Steffen Koch – running.COACH Teammitglied

Durch meine Erfolge mit running.COACH war ich hoch motiviert und hatte einen super Silvester Lauf mit meiner Jahresbestzeit von 53:07 auf 10km. Beste Voraussetzung also, um weiter zu trainieren und dem Wetter zu trotzen. Was sind schon Temperaturen um 0 Grad und Regen bzw. Schnee, die konnten mir die gute Laune am Laufen nicht vermiesen. Doch ich habe nicht mit der Grippe gerechnet. Warum auch ich? Bin ja wie meine runningCOACH Teamkollegin Léonie von Tavel geimpft. Das hat die Grippe aber nicht interessiert und so lag ich im Bett und konnte mich nicht mehr rühren. Meine Gelenke schmerzten und ich war so angeschlagen und müde. Ans Trainieren war nicht zu denken und bei mir zu Hause türmte sich die Arbeit.

Zurzeit bin ich am Umbauen und erneuere die Elektroverkabelung im Haus im Erdgeschoß. Das heisst Schlitze klopfen, Dosen setzen und jede Menge Dreck und Staub. Da hat es mir gar nicht gepasst, dass ich nicht weiter arbeiten konnte und keinen Ausgleich durch das Laufen hatte. Meine Laune war am Tiefpunkt angelangt 🙁

Steffen Koch zwischen Grippe, Umbau und Halbmarathon

Steffen Koch zwischen Grippe, Jobwechsel, Umbau und Halbmarathon

Ein Lichtblick war da mein neuer Job. Und so schonte ich mich, da ich ja nicht schon krank auf der neuen Arbeit anfangen wollte. Nach 14 Tagen mehr oder weniger Bettruhe wagte ich wieder eine kleine Runde zu laufen und meine Laune besserte sich schlagartig. Ich fing meinen neuen Job an, trainierte wieder und arbeitete abends weiter am Haus. So dauerte es nicht lange, und ich konnte wieder nicht trainieren da ich total ausgepowert war 🙁 Nach der Arbeit schonte ich mich und am Wochenende arbeitete ich im Haus weiter nur zum Trainieren kam ich nicht mehr. Ich startete immer mal wieder das Training, doch das Laufen fiel mir schwer und die Leistung war nicht da. Und mein erster Halbmarathon in Frankfurt rückte immer näher.

Ich habe die Hoffnung, nach der Arbeit eine Runde zu drehen, nicht aufgegeben. So habe ich bei meinen Dienstreisen quer durch Deutschland immer brav meine Laufsachen mitgenommen, sie aber leider meistens nicht angerührt und sie so, wie ich sie eingepackt habe wieder mit nach Hause gebracht. Auch am Wochenende blieben sie unberührt, da ich ja mit dem Umbau am Haus weiterkommen wollte.

So blieb leider so einiges liegen wie auch diese Zeilen 🙁 Die guten Vorsätze kamen definitiv zu kurz. Übrig blieb insbesondere die Einsicht, dass es einer guten Planung bedarf, Arbeit, Training und Familie unter einen Hut zu bekommen. Da bin ich froh dass mir der Trainingsplan von running.COACH dabei hilft, und ich nicht den Überblick verliere, wann ich welche Trainings machen wollte 😉 und ich umso glücklicher ich bin, wenn ich das Training nicht löschen muss, sondern mit Trainingsdaten füllen kann. Was übrigens nach dem Update von running.COACH hervorragend automatisch mit meiner Garmin Laufuhr passiert 🙂

So habe ich es vor meinen Halbmarathon doch noch geschafft, ein Paar Trainingsläufe zu absolvieren. Aber die angepeilte Zeit von unter 2 Stunden habe ich gedanklich schon abgehakt.

Da war nun der Tag meines ersten Halbmarathons. Das Wetter war herrlich sonnig und ich gut gelaunt.

Meine Schwester und ich gut gelaunt vor dem Start

Ich hatte mir für den Lauf vorgenommen, ihn so gut es geht zu schaffen. Im Startblock habe ich mich selbstbewusst hinter den 1:59:59 Pacemaker gestellt. Unterwegs stellte ich jedoch schon bald fest, dass ich nicht so schnell laufen konnte. Ich verlangsamte mein Tempo und lief weiter nach Gefühl. Auf die Geschwindigkeit habe ich bewusst nicht mehr geachtet. Der Pacemaker war schon lange aus meinem Blickfeld verschwunden, während ich Kilometer um Kilometer abspulte. Mit zunehmender Dauer fühlte ich mich zwar müde, das Gefühl an den Steigungen war aber hervorragend. Ich konnte das Tempo nahezu durchhalten und kam glücklich und fertig ins Ziel. Total überrascht war ich über die Zeit, die meine Garmin anzeigte: 2:00:58. Die Frage sei hier erlaubt, was für eine Zeit wohl der Pacemaker hatte, den ich schon nach wenigen Kilometern aus den Augen verlor?

Meine Schwester und ich im Ziel

Ich habe für mich gemerkt dass das Training im Winter nicht umsonst war. Und wenn das Training in letzter Zeit zu kurz gekommen ist, so hab ich doch schon sehr viel erreicht. Vor einem Jahr hätte ich nie gedacht, dass ich mal 21,1 km am Stück laufen werde, geschweige denn dafür nur 2 Stunden benötige!

Da jetzt das Wetter von Tag zu Tag besser wird und ich immer wieder meine Sporttasche mit auf Reisen nehme, hab ich sie hoffentlich nicht wieder umsonst mitgenommen 🙂

Ich verfolge meine Trainingsziele immer noch genauso energisch, nehme es aber gelassener, wenn ich mal wieder nicht laufen kann. So wie heute, als ich den Long Run ausfallen liess, um zu Hause im Erdgeschoss die Küche zu tapezieren und um diese Zeilen zu Ende zu schreiben. Denn das ist es mir wert. Es bringt nichts, nur nach vorne zu schauen und das Erreichte aus den Augen zu verlieren.

Ich wünsche euch allen viel Spaß beim Laufen, und wenn es mal wieder nicht so läuft, schaut euch eure Erfolge an.

Steffen Koch

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