coaches Erwin Grossrieder zählen. Nach dieser (eigentlich zu) kurzen zweimonatigen Marathonvorbereitung reduzierte ich einige Tage das Training stark. Daneben ernährte ich mich ab 72 Stunden vor dem Start besonders kohlenhydratreich und ballaststoffarm, was vor hohen sportlichen Belastungen über 90 Minuten von Ernährungswissenschaftlern empfohlen wird. Nach dieser sogenannten Tapering- und Carboloadingphase steht man dann möglichst erholt und mit vollen Speichern an der Startlinie.
Mit Coach und Freundin

Bei mir reichten zum Glück die Energiereserven und die mentale Willenskraft, um den Freiburger Rekord sowie die EM-Limite in Extremnis zu knacken. Sofern ich bis zum Selektionsentscheid im Frühling weiterhin den schnellsten sechs Schweizern angehöre und gesund bleibe, steht einem weiteren Einsatz im Nationaldress also nichts im Weg. Und wo finden diese nächsten kontinentalen Titelkämpfe statt? Genau, in Berlin!
Mit Fabian Kuert (2:19:51) und Adrian Lehmann (2:15:12, bester Schweizer)

#LAUFINSPIRATION: Vom Fussballer zum Marathonläufer

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In unseren neuen Serie #LAUFINSPIRATION erzählen Läufer ihre persönliche Läufergeschichte. Den Auftakt macht Yves Bohren, welcher seine Fussballschuhe nach einer Verletzung gegen die Laufschuhe eingetauscht hat. Und das so ziemlich erfolgreich, wie wir finden. Hier berichtet er über seinen Weg zum ersten Ziel, dem Berlin Marathon 2016, und seine weiteren Vorhaben.

Warm up mit Yves

30 Jahre habe ich mehr oder weniger ohne grössere Verletzungen Fussball gespielt. Während dieser Zeit zwischendurch einen Lauf bestritten, doch ohne grössere Vorbereitung. Das höchste der Gefühle war 2008 meine erste Teilnahme an einem Marathon (Zürich Marathon), der eher schmerzhaft war als Freude beschert hat (mangels Vorbereitung und Magenkrämpfe während dem Lauf).

Der Umstieg zum Laufsport

Mit 40 hab ich mir das vordere Kreuzband beim Fussball gerissen. Damit war für mich klar, dass ich meine Fussballschuhe an den Nagel hängen würde. Nach einer eher längeren Genesungsphase habe ich nach eineinhalb Jahren, im März 2016, intensiv mit dem Laufen angefangen. Als erstes hab ich mir ein Ziel gesetzt und mich gleich für den Berlin Marathon angemeldet. Um keine Überraschungen zu erleben, habe ich mich intensiv in die Materie eingearbeitet und mehrere Bücher gelesen. Beruhend auf diesen, habe ich mir einen Trainingsplan erstellt. An diesen hielt ich mich drei Monate minutiös. Zur Vorbereitung gehörten kleinere Wettkämpfe bis hin zum Halbmarathon. Auch habe ich nach drei Monaten Vorbereitung einen Laktatstufentest gemacht, um ein gezielteres Training anzustreben. Den Aufwand, welcher ich für die Erstellung meines Trainingsplans investierte, wurde mir allmählich zu gross. Abgesehen davon war mein Plan eher starr und nicht auf mich abgestimmt. So hab ich mich für einen professionellen Trainingsplaner entschieden – running.COACH erschien mir am geeignetsten, nachdem ich ein paar andere angeschaut hatte. Die Fortschritte waren schnell erkennbar.

