Léonie von Tavel – running.COACH Teammitglied

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Eigentlich wollte ich ja von unseren Sport-Ferien in Davos und meinen Trainings in der Höhe schreiben. Aber das ist bereits definitiv Schnee von gestern. Zwar konnte ich meinen Trainingsplan tatsächlich in der Höhe umsetzen bei strahlendem Wetter (wir sahen eine Woche lang quasi keine einzige winzige Wolke), aber immer auf Schnee und/oder Eis, was doch mit der Zeit mühsam war. Viel mühsamer war dann aber eben meine Rückkehr ins Unterland: Die Grippe reiste mit und schlug zu Hause so was von zu. Ich wusste gar nicht, dass ich so krank sein kann!

Léonie kämpft gegen die Grippe
Léonie kämpft gegen die Grippe

Kein Gedanke mehr ans Trainieren
Die Grippe kam nicht wie angeworfen. Ich merkte bereits auf meinem letzten Lauf in Davos über den Golfplatz und um den See, dass etwas nicht ganz stimmte. Ich wurde plötzlich so komisch schlapp. Am nächsten Tag beim Packen und insbesondere auf der Reise war ich ziemlich matt, aber es ging alles noch irgendwie. So auch noch der übliche Einkauf und die übliche(n) Wäsche(n). Zu mehr als einer habe ich es dann aber nicht mehr geschafft, denn am nächsten Morgen, als ich die Wäsche im Keller holen wollte, kam mir das vor wie eine Bergtour. Aufgehängt hat sie mein Mann und ich kroch zurück ins Bett. Dauerlauf gestrichen. Am Abend ging es etwas besser und ich hoffte bereits, dass es das gewesen sei (bin ja schliesslich geimpft und andere Jahre wurde ich auch tatsächlich bezüglich Grippe zwar nicht ver- aber immerhin geschont). Aus den Medien wusste ich jedoch, dass das effektiv zuschlagende Grippe-Virus diesmal nicht im Impfstoff war und die Grippe-Welle in der Schweiz noch am Anrollen ist. Und so war es dann auch: Am nächsten Tag schlug die Welle über mir zu und ich lag im wahrsten Sinne des Wortes einfach nur noch flach. Gottseidank war ich nicht alleine, denn bei jedem Aufstehen lief ich Gefahr, einen Kreislaufkollaps zu machen. Mein Mann musste mir immer helfen.
Ängste und Nöte wegen der Trainings
Wieder einigermassen dazu fähig, strich ich sämtliche Trainings im running.COACH für eine ganze Woche. Auch meine Fitnesslehrerin ritt auf der Grippewelle und so fiel dieses Training sowieso auch aus. Bald fingen die Gedanken trotz oder wohl gerade wegen meinen fiebrigen Zuständen an zu kreisen: Ende November 14 fing ich also mit dem running.COACH-Training an. Pflichtbewusst und stur. Ich hatte mega Freude an den Fortschritten, die ich in so kurzer Zeit machte. Das entsprechende Hochgefühl, das sich bald breit machte und erstaunlich lang anhielt, genoss ich in vollen Zügen wohlwissend, dass da auch wieder andere Zeiten kommen werden. Und nun waren sie also da diese anderen Zeiten. Totaler Trainingsausfall für 1-2 Wochen und das in der Halbzeit meiner Trainingszeit zum GP von Bern. Halbzeit! Und ich habe das Gefühl, das ich zwar enorm zulegte in meiner Ausdauer (2 h am Stück rennen war UNVORSTELLBAR bis Ende 2014), aber meine Geschwindigkeit ist immer noch nicht wirklich schneller als ein schnelles Walking.

Der GP Bern – das grosse Ziel von Léonie

Ich malte mir immer wieder aus, wie mich der Besenwagen am GP mitnehmen wird (Kollegen erzählten mir von Kollegen, die damit eingesammelt worden waren). Daher würde ich auch sicher nicht das mega-coole stabiloboss-grüne RC-Shirt an den GP anziehen. Würde ja eine Antiwerbung sein und ich werde mich sicher nicht so leuchtend anziehen und noch zusätzlich auffallen. Quasi als Sahnehäubchen meines Elends lese ich dann mal zwischendurch im Migrosmagazin, dass Christian Belz den Altstadt GP 5x gewann und sein Bruder Valentin einen Halbmarathon in 70min läuft. Ich überlegte mir daraufhin ernsthaft, den GP abzusagen und mich für den Frauenlauf anzumelden (obwohl ich bis jetzt eigentlich darauf nicht so richtig Lust habe). Ich war aber so krank, dass ich mich nicht mal mehr ein weiteres Mal in den running.COACH einloggte und also auch nichts änderte. Ich schrieb nur mal an Valentin ein recht verzweifeltes Mail, dass ich zwischendurch nur noch schwarz bezüglich GP und mir sehe. Seine Antwort: „Mach dir wegen dem GP keine Sorgen. Zuerst musst du gesund werden und alles andere wird dann schon gehen.“
Genau das mache ich jetzt!

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