Berlin Marathon 2016

Ein paar Monate vor dem Start am Berlin Marathon erhielt ich die Nachricht, dass ich ohne offizielle Referenzzeit hinten im Feld anzustehen habe – also Startposition 40‘000+/-. Dies empfand ich als total unattraktiv und habe spontan entschieden einen anderen Marathon vorher zu absolvieren, um zu einer Referenzzeit zu kommen. Nicht ganz einfach im Sommer. Doch es standen zwei temperaturtechnisch vertretbare Optionen zur Auswahl: Reykjavik und Helsinki. Ich entschied mich für die finnische Hauptstadt. Bei kühlen 14° und Regen lief ich in 3:04 ins Ziel. Nach einer eher kurzen Regenerierung (6 Wochen) ging’s auf nach Berlin.
25. September 2016, die Stunde der Wahrheit: B-E-R-L-I-N, was für ein Name. Zusammen mit den Besten der Besten an den Start. Wow, und die tausenden von Zuschauern. Ich war definitiv bereit, aber auch sehr aufgeregt. Einen ersten Vorgeschmack auf das kommende Rennen erhielt ich am Samstag bei der Startnummern Ausgabe – boah, eine solche Runner-Ausstellung hatte ich noch nie gesehen – und anschliessend das Inline Skater Rennen. Krass wie schnell die unterwegs waren, sah ich zum ersten Mal – mit 40km/h im Schnitt eher ein Warm-up für diese Athleten.
Sonntag 4.00 Uhr morgens, der Wecker läutet. Ich bin aber bereits wach. Ein kleines Frühstück – ein Stück Weissbrot, Banane und Avocado und einen Kohlenhydratdrink. Wohl etwas zu viel des Letzteren, 45 Minuten musste ich im Startgelände warten, um nochmals „schnell“ auf’s WC zu gehen und eine Pinkelpause einzulegen. Zum Glück hatte ich noch genügend Zeit. Kurzes Einlaufen und dann einstehen in den Startblock. Diese Stimmung bereits vor dem Start – Pulsschlag: 164! Und bin noch keinen Meter der 41‘195 gelaufen! Der Adrenalinspiegel steigt. Ich muss nochmals pinkeln. Wohl vor Aufregung, es ist zu spät, der Startschuss fällt. Endlich kann’s losgehen. Wow, diese Stimmung, WAHNSINN! Die KM fliegen an mir vorbei. Ich verpasse einige KM-Tafeln, bin von der Stimmung total absorbiert. Alle paar 100m gibt’s eine Band, Alleinunterhalter, Drummer oder einfach eine etwas überdurchschnittlich lauf aufgedrehte Musikanlage. KM 34 kommt der Hammermann vorbei, ich beisse und versuche ihn zu ignorieren. Kostet mir jedoch rund 10-20 Sekunden pro KM. KM 38 halte ich’s nicht mehr aus und suche mir einen Baum zur Bewässerung aus. Eine Riesenerleichterung, doch den Rhythmus wieder zu finden ist verdammt hart. Ich schaffe es trotzdem wieder zu beschleunigen. Das Ziel unter 3 Stunden zu laufen ist zum Greifen nah und verleiht Flügel, naja, fast. Das Brandenburger Tor, ich kann’s sehen, ich kann’s fast nicht fassen, die Emotionen kommen hoch, mir stehen die Tränen in den Augen. Nur noch ein paar Meter… Nach 2:59:20 ist es Tatsache, Ziel erreicht! Ich fühle mich wie ein Weltmeister, es ist unglaublich. Dieses Gefühl, diese Emotionen. Ich teile dies mit anderen Läufer, jeder ist glücklich, nein, überglücklich. Eine der schönsten Momente in meinem Leben. Die rund 1‘800 Trainingskilometer zwischen März und dem 25. September haben sich absolut ausbezahlt und gelohnt. Dank running.COACH war ich nicht nur physisch sondern auch mental bereit für diesen Tag.

Next steps

Und dies war nur der Anfang, fünf Wochen später laufe ich 1:21:23 am Lucerne Swiss City Marathon auf der Halbmarathon Strecke. Im Frühling 2017 stand der Paris Marathon an, mit Magenkrämpfen und demzufolge einer enttäuschenden Zeit bin ich trotzdem ins Ziel gelaufen. Die nächsten Läufe stehen seit Monaten in der Agenda und running.COACH wird mich zielgerecht auf meine top Performance aufpeppen für den Berlin Marathon und im November als Krönung für den New York Marathon.

Wichtige Partner

Die wichtigste Unterstützung für das Laufen kriege ich von meiner Familie. Nicht ganz selbstverständlich nebst einem anspruchsvollen und überdurchschnittlich zeitintensiven Job weitere acht bis neun Stunden Trainingsaufwand und somit Abwesenheit zu akzeptieren.
Nebst der running.COACH App, welche einen Teil meines Alltags gestaltet, benutze ich intensiv Strava und messe mich dort gerne mit anderen. Schuhe sind wichtig, da setze ich auf Diversität und wechsle regelmässig meine Schuhe (Typ und Marke). Bei der Kleidung habe ich auf eine innovative Schweizer Marke gesetzt: X-BIONIC. Definitiv überdurchschnittliche Laufkleidung, die zu Spitzenresultate verhilft. Egal wie warm oder kalt es ist, ob es schneit, regnet oder schön ist, die Kleidung passt sich den Naturgegebenheiten an und macht aus Schweiss Energie.
Ich kann nur jeden dazu ermuntern das Erlebnis Marathon anzugehen, es folgen unvergessliche Momente mit viel Emotionen. Die Welt ist bekanntlich klein, man sieht sich im Training oder beim nächsten Wettkampf.
Willst du Yves sportlichen Ziele verfolgen, findest du hier seine Homepage und seinen Strava Account. Danke Yves für deinen Bericht und weiterhin viel Spass und Erfolg für deine Laufprojekte.

Inspiriere andere – wie funktioniert es?

Egal ob du ein bestimmtes Laufziel erreicht hast, dank dem Laufen abgenommen hast, dir das Lauftraining bei einer Krankeit geholfen hat, du durch das Laufen Begegnungen der besonderen Art gemacht hast oder was auch immer; wir sind gespannt und freuen uns auf deine Geschichte.
Bist du interessiert, schreib uns eine E-Mail an stefanie.meyer@runningcoach.me mit dem Betreff #LAUFINSPIRATION und mit einer kurzen Beschreibung zu deiner Laufgeschichte. Der Text muss noch nicht stehen. Wir werden uns bei dir melden, um die Beitragsform zu besprechen.
Als Belohnung für einen veröffentlichten Beitrag gibt es ein dreimonatiges Silber-Abo von running.COACH.
 

Geneviève Racine: Herbstmarathon als Ziel

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Nach etwa zwei Jahren intensivem Training mit running.COACH und 2716 gespeicherten Kilometern befinde ich mich einen Monat vor meinem grossen Lauf: dem Marathon in Berlin.

Ob ich nervös bin?

Ja klar. Aber ich fühle mich vorbereitet – teils mehr, teils weniger – auch dank der tollen Unterstützung von meiner Familie und Freunden. Nach Höhen und Tiefen in Trainings und Wettkämpfen, sind es vor allem kleine Erfolge und Motivationen, die mich weiter antreiben. So unterstützen mich die austretenden Jugendlichen meiner Schule mit einem tollen Geschenk: einem Trinkgurt, der sich auch in anderen Sportarten super einsetzen lässt. Oder ein Gutschein von meinem Freund für eine Ernährungsberatung.

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Der Trinkgurt kommt auch beim Inlineskating zum Einsatz

Powerfrühstück

Dank der Ernährungsberatung konnte ich meine Ernährung für meine sportlichen Aktivitäten optimieren. Die Umstellung war hart, vor allem, dass ich auf Süsses verzichten sollte. Es hat aber auch sehr positive Einflüsse auf meinen Alltag. Am liebsten esse ich mein selbst zusammengestelltes Powerfrühstück:
Dinkelflocken mit Cranberries (oder anderen Früchten – je nach Lust und Laune), Kokosflocken und Magerquark – ein perfekter Start in den Tag.

GP Bern – lange ist es her

Bei meiner Teilnahme am diesjährigen GP Bern war für mich neu, dass ich relativ früh schon dort war, da ich einige meiner Schülerinnen und Schüler begleitet habe. Trotz des vielen Wartens und langen Stehens ist mir der Lauf gut gelungen, obwohl ich ein paar Minuten unter meiner gewünschten Zeit geblieben bin. Der GP wie auch andere Läufe gehören zu meiner Vorbereitung für den Marathon in Berlin. Es ist immer wieder ein super Erlebnis, mit anderen Laufbegeisterten zu laufen und sich vom Ansporn des Publikums tragen zu lassen. Dieses Ambiente – Applaus und Unterhaltung entlang der Laufstrecke – wird in Berlin wohl noch mal mehr zu „Hühnerhaut“-Momenten führen.
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Anpassung des Trainings während der Sommerferienzeit

Sonst habe ich mich für die Trainings an die Vorgaben von running.COACH gehalten und zusätzlich ein bis zwei Mal pro Woche Krafttrainings absolviert. Einige Trainings im Winter habe ich auch mit Aquajogging ersetzt. In den Sommerferien war es etwas schwieriger, den Trainingsplan einzuhalten: wegen heissen Temperaturen habe ich die Trainings auf den frühen Morgen verschoben. Auch verschiedene Anlässe in der Familie und bei Freunden haben mich „gezwungen“, Trainings zu verschieben oder ganz auszulassen. In meiner Ferienwoche in Zypern konnte ich nur einmal trainieren, da es körperlich zu anstrengend war, morgens um 7 Uhr bei gefühlten 40 Grad zu trainieren. Ich habe auch gemerkt, dass ich einen viel zu hohen Puls hatte bei einem sonst gemütlichen Tempo und dass das Laufen so keinen Spass machte. Also habe ich dann das zweite Training ausgelassen.
Nun bleiben mir noch vier Wochen Training und die Teilnahme am Halbmarathon des Switzerland Marathon light bis zu meinem grossen Start. Ich bin gespannt, was sich in dieser kurzen Zeit (im Vergleich zum Training, das ich vor 2 ½ Jahren angefangen habe) noch so alles ergeben wird.

Urban Halter’s Lauf-Träume und Ziele

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In meinem ersten Blog habe ich berichtet, wie ich zum Laufen und zu meinem diesjährigen Laufziel Jungfrau-Marathon gekommen bin. „Der Berlin-Marathon geht bei mir immer noch unter die Sparte Traum…“, lautete ein Kommentar auf den Blog.

Einen solchen Traum habe ich auch, dachte ich mir. Das hat mich dazu bewogen, über meine eigenen Lauf-Träume zu schreiben. Vermutlich hat sie jede Läuferin, jeder Läufer: eine gewisse Zeit am Stück laufen zu können, eine noch nie gelaufene Distanz, eine Bestzeit, ein Lauf an einem ganz besonderen Ort oder gar eine Kombination aus allem.

Einer meiner Träume ist es, einmal einen Marathon unter drei Stunden zu laufen. Meine Bestzeiten sind in den ersten Monaten und Jahren auf der 10-Kilometer-, Halbmarathon- und Marathondistanz fast schon von Wettkampf zu Wettkampf gepurzelt. Um Fortschritte zu machen reichte es aus, regelmässig weiter zu trainieren. Fast selbstverständlich unterbot ich jeweils auch die Vorgaben des running.COACH. Dies hat sich vor rund einem Jahr geändert. Nicht schlagartig, aber merklich. Die Fortschritte wurden kleiner, manche Wettkämpfe habe ich langsamer beendet als im Vorjahr. Die Euphorie, das Gefühl fast alles erreichen zu können hat nachgelassen. Ich merkte, dass ich Gefahr lief, verbissen neue Bestzeiten und den Traum „sub 3“ zu  jagen. Dabei ging Leichtigkeit verloren, und unter die Freude an erfolgreich gelaufenen Wettkämpfen mischte sich eine gewisse Unzufriedenheit, weil ich in meiner Vorstellung doch gerne noch etwas schneller gelaufen wäre.

urbanhalter

Schon zu Beginn meiner Laufkarriere, als die Fortschritte noch grösser waren, war mir bewusst, dass sich dies ändern wird. Dass die Fortschritte kleiner werden und es irgendwann mit steigendem Alter Rückschritte geben wird. Für mich als Späteinsteiger ein Thema, mit dem ich erst noch umzugehen lernen muss.

Ich musste umdenken. Meinen Traum „sub 3“ habe ich immer noch, aber diesem stelle ich meine Ziele nicht mehr unter. Aber Ziele zu setzen, über Wochen und Monate zu verfolgen ist für mich nach wie vor ein wichtiger Faktor und quasi das Salz in der Suppe im Lauftrainings-Alltag.

Die Freude am Laufsport zu behalten ist dabei das Wichtigste. Deshalb habe ich dieses Jahr ein Ziel gesetzt, das keinen direkten Bezug zu meinem Traum hat. Ich werde bestimmt nicht enttäuscht sein, den Jungfrau-Marathon nicht unter drei Stunden zu finishen ;-). Auch wenn ich mich auch dort über eine gute Endzeit und Klassierung freuen würde. Aber im Vordergrund wird das Erlebnis stehen, der Blick auf den Weg und die Bergwelt anstelle der Pace-Anzeige auf der Laufuhr. Gepackt hat mich der Gedanke letztes Jahr, als ich bei running.COACH eine Teilnahme am Aletsch-Halbmarathon gewann. Ein unvergessliches Erlebnis, das Tempo immer wieder zu wechseln, ans Terrain, die Steigung und die eigenen Kraftreserven anzupassen, und schliesslich oben anzukommen und stolz auf das Erreichte hinunterzuschauen.  Und wenn das Wetterglück wieder auf der Seite der LäuferInnen steht, wird auch der Jungfrau-Marathon bestimmt zum unvergesslichen Erlebnis.

Welche Träume und Visionen habt ihr? Welchen Zielen rennt ihr entgegen oder gar hinterher?

Urban Halter's Lauf-Träume und Ziele

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In meinem ersten Blog habe ich berichtet, wie ich zum Laufen und zu meinem diesjährigen Laufziel Jungfrau-Marathon gekommen bin. „Der Berlin-Marathon geht bei mir immer noch unter die Sparte Traum…“, lautete ein Kommentar auf den Blog.
Einen solchen Traum habe ich auch, dachte ich mir. Das hat mich dazu bewogen, über meine eigenen Lauf-Träume zu schreiben. Vermutlich hat sie jede Läuferin, jeder Läufer: eine gewisse Zeit am Stück laufen zu können, eine noch nie gelaufene Distanz, eine Bestzeit, ein Lauf an einem ganz besonderen Ort oder gar eine Kombination aus allem.
Einer meiner Träume ist es, einmal einen Marathon unter drei Stunden zu laufen. Meine Bestzeiten sind in den ersten Monaten und Jahren auf der 10-Kilometer-, Halbmarathon- und Marathondistanz fast schon von Wettkampf zu Wettkampf gepurzelt. Um Fortschritte zu machen reichte es aus, regelmässig weiter zu trainieren. Fast selbstverständlich unterbot ich jeweils auch die Vorgaben des running.COACH. Dies hat sich vor rund einem Jahr geändert. Nicht schlagartig, aber merklich. Die Fortschritte wurden kleiner, manche Wettkämpfe habe ich langsamer beendet als im Vorjahr. Die Euphorie, das Gefühl fast alles erreichen zu können hat nachgelassen. Ich merkte, dass ich Gefahr lief, verbissen neue Bestzeiten und den Traum „sub 3“ zu  jagen. Dabei ging Leichtigkeit verloren, und unter die Freude an erfolgreich gelaufenen Wettkämpfen mischte sich eine gewisse Unzufriedenheit, weil ich in meiner Vorstellung doch gerne noch etwas schneller gelaufen wäre.
urbanhalter
Schon zu Beginn meiner Laufkarriere, als die Fortschritte noch grösser waren, war mir bewusst, dass sich dies ändern wird. Dass die Fortschritte kleiner werden und es irgendwann mit steigendem Alter Rückschritte geben wird. Für mich als Späteinsteiger ein Thema, mit dem ich erst noch umzugehen lernen muss.
Ich musste umdenken. Meinen Traum „sub 3“ habe ich immer noch, aber diesem stelle ich meine Ziele nicht mehr unter. Aber Ziele zu setzen, über Wochen und Monate zu verfolgen ist für mich nach wie vor ein wichtiger Faktor und quasi das Salz in der Suppe im Lauftrainings-Alltag.
Die Freude am Laufsport zu behalten ist dabei das Wichtigste. Deshalb habe ich dieses Jahr ein Ziel gesetzt, das keinen direkten Bezug zu meinem Traum hat. Ich werde bestimmt nicht enttäuscht sein, den Jungfrau-Marathon nicht unter drei Stunden zu finishen ;-). Auch wenn ich mich auch dort über eine gute Endzeit und Klassierung freuen würde. Aber im Vordergrund wird das Erlebnis stehen, der Blick auf den Weg und die Bergwelt anstelle der Pace-Anzeige auf der Laufuhr. Gepackt hat mich der Gedanke letztes Jahr, als ich bei running.COACH eine Teilnahme am Aletsch-Halbmarathon gewann. Ein unvergessliches Erlebnis, das Tempo immer wieder zu wechseln, ans Terrain, die Steigung und die eigenen Kraftreserven anzupassen, und schliesslich oben anzukommen und stolz auf das Erreichte hinunterzuschauen.  Und wenn das Wetterglück wieder auf der Seite der LäuferInnen steht, wird auch der Jungfrau-Marathon bestimmt zum unvergesslichen Erlebnis.
Welche Träume und Visionen habt ihr? Welchen Zielen rennt ihr entgegen oder gar hinterher?

running.COACH Team: Geneviève Racine stellt sich vor

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Wir haben eine neue Bloggerin in unserem Team. Geneviève Racine schreibt von nun an regelmässig für den running.COACH Blog über die Freuden und Leiden einer Läuferin. In diesem ersten Text erfährst du, wie sie zum Laufen gekommen ist, was es ihr bedeutet und worauf sie sich vorbereitet.

Mein Name ist Geneviève Racine, ich bin 29 Jahre alt, wohne in der Region Biel-Seeland in der Schweiz und bin Lehrerin. Das Laufen, ob Sprint oder längere Distanzen im Turnverein, Leichtathletik oder Triathlon, bereitete mir seit meiner Schulzeit großen Spass. Bis Ende der obligatorischen Schulzeit habe ich nebenbei meine Zeit für das Eiskunstlaufen und Schwimmen eingesetzt. Ich habe an vielen Wettkämpfen teilgenommen und das Laufen geriet in den Hintergrund. Nachdem ich mit den Sportarten in den Clubs aufgehört habe – irgendwann hatte ich genug – bin ich unregelmässig mit meinem Vater joggen gegangen. Ab und zu habe ich an Läufen teilgenommen. So wurde ich wieder vom Wettkampffieber gepackt.

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Geneviève Racine unterwegs in ihrer Heimat

running.COACH als Motivation und Verpflichtung

Im Juni 2014 gab es so einen Moment, indem ich mir gedacht habe, dass ich irgendwie, nach abgeschlossener Ausbildung und eigener Wohnung, nun wieder ein Ziel brauche. Spontan fasste ich den Entschluss, an einem Marathon teilzunehmen. Dieses Ziel sollte zu einem spezielles Ereignis werden: Berlin! Kurze Zeit später habe ich am Frauenlauf teilgenommen und bin auf eine Werbung von running.COACH gestossen. Da habe ich mir gedacht, dass dies eine gute Idee ist, damit ich eine gewisse Verpflichtung – mir selbst gegenüber – eingehe. Weiter ein paar Mal joggen zu gehen, ohne Plan und Ziel, wäre keine Motivation und ich würde es bald wieder sein lassen. Also habe ich mir einen Trainingsplan bei running.COACH erstellen lassen und habe mich fortan bestmöglichst an die Vorgaben gehalten.

Vom Halbmarathon zum Marathon

In diesen nun bald zwei Jahren mit der Unterstützung von running.COACH und meiner Familie hatte ich meine Hochs und Tiefs. Manchmal habe ich zuwenig Motivation, um ein Training zu machen. Der Gedanke an mein Ziel hilft mir jedoch mich selbst bzw. den inneren Schweinehund zu überwinden – ja manchmal braucht es Überwindung – und ich absolviere das Training. Nach jedem Training belohnt mich das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben und mich körperlich besser zu fühlen. Das Joggen gibt mir den nötigen Ausgleich zum Arbeitsalltag. Im September letzten Jahres habe ich auch meinen ersten Meilenstein auf meinem Weg geschafft: meinen ersten Halbmarathon! Und das erst noch unter zwei Stunden. Nun trainiere ich möglichst fleissig weiter, da „mein“ Datum naht: Der Berlin Marathon am 25. September 2016.

Swiss City Marathon GR
Den ersten Halbmarathon letzten Herbst geschafft: Genviève Racine beim Halbmarathon in Luzern

 
Wir vom running.COACH Team wünschen Geneviève auf dem Weg zu ihrem Ziel viel Durchhaltewillen und freuen uns, regelmässig von ihr zu lesen. Hast du Interesse, ebenfalls für uns zu bloggen? Schreibe uns bis Dienstag, 15. März eine Mail an feedback@runningcoach.me mit deiner ganz persönlichen Geschichte, wie du zum Laufen gekommen bist. Überzeugst du uns mit deinem Text, erhältst du ein Jahresabo und ein running.COACH Shirt